US-Mobilfunkanbieter Sprint setzt den Rotstift an

Konsequenzen aus den roten Zahlen: Der US-Mobilfunkanbieter Sprint streicht 2000 Jobs. Auch ein Umsatzanstieg bis Ende September konnte das Blatt nicht wenden - in den Vorjahresbilanzen waren die Verluste hoch.
Update: 04.11.2014 - 03:58 Uhr Kommentieren
Stellenabbau: Der US-Mobilfunkriese Sprint streicht 2000 Stellen. Quelle: AFP

Stellenabbau: Der US-Mobilfunkriese Sprint streicht 2000 Stellen.

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Overland ParkDer drittgrößte US-Mobilfunkanbieter Sprint streicht nach einem erneuten Quartalsverlust 2000 weitere Stellen. Der Abbau von rund fünf Prozent der 36.000 Arbeitsplätze solle die Kosten im Jahr um rund 400 Millionen Dollar senken, teilte der Rivale der Deutsche-Telekom -Tochter T-Mobile US am Montag mit. Die Aktie verlor nachbörslich über drei Prozent.

Damit wolle sich der Konzern besser gegen den anhaltenden Kundenschwund stemmen und den harten Preiskampf rüsten. Der operative Verlust verringerte sich im abgelaufenen Quartal auf 192 Millionen Dollar von 398 Millionen vor einem Jahr. Der Umsatz stieg zwar um zehn Prozent auf 8,5 Milliarden Dollar, verfehlte damit aber die Erwartungen. 227.000 weitere Vertragskunden wanderten ab. Das Unternehmen schrieb zuletzt in mehreren Quartalen rote Zahlen und baute wiederholt Stellen ab.

Sprint und T-Mobile US kämpfen mit günstigeren Preisen gegen die Vormachtstellung der Marktführer Verizon und AT&T. Eigentlich hatte Sprint die Nummer vier der US-Branche übernehmen wollen, sagte das Vorhaben aber im Sommer wegen eines drohenden Vetos der Wettbewerbshüter ab. Wegen hoher Werbekosten schreibt auch T-Mobile US Verluste. Dank des rasanten Kundenzulaufs will das Unternehmen aber bis zum Jahresende Sprint als Branchendritten ablösen.

  • dpa
  • rtr
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