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US-Zeitungen in der Krise Amazon-Chef kauft „Washington Post“

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Amazon soll sich raushalten
Amazon ist sein Lebenswerk: Jeff Bezos will sich aus dem Tagesgeschäft bei der „Washington Post“ heraushalten. Quelle: ap

Amazon ist sein Lebenswerk: Jeff Bezos will sich aus dem Tagesgeschäft bei der „Washington Post“ heraushalten.

(Foto: ap)

Die Erklärung von Verlagschef Donald Graham an die Mitarbeiter liest sich nun wie eine Kapitulation: „Unsere Umsätze sind nun sieben Jahre in Folge gesunken“, sagte er am Montag bei der Versammlung. Doch auch viele erfolgreiche Innovationen hätten den Trend nicht stoppen können, man könne nicht grenzenlos Kosten senken. „Wir waren sicher, die Zeitung würde unter unserer Führung überleben, aber wir wollten noch mehr tun“, so Graham. „Wir wollten, dass sie erfolgreich ist.“ Er schloss mit den Worten: Niemand im Raum solle traurig sein – „außer mir“.

Die Hoffnung ruht nun auf dem neuen Besitzer Bezos. Der Unternehmer sei „erwiesenermaßen ein Technologie- und Wirtschaftsgenie“, hieß es in einer Mitteilung des Verlags. Da Bezos zudem an langfristigen Investments interessiert sei, „ist er ein einzigartig guter neuer Eigentümer“. Er werde die Zeitung in eine „aufregende neue Ära führen“, sagte Herausgeberin Katharine Weymouth.

Was der 49-Jährige nun konkret mit der „Post“ plant, ist allerdings noch nicht bekannt. Die Washington Post Company betonte am Montag, dass der Amazon-Konzern nichts mit den Plänen zu tun habe und auch keinen Einfluss ausüben werde.

Bezos selbst zeigte sich „optimistisch“ über die Zukunft und versprach, dass sich die „Werte“ der Zeitung nicht änderten, wie er an die Mitarbeiter schrieb. Auch die bisherigen Verantwortlichen sollen im Amt bleiben, darunter Weymouth und Chefredakteur Martin Baron. „Mir ist klar, welch wichtige Rolle die ,Post' in Washington und unserem Land spielt”, so Bezos. Gleichwohl müsse man sich den neuen Zeiten anpassen. „Das Internet verändert fast jeden Aspekt des Nachrichtengeschäfts“, schrieb er weiter. „Es gibt keine Landkarte, und einen Weg zu finden wird nicht einfach sein.“

Zugleich versprach Bezos, dass er sich nicht ins Tagesgeschäft einmischen wolle. In Anspielung auf seinen Wohnsitz nahe der Amazon-Zentrale in Seattle im US-Bundesstaat Washington schrieb er: „Ich lebe zufrieden in dem ,anderen Washington', wo ich einen Job habe, den ich liebe.“

Als Privatperson mit einem Vermögen, das die Finanznachrichtenagentur auf 27,9 Milliarden Dollar schätzt, hat der Unternehmer mit der „Post“ und den anderen Blättern wohl einen längeren Atem als der finanziell geplagte Verlag, der als börsennotierte Firma unter hohem Renditedruck stand.

Washington Post Company gibt sich neuen Namen
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13 Kommentare zu "US-Zeitungen in der Krise: Amazon-Chef kauft „Washington Post“"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • @clolide
    Um Ihre Frage zu beantworten: Nein! Hennen sind keine natürlichen oder juristischen Personen und können dadurch auch nicht Träger von Rechten und Pflichten sein. Da Hennen leider keine rechtswirksamen Verpflichtungen eingehen können, muss ich Eier weiterhin von dort beziehen, wo rechtswirksame Verpflichtungen vereinbart werden können. So sehr ich die damit verbundenen Umstände auch bedaure, meine Geschäfte nicht unmittelbar mit den jeweiligen Erzeugern machen zu können.

  • Genaauuu Meister Lebemann, wir sind alles dumme Herdentiere und der Zwischenhandel ist voll blöde..daher kaufen Sie auch Ihre Frühstückseier direkt bei der Henne, gelle...wollte gerade ein Brett (..für die Stirn) bei einem Baum kaufen..aber der arogante Lümmel reagiert auf keines meiner Angebot...

  • @useAK47: leider ist nix angekommen. Was soll auch ankommen von jemandem der zum Waffengebrauch aufruft und ansonsten nix als heisse Luft produziert? Bitte setzen Sie sich mit den Feinheiten der deutschen Sprache auseinander, es wird Ihnen guttun.

  • Ob jemand die Weltherrschaft anstrebt, interessiert Otto-Normalbürger eh nicht. Für Otto-Normalbürger ist es nur wichtig, dass der Staubsauger günstig ist und pünktlich geliefert wird, den sie bei AMAZON oder anderswo im Internet bestellen. Ich habe es längst aufgegeben, Herdentiere die Vorteile des freien Denkens und Handelns schmackhaft zu machen. Jeff Bezos hat das Herdenverhalten längst erfasst, analysiert und für sein Geschäft praktisch in die Tat umgesetzt. Deshalb kauft er seinen Staubsauger direkt beim Hersteller und lässt sich nicht die Butter vom goldenen Toast nehmen. Dasselbe gilt für die Kirche. Wer direkt mit Gott sprechen möchte, kann das günstig und direkt tun, statt Geld an eine Einrichtung zu zahlen, die lediglich ein Gespräch vermittelt. Der Zwischenhandel lebt nur von der Dummheit seiner Kunden.

  • Ich bin mal gespannt, ob die WP jetzt noch kritisch über AMAZON berichten wird. Das ist ja fast so wie als wenn ExxonMobil das Greenpeace-Magazin übernimmt.

  • Juchuh, Klingonen! Kahless kehrt zurück. Erweist ihm Ehre, erhebt eure Blutweinkelche und besingt seine Taten im Schein der Hunderttausen Feuer auf Qo’noS!

  • völlig richtig..diese Jeff Bezos ist ein sehr böser Bilderberger-Sekten-Jünger.. die wollen die Weltherschaft und dann wird die Welt bei Amazon verkauft..womöglich an die Klingonen. Zudem..hat mal jemand AMAZON rückwärts gelesen..jetzt ist doch wohl alles klar!!..stellt euch den Typ mal mit langem Bart vor...oh weh...

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • @useAK47: bitte sparen Sie sich Ihren vulgären Antisemitisumus (http://de.wikipedia.org/wiki/Mischpoke)

  • Amazon hat vorgemacht, wie Versandhandel im Internet funktionieren kann.
    Phantasielosigkeit in Sachen Online-Vermarktung von Journalistik-Produkten scheint nicht nur ein europäisches Problem zu sein.
    Mal sehn, ob Amazon schaffen sollte was über das Selbstverständnis vieler Verlage und ihrer MA zu stolpern scheint: eine nutzvolle und auch kaufmännisch brauchbare Vewertung von OnLine Inhalten.
    Während viele große Verlagshäuser mit ihrer Größe und damit verbundenen Reibungsverlusten zu kämpfen haben, wie es aussieht, steht Amazon die eigene Größe nicht im Weg.
    Man darf also gespannt sein.

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