Valley Voice Boykottiert das Oktoberfest!

Bayern bereitet sich auf die größte Feier des Jahres vor, auf traditionelle Musik, Bier und Brezeln. München will sechs Millionen Besucher aus der ganzen Welt mit Gastfreundschaft umgarnen, auch aus den USA und dem Silicon Valley. Nur Flüchtlinge sind nicht eingeladen. Ein Kommentar für internationale Leser.
26 Kommentare
Britta Weddeling, Korrespondentin des Handelsblatts im Silicon Valley, berichtet über neue Trends und den digitalen Zeitgeist im Tal der Nerds.
Die Stimme aus dem Valley

Britta Weddeling, Korrespondentin des Handelsblatts im Silicon Valley, berichtet über neue Trends und den digitalen Zeitgeist im Tal der Nerds.

Auch Menschen, die Deutschland vielleicht nie besucht haben, kennen das Oktoberfest. Das ist jene Zeit im September und Oktober, in der Deutschland das Leben feiert, mit Blasmusik, Bier und Brezeln. Jeder ist willkommen. Jedes Jahr reisen mehr als sechs Millionen Besucher aus der ganzen Welt nach München, im Zug beispielsweise, und freuen sich auf bayerische Gemütlichkeit und Gastfreundschaft.

Dieses Mal ist alles anders. Europa ist Zentrum der weltweiten Flüchtlingskrise. In den vergangenen Wochen strandeten tausende Menschen in Deutschland und in München. Sie hoffen auf eine bessere Zukunft, eine sichere Unterkunft oder nur ein freundliches Wort. Nun müssen sie erfahren, dass die berühmte bayerische Gastfreundschaft während des Oktoberfests ihre Grenzen hat.

Der Bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer, Parteichef der Christlich-Sozialen Union (CSU), ein bekannter Politiker einer konservativen Partei in Bayern, möchte nicht, dass München während des Oktoberfests in ebensolchem Maße ein Anlaufpunkt für Flüchtlinge bleibt wie bisher. Er werde dazu „Vorkehrungen“ treffen. Mehr als die Hälfte aller Bayern unterstützen Seehofers Partei politisch.

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Stören Flüchtlinge die Bratwurst-Stimmung? Ist kein Platz auf der Theresienwiese für Menschen, die gerade eine lebensbedrohende Reise hinter sich haben? Was zum Teufel stimmt eigentlich nicht mit Ihnen, Herr Seehofer?

Lieber Leser, Sie können einwenden, dass Deutschland sich schon genug um Flüchtlinge gekümmert hat. Sie mögen auch sagen, dass viele andere Länder inklusive der USA viel weniger tun und der Bau eines Zauns gegen mexikanische Flüchtlinge nur ein Punkt auf einer langen dunklen Liste ist. Und vielleicht finden Sie sogar das Oktoberfest und Bayern ziemlich uninteressant.

Ich bin jedoch davon überzeugt, dass es immer um die kleinen Dinge geht. Meistens erkläre ich hier den Deutschen das Silicon Valley. Dieses Mal ist es anders herum. Heute möchte ich dem Silicon Valley erklären, was es über das Oktoberfest wissen muss. Wenn irgendjemand nach München reist, um Bayerische Gemütlichkeit und Gastfreundschaft zu feiern, unterstützt er eine Lüge. Deshalb, liebe Leser, tun Sie das nicht. Boykottieren Sie das Oktoberfest!

There is also an English version of this column.

Immer dienstags schreibt Britta Weddeling, Korrespondentin für die Themen Internet und Netzwirtschaft des Handelsblatts im Silicon Valley, über die neusten Trends und kleinen Kuriositäten im Tal der Nerds.

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26 Kommentare zu "Valley Voice: Boykottiert das Oktoberfest!"

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  • Für diese Kolumne gilt das Motto: "Unrat vorbeischwimmen lassen!"

  • Ich haette mal eine Frage an die Miss Britta Weddeling, die sich im schoenen California aufhaelt. Wieviele Fluechtlinge hat den die USA aufgenommen? 10,000? Deutschland hat bald das 10fache an Menschen Unterschlupf gewaehrt. Wer hat denn am lautesten geklatscht beim Arabischen Fruehling? Wer unterstuetzt denn den Krieg der Opposition gegen Assad und dehnt damit den Krieg auf Jahre aus? Wir muessen den Fluechtlingen helfen und Deutschland tut bereits sein Bestes. Aber wo ist den die USA? Die USA ist viel groesser als Deutschland und kann locker 6 Millionen Fluechtlinge aufnehmen. Oder will man sie dort auch nicht?

