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US-Magazin „Quartz“ Nachrichten vom Piratenschiff

Braucht die Welt noch ein weiteres englischsprachiges Wirtschaftsmagazin? Die Macher von „Quartz“ sind überzeugt davon. Die neue, soeben gestartete Website ist neuartig und vielversprechend, das Geschäftsmodell kühn.
25.09.2012 - 08:07 Uhr Kommentieren
Die Homepage von Quartz.

Die Homepage von Quartz.

New York „Hallo, Welt“ – wer E-Mails mit solch einer Betreffzeile herausschickt, mag es gerne groß. Die Mail von Montagnachmittag stammt von Kevin Delaney, dem Chefredakteur des neuen US-Wirtschaftsmagazins „Quartz“. Und er vergleicht sein Produkt gleich mal mit den ganz Großen der Branche: „,Quartz‘ soll die Ära verkörpern, in der wir es herstellen“, so Delaney, „wie ,Wired‘ in den 90ern, ,Rolling Stone‘ in den 60ern, ,Fortune‘ in den 30ern und ,The Economist‘ in den 1840ern“.

Die Welt also hat seit Montag ein neues, englischsprachiges Wirtschaftsmedium – ausschließlich online, zu erreichen unter www.qz.com (nicht: quartz.com) und entwickelt speziell für iPad und Smartphones. Die Frage ist nur: Braucht die Welt ein weiteres englischsprachiges Wirtschaftsmedium? Gibt es noch irgendwo Platz zwischen „Wall Street Journal“, „Financial Times“, „Business Week“ oder dem „Economist“?

In den Augen der Macher auf jeden Fall. „Quartz“ liefere „eine neue Art von Wirtschaftsnachrichten“, so Delaney, „global, im Internet geboren und entwickelt für die mobilen Geräte, die zunehmend unser Leben dominieren“. Die Zielgruppe: „Globale Wirtschaftslenker“.

Überhaupt scheint „global“ zu den Lieblingswörtern der „Quartz“-Crew zu gehören. „Es ist eine globale Leserschaft. Wenn man über einen belebten Flughafen in Asien läuft, redet oder denkt niemand über die amerikanische Wirtschaft nach“, sagte Justin Smith der „New York Times“. „Die Welt ist viel größer geworden“. Smith ist Manager beim Verlag Atlantic Media, der hinter „Quartz“ steckt und unter anderem das renommierte Magazin „The Atlantic“ und das „National Journal“ herausgibt.

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    Nach eigenen Angaben arbeiten für „Quartz“ zum Start rund 25 Journalisten, die unter anderem von „Wall Street Journal“, „Economist“, der „Huffington Post“ oder „Gawker“ abgeworben wurden. Neben der Zentrale in Manhattan soll es weitere Büros in Washington, Los Angeles, Europa und Asien geben.

    Anderer Ansatz, Geschichten zu erzählen
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