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US-Website Springer übernimmt „Business Insider“

Der Axel Springer Verlag setzt seine Einkaufstour im englischsprachigen Raum fort. Für gut 300 Millionen Euro kauft der Konzern die US-Website „Business Insider“. Amazon-Gründer Jeff Bezos bleibt mit an Bord.
29.09.2015 Update: 29.09.2015 - 15:13 Uhr
Der deutsche Verlag verstärkt sich mit „Business Insider“ im englischsprachigen Raum. Quelle: AFP
Axel Springer

Der deutsche Verlag verstärkt sich mit „Business Insider“ im englischsprachigen Raum.

(Foto: AFP)

Berlin Der Medienkonzern Axel Springer baut sein Onlinegeschäft mit der Übernahme der amerikanischen Nachrichten-Website „Business Insider“ aus. Springer kauft einen Anteil von 88 Prozent im Wert von 343 Millionen Dollar (rund 306 Millionen Euro) hinzu, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.

„Business Insider“, mitgegründet vom ehemaligen Wall-Street-Analysten Henry Blodget, profiliert sich mit schnellen Berichten und Analysen zum Wirtschaftsgeschehen unter griffigen Schlagzeilen, die zum Klicken anregen. Die Website kommt acht Jahre nach dem Start laut Zahlen des Marktforschers Comscore auf 76 Millionen Besucher im Monat.

Gründer und Chefredakteur Henry Blodget und Julie Hansen, Chief Operating Officer und President, sollen „Business Insider“ auch zukünftig in den aktuellen Funktionen leiten. Der deutsche Medienkonzern hielt bereits neun Prozent an „Business Insider“ und kommt nun auf 97 Prozent. Die restlichen Anteile behalte Amazon-Gründer Jeff Bezos, der im Frühjahr 2013 bei „Business Insider“ eingestiegen war.

Der Kaufpreis illustriert auch, wie sich die Gewichte im Mediengeschäft verschoben haben: Die Zeitung „Washington Post“, eine Institution im amerikanischen Journalismus, erwarb Bezos vor zwei Jahren für 250 Millionen Dollar. Über das Interesse von Springer an „Business Insider“ wurde schon seit einiger Zeit spekuliert.

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    Durch die Übernahme erhöht der Herausgeber von „Bild“ und „Welt“ nach eigenen Angaben seine globale digitale Reichweite auf rund 200 Millionen Leser. Axel Springer steige damit in den Kreis der sechs reichweitenstärksten Digital-Verlagen der Welt auf.

    Das sind die Giganten der Medienwelt
    Gute Unterhaltung aus den USA?
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    Fernsehsender, Zeitungen, Kinostudios – und zunehmend Online-Dienste: Medien sind ein Milliardengeschäft – im Foto eine Szene aus „The Late Show“ mit David Letterman (rechts) und US-Präsident Barack Obama (links) zu Gast. Auf Basis der Erlöse des Jahres 2014 hat das Berliner Institut für Medien- und Kommunikationspolitik unter Leitung des Medienwissenschaftlers Lutz Hachmeister ein Ranking der 100 größten Medienunternehmen der Welt erstellt. Wir zeigen die Top 10.

    (Foto: ap)
    Platz 10: Apple
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    Erstmals ist Apple in den Top Ten der weltgrößten Medienunternehmen. Möglich macht das eine Änderung der Systematik der Rangliste: Grundlage für die Einordnung in das Ranking waren ausschließlich die Erlöse der Abteilung iTunes, Software & Services, die bei 13,6 Milliarden Euro lagen. Bisher wurde Apple in der Liste nicht berücksichtigt.

    (Foto: Reuters)
    Platz 9: Bertelsmann
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    Einziges europäisches Medienunterhemen in den Top Ten ist Bertelsmann mit einem Umsatz von 16,7 Milliarden Euro. Wichtigste Erlösquelle ist die TV-Holding RTL Group. Aber den Konzern zieht es zunehmend in medienfremde Gefilde. So soll das Geschäft mit der Bildung zu einer neuen Unternehmenssäule ausgebaut werden.

    (Foto: Reuters)
    Platz 8: Sony
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    Mit einem Medienumsatz von 17,8 Milliarden Euro ist Sony abermals das größte nichtamerikanische Medienunternehmen der Welt. Im Gesamtkonzern des japanischen Unterhaltungselektronikriesen, zu dem das Hollywood-Studio Sony Pictures Entertainment, der Musik-Major Sony Music Entertainment sowie eine erfolgreiche Games-Sparte gehört, gewinnen Medienerlöse zunehmend an Gewicht.

    (Foto: dpa)
    Platz 7: Time Warner
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    Time Warner, das einst größte Medienunternehmen der Welt, ist das Resultat mehrerer Fusionen. Zu ihm gehören das Hollywoodstudio Warner Bros. (Tom Hardy in Mad Max: Fury Road), das Verlagshaus Time Inc., die Filmproduktion New Line Cinema, der Pay-FV-Sender HBO und die TV-Holding Turner Broadcasting Systems. Das Medienhaus erlöste zuletzt 20,6 Milliarden Euro.

    (Foto: ap)
    Platz 6: Viacom
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    Viacom CBS, das auf einen Umsatz von 20,8 Milliarden Euro kommt, besteht aus zwei börsennotierten Gesellschaften, die beide von der Holding National Amusements Inc. des Firmenpatriarchen Sumner Redstone kontrolliert werden. Zu Viacom gehören die TV-Sender MTV und Nickelodeon sowie das Hollywoodstudio Paramount, zu CBS das Free-TV-Geschäft um das gleichnamige landesweite TV-Network, die TV-Produktion sowie Verlage und Außenwerbung.

    (Foto: ap)
    Platz 5: DirecTV
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    Mit einem Umsatz von 24,3 Milliarden Euro ist DirectTV der führende amerikanische Anbieter für Satelliten-Pay-TV. Das Telekommunikationsunternehmen AT&T will DirectTV für 48 Milliarden Dollar übernehmen. Dem Deal, gegen den die Video-Onlineplattform Netflix klagt, muss noch die amerikanische Kontrollbehörde FCC zustimmen.

    (Foto: Reuters)

    Der deutsche Medienkonzern soll im Juli laut Medienberichten im Bieterwettstreit um die „Financial Times“ im letzten Moment vom japanischen Rivalen Nikkei ausgestochen worden sein. Die Japaner bekamen den Zuschlag für 844 Millionen Pfund (aktuell 1,14 Milliarden Euro).

    Nach dem Zukauf soll es nun aber kurzfristig keine größeren Übernahmen geben, teilte Springer in einer Telefonkonferenz mit. Im Fokus stehe zunächst die Integration des US-Wirtschafts- und Nachrichtenportals, sagte Döpfner. Allerdings seien kleinere Zukäufe im Digitalgeschäft möglich – vor allem bei den sogenannten Rubriken, also Auto-, Job- und Immobilienportale im Internet.

    Gründer Henry Blodget hat eine wechselvolle Vergangenheit. Auf dem Höhepunkt der Internet-Euphorie Ende der 90er-Jahre avancierte der Analyst als unerschütterlicher Optimist zu einem Medienstar. Nach dem Platzen der Börsen-Blase zur Jahrhundertwende geriet er ins Visier New Yorker Staatsanwälte, weil seine öffentlichen Einschätzungen skeptischeren internen Bewertungen von Aktien widersprochen hätten. Am Ende akzeptierte Blodget eine lebenslange Sperre für das Finanzmarktgeschäft und zahlte eine Millionenstrafe.

    • dpa
    • rtr
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