  • Sehr schade, dass Sie so über München und die Bayern denken. Mich würde allerdings schon interessieren, wo bzw. wie Sie für diesen sinnfreien Artikel recherchiert haben?! In Ihrer neuen Wahlheimat? Kann mir vorstellen, dass 90% der Amerikaner überhaupt nicht mitbekommen, was im Rest der Welt (speziell in Ländern wie Syrien) passiert...Oder ist der Artikel eine späte Rache weil Sie letztes Jahr nicht in's Zelt reingekommen sind?

  • @ Sandra Baumann

    << Boykottiert das Handelsblatt >>

    Ehrensache! Von mir bekommt dieses Lügenpack schon lange kein Geld mehr in die Kasse. Diese hochpeinliche "Kolumne" (was für ein unpassendes Wort für so einen Bullshit) paßt ja durchaus in den Kontext dieser Redaktion. Allerdings ist es eine der markantesten Entgleisungen, die man hier je bestaunen durfte. Ich bin absolut sicher, diese Frau ist auch noch stolz auf das, was sie hier abgeliefert hat.

  • Liebe Frau Weddeling,
    Kommen Sie doch mal vorbei und überzeugen Sie sich selbst: Nach wie vor kommen Züge mit Tausenden von Flüchtlingen an, nur wird in den Medien weniger berichtet. Ich fühle mich in den Straßen kaum belästigt; vereinzelt laufen junge Männer rum, die wie Syrer wirken. Nur wenn man sich die Ankömmlinge so anschaut – 80 % sind junge Männer zwischen 20 und 30; und es fehlen auch jede Menge Männerklamotten bei den Sachspenden. Es ist schon traurig genug, dass sie flüchten müssen, und sicherlich haben sie viel entbehrt und mitgemacht.
    Nur die Wies'n können wir deshalb nicht ausfallen lassen und boykottieren. Dies und wichtig fürs Stadtsäckl. Und vielleicht geben die Wies'n-Wirte ja noch ihre Zelte als Unterkunft frei, denn in Kroatien haben sich weitere 5400 Menschen "rückgestaut", wie es so schön heisst. Bevor Sie hier in unserem "gemütlichen" München irgendwas boykottieren lassen wollen, dann rufen Sie bitte doch ganz Deutschland auf, dass uns bei der Umverteilung schnellstmöglich geholfen wird. München ist nicht ganz Europa, und Deutschland hört nicht mit Bayern auf.
    Natürlich haben junge Männer Nachholbedarf und fast kein Geld in der Tasche, sind also ein faktische "Gefahr" für die "Wies'n-Huren". Schlagzeile heute in der TZ: "CSU-Politiker gegen 5000 zusätzliche Wies'n-Huren." Ich muss sagen, lasst uns froh sein, dass die Syrer noch kein Deutsch verstehen. Peinlich, dass wir uns als sexueller Selbsbedienungsladen outen.
    Aber finden werden sich die Frauen sehr schnell, die es sexy finden, mit einem jungen Syrer zu vögeln, ob auf der Wies'n, nach der Wies'n oder anderswo. Und der Kulturschock kommt so oder so. Auf der Wies'n wahrscheinlich noch schneller als anderswo in Deutschland. Wo aber finden sich die Jobs, die man ohne Deutschkenntnisse bewältigen kann? – Jetzt fangen die ersten Flüchtlinge schon an, andere zu beklauen usw. usw. kriminelle Energie setzt sich frei.

  • Über Ihren sinnfreien und polemischen Artikel ist schon zur Genüge geschrieben worden, und zwar mit Recht.

    Was hierzu ganz gut passt sind aber Ihre Twitter Beiträge:
    - Wow, touch #Oktoberfest and you'll have nazi-bullshit in your inbox. Such a cliché. @handelsblatt
    - I always enjoyed #Oktoberfest – I hope that I won't run into you next time, haters.

    Wenn gar nichts mehr geht die Nazi-Keule auspacken und die beleidigte Leberwurst spielen, als sich mit den Kommentaren zu befassen, die wirklich eindeutig sind, oder habe ich irgendwen überlesen, der Ihre kruden Thesen unterstützt hat?

    Und um sich eben nicht mit irgendwelchen lästigen Kritikern auseinandersetzen zu müssen ist diese Kolumne auch die Einzige, die nicht in Ihrem Facebook Profil verlinkt ist. Warum nur?

    Bleiben Sie lieber bei Artikeln, bei denen Sie sich wirklich auskennen und Fachkompetenz haben, wie z.B. über einen BallPool in Mountain View.

