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US-Senat Apple hat Milliarden an Steuern vermieden

Der US-Senat wirft dem Technologie-Giganten Apple vor, über ein Netzwerk an Auslandsfirmen in den USA Steuern vermieden zu haben. Apple-Chef Tim Cook streitet das ab, hält die Steuerlast in den USA aber für zu hoch.
21.05.2013 - 01:16 Uhr 8 Kommentare

Wie Apple bei den Steuern trickst

Washington Apple-Chef Tim Cook wird sich bei seinem Auftritt vor einem Senatsausschuss in Washington deutliche Worte anhören müssen. Apple habe durch ein komplexes Netz an Auslandsfirmen Milliarden Dollar an Steuerzahlungen in den USA vermieden, erklärte der Ausschuss im Vorfeld. Um diese Ansicht zu untermauern, veröffentlichte das Gremium ein 40-seitiges Dokument über das Unternehmen und dessen internationale Verflechtungen.

Apple seinerseits verbreitete Cooks vorbereitete Stellungnahme für den Ausschuss, der ab dem Nachmittag deutscher Zeit tagen wird. „Apple hält sich an die Gesetze und auch an den Geist der Gesetze“, beteuert Cook darin. „Und Apple zahlt alle nötigen Steuern in diesem Land und jenseits der Grenzen.“ Gleichzeitig verlangte der Apple-Chef eine Reform der Steuergesetze. Diese hätten „nicht mit der Geschwindigkeit des digitalen Zeitalters und der sich schnell wandelnden Weltwirtschaft Schritt gehalten“.

Apple steht - ähnlich wie andere Konzerne - wegen seiner Steuerpraxis in der Kritik. So lieh sich der iPhone-Hersteller jüngst am Kapitalmarkt 17 Milliarden Dollar (13,2 Milliarden Euro), um für Dividendenzahlungen und Aktienrückkäufe nicht auf seine Reserven zurückgreifen zu müssen. Denn die liegen Großteils im Ausland und Apple hätte 35 Prozent Steuern zahlen müssen, wenn das Unternehmen das Geld heimgeholt hätte. Der Satz sei unangemessen hoch, hatte Cook in einem Interview in der vergangenen Woche gesagt.

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    • dpa
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    8 Kommentare zu "US-Senat: Apple hat Milliarden an Steuern vermieden"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Nein, das Problem sind nicht die Alternativen. Nur in Deutschland wird von "alternativlos" gesprochen. Das ist die Gefahr. Solange es "Alternativen" gibt, sind wir vor Ausbeutung und Missbrauch geschützt. Erst wenn diejenigen, die von Alternativlosigkeit sprechen, dafür gesorgt haben, dass es keine Alternativen mehr gibt, dann fängt das Problem erst an. Und mal ehrlich, egal welcher Staat, welche Regierung oder sonstige staatliche Autorität, mit Geld können sie eh nicht umgehen! Selbst wenn man 100% zahlen würde, hätten wir Schulden ohne Ende. Kein klardenkender Mensch wird Politiker, ausser er möchte auf kosten der Steuerzahler ein ruhiges Leben führen. @ APPLE: weiter so!

      Ein Alternativvorschlag - auch wenn die Kanzlerin das Wort nicht gerne hört: Wie wäre es, wenn Steuerverschwendung genauso hart und konsequent verfolgt würde wir Steuerhinterziehung!

    • Dabei könnte es so einfach sein: Man zahlt hier als KONZERN, das was man an Umsatz- anteilige Kosten (Weltkosten im Verhältnis zum Umsatz Welt-Deutschland) umgesetzt hat IMMER an Steuern. Abziehen darf man das was man in anderen Ländern als vergleichbare Steuer bezahlt hat. Dann wirds halt STeuerlich richtig kompliziert für diese Unternehmen.....
      Okay, die 2% gehen dann hier an Irland, aber die restlichen 40% landen hier....

    • Oder Woher kommts das Irland nur 2% von denen Haben will. DA liegt doch das Problem. Die 12,5% dort sind schon ein Witz, 2 ist lächerlich.

    • Das Problem sind die Gesetze, nicht diejenigen, die die Gesetze anwenden.

    • Na, die Steuerinquisition geht weiter. Selbst in den Vereinigten Staaten, dessen Gründung auf Steuerterrorismus der Briten basiert, hat Geschmack daran gefunden. Es ist schon bedenklich, wenn Nicht-Staatliche Institutionen an den Pranger gestellt werden, weil sie angeblich (und auch legal) Steuern vermieden haben. In keiner Verfassung kann man lesen, dass die Steuerpflicht des Bürgers unausweichlich ist. Selbst wenn man legale Wege der Vermeidung nutzt, wird man "verfolgt". Das wäre ja so, als würden die Ärzte sagen, Du musst krank werden, damit Du behandelt werden kannst. Krankheiten und Steuern stehen auf einer Stufe, und sie sollten vermieden werden, solange es legal ist. Früher wurden die Menschen wegen ihres Glaubens oder Parteizugehörigkeit verfolgt, denuziert oder umgebracht. Heute ist es die Steuer! Wer weiss, wie weit der Staat geht um allen das Geld aus der Tasche zu ziehen!!

    • Wenn die Staaten nur halb so effektiv bei ihren Ausgaben wären wie APPLE, hätten wir kein Schuldenproblem


    • Apple lässt billig in China produzieren und zieht dann seine "Jünger" mit völlig überhöhten Preisen für seine Produkte ab, um sich dann auch noch vor der Zahlung der Steuern auf die unredlich verdienten Gewinne zu entziehen.

    • Wo ist eigentlich das Problem? Apple zahlt seine Steuern und außerdem weltweit über 100.000 Miatarbeiter Lohn und Gehalt und schafft Werte. Nichts von alledem kann sich ein Politiker oder sonstiger Kostgänger öffentlicher Gelder auf die Fahne schreiben. Mir wird schlecht von der ungeheuren Steuerverschwendung durch unsere Volksvertreter und die Verwaltung. Da ist es wohl völlig in Ordnung nur den Teil an solche Verschwender zu zahlen, der auch im Gesetz steht. Warum schreibt das Handelsblatt das nicht?

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