  • Schade...
    ich hatte das Handelsblatt in letzter Zeit gerade lieb gewonnen! Aber heute kommt mir dieser mehr als dümmliche Beitrag von Frau Weddeling in die Quere, den ich so eher in einer Schülerzeitung einer Realschule vermutet hätte. Um sicher zu gehen, ihr nicht Unrecht zu tun, habe ich mir dann sogar noch weitere Auftritte dieser "Journalistin" im web angetan und wurde in meiner ersten Einschätzung tatsächlich bestätigt!
    Ich frage mich jetzt nur warum das Handelsblatt dieser Spezialistin überhaupt ein Forum bietet.
    Werden die Artikel im HB nicht gegengelesen, nicht auf Dämlichkeit überprüft, müssen sie nicht von einem Erwachsenen abgezeichnet werden bevor sie veröffentlicht werden?
    Ich wundere mich gerade ziemlich über das Handelblatt

  • Werte Frau Weddeling, ich gebe offen zu, dass meine Kompetenzen nicht in der Welt des Silicon Valley liegen. Sie wiederum sollten bei Ihren Kompetenzen bleiben. Dieser Artikel ist für Ironie zu schlecht, aber ernst gemeint kann er aufgrund einer unfassbaren Ignoranz aus Ihrer Fernbetrachtung auch nicht sein. Ich habe es als Münchner, der seine Freizeit seit zwei Wochen für die ankommenden Flüchtlinge in München opfert, nicht nötig, meine Stadt und mein Land dermaßen arrogant und an den Fakten vorbei kommentiert und beleidigt zu sehen. Abschließend zitiere ich Sie selbst: "Was zur Hölle Frau Weddeling stimmt den eigentlich bei Ihnen nicht?".

  • Boykottiert das Handelsblatt.

    Wer ein derartiges Pamphlet veröffentlicht, ohne sich davon zu distanzieren, der sollte boykottiert werden. Wie unfassbar borniert kann man sein, Frau Weddeling, aus den ach so willkommenskulturbehafteten USA solchen kommunikativen Unflat in die Welt hinauszuhusten? Mal ganz abgesehen davon, dass es sich um eine jahrhundertealte Tradition handelt, die heutzutage viel Geld in die Kassen spült, das am Ende wieder D zugute kommt: Haben Sie zu Ihren widerwärtigen Behauptungen auch nur ein seriöses Argument? Denn Ihr armseliges Geplärre und dieser lächerliche Boykottaufruf können es ja nicht gewesen sein. Das ist doch ein geistiger Tiefflug sondergleichen, den Sie hier hinlegen. Für mich ist Ihre Kolumne das Zeugnis eines völlig verwirrten Geistes, oder eben einer intellektuell eher minderbemittelten Person. Das Handelsblatt werde ich mir die nächste Zeit sparen, denn die Plattform so einer Sudelei muss ich nicht auch noch unterstützen. Eklig.

  • Unfassbar polemischer und realitätsferner Kommentar Frau Weddeling.

    Seit Juni wohne ich in München und sehe auf dem täglichen Weg zur Arbeit was am Hauptbahnhof hier los ist. Ich bin kein Rassist aber es darf doch noch gestattet sein zu sagen, dass wir immer noch in Deutschland sind und auch uns Deutschen dieses Land mit seiner Kultur, seinen Veranstaltungen und sonstigen Events zusteht.
    Sie haben wohl nicht die Menschenmassen am Hauptbahnhof gesehen und urteilen aus der Ferne. Was München geleistet hat und leistet ist unfassbar grandios.
    Es kann aber nicht angehen, wenn wir hier in Deutschland aufgrund der Flüchtlingskrise auf Volksfeste, Bundesligaspiele oder gar Konzerte verzichten sollen nur weil Flüchtlinge meinen alle nach Deutschland kommen zu müssen. Wir sind sicherlich kein Schlaraffenland und es ist auch hier brutal schwer sich einen gewissen Lebensstandard aufbauen zu können und aufrecht zu erhalten (Arzthelferinnen, Frisöre, Rentner etc. können sicherlich ein Lied davon singen).

    Flüchtlingsdrama hin oder her. Herr Seehofer hat mit seinen Aussagen und seinem Handeln absolut recht. Die Bundesregierung hat einen Fehler gemacht und wenn Frau Merkel meint, dies sei nicht ihr Land, dann soll sie mal beachten welche Interessen sie als Bundeskanzlerin DEUTSCHLANDS zu vertreten hat.

    Nicht zuletzt wegen solchen dummen, bloeden und polemischen Kommentaren wie der Ihre, der eine einzige Hetze beabsichtigt, haben wir grandiose Probleme im Land.

    Apropos: neben dem Besuch des Münchner Hbf empfehle ich folgenden Beitrag des Handelsblattes, vielleicht hilft Ihrer "Brathirn" Stimmung
    http://www.handelsblatt.com/video/panorama/wiesn-gebaeck-toleranz-herzl-oktoberfest-sammelt-geld-fuer-fluechtlinge/12329420.html

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