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Valley Voice Kalifornien kämpft gegen Enteignung durch Tech-Milliardäre

Unter Silicon-Valley-Größen geht ein dekadenter Trend um: Mit Grundstückskäufen versuchen sie, öffentliche Strände abzuriegeln. Der Risikoinvestor Vinod Khosla musste nun jedoch eine herbe Niederlage einstecken.
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Axel Postinett, Korrespondent des Handelsblatts im Silicon Valley, berichtet über neue Trends und den digitalen Zeitgeist im Tal der Nerds.
Die Stimme aus dem Valley

Axel Postinett, Korrespondent des Handelsblatts im Silicon Valley, berichtet über neue Trends und den digitalen Zeitgeist im Tal der Nerds.

San FranciscoEs ist eine krachende Niederlage für den Milliardär Vinod Khosla und praktisch niemandem im Silicon Valley tut es leid. Der heutige Risikokapitalinvestor und Mitgründer von Sun Microsystems hat sieben Jahre lang mit juristischen Tricks versucht, die Einwohner des Silicon Valley von einem der schönsten Strände Nordkaliforniens fernzuhalten.

Er hatte ein Stück Land erworben, über das die einzige Zugangsstraße zum malerischen Surferparadies Martins Beach führt, rund zehn Kilometer südlich des Küstenorts Half Moon Bay. Mit dem Verbot sein Land zu betreten, hatte Koshla den international bekannten Strandabschnitt im Silicon Valley praktisch für sich alleine, ohne ihn kaufen zu müssen.

Was er auch gar nicht hätte machen können. Nach kalifornischem Recht ist der Strand per Gesetz öffentliches Gelände. Vergangene Woche verurteilte ein Berufungsgericht ihn dazu, die Gittertore zu öffnen und seine Wachtruppen abzuziehen, die jeden zurückschickten, der an den Strand wollte.

Man könnte das Ganze als schrullige Macken eines alternden Milliardärs abtun – doch Khosla ist kein Einzelfall: Bei superreichen Tech-Investoren liegt es im Trend, die Filetstücke der öffentlichen Küstenabschnitte oder die Ufer von bekannten Seen wie dem Lake Tahoe zu privatisieren und für den Rest der Welt zu sperren. Allen liberalen Sonntagsreden zum Trotz: Wenn es um ihre Grundstücke und Immobilien geht, fallen die Tech-Milliardäre nicht selten durch imperiales Gehabe auf.

Das sind die reichsten Menschen der Welt
Platz 20: Ma Huateng
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Der 46-jährige Chinese hat den Internetkonzern Tencent aufgebaut, zu dem auch der beliebte Messenger WeChat gehört. Damit erwirtschaftete er laut „Forbes“ ein Privatvermögen von 38,8 Milliarden Dollar – im Vorjahr waren es allerdings noch 45,3 Milliarden.

Die „Forbes“-Zahlen sind nur Schätzungen, die aber auf einem der weltweit aufwendigsten Schätzverfahren basieren und in der Branche als weitgehend zuverlässig gelten.

(Foto: AP)
Platz 19: Steve Ballmer
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Der ehemalige Microsoft-Chef hat es in diesem Jahr in die Top-20 der reichsten Menschen der Welt geschafft. Sein Vermögen beträgt laut „Forbes“ 41,2 Milliarden US-Dollar, fast drei Milliarden mehr als im Vorjahr.

(Foto: dpa)
Platz 16 bis 18: Alice, Jim und Rob Walton
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Walmart, die größte Supermarktkette der Welt, macht auch die Erben reich: Jim Walton (links) bringt es 2018 auf 44,6 Milliarden Dollar. Seine beiden Geschwister Rob Walton (Platz 18: 44,3 Milliarden Dollar) und Alice Walton (Platz 17: 44,4 Milliarden Dollar) besitzen ebenfalls ein stattliches Vermögen.

(Foto: AP)
Platz 15: Francoise Bettencourt-Meyers und Familie
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Nachdem Liliane Bettencourt im September 2017 starb, erbte ihre Tochter das L’Oréal-Vermögen. 49,3 Milliarden Dollar machen Francoise Bettencourt-Meyers zu einer der reichsten Frauen der Welt. Ihr Vermögen legte laut „Forbes“ im vergangenen Jahr um mehr als sieben Milliarden Dollar zu.

(Foto: AP)
Platz 14: Sergey Brin
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Google-Mitgründer Sergey Brin ist Präsident der Dachgesellschaft Alphabet und gilt als Kritiker der Einwanderungspolitik von US-Präsident Trump. Das Vermögen des gebürtigen Russen, der im Alter von fünf Jahren mit seinen Eltern in die USA auswanderte, beläuft sich laut „Forbes“ auf 49,8 Milliarden Dollar, ein Plus von mehr als zwei Milliarden Dollar gegenüber dem Vorjahr.

(Foto: AFP)
Platz 13: Mukesh Ambani
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Der indische Geschäftsmann ist Vorstandsvorsitzender der Petrochemie-Firma Reliance Industries. Sein Vermögen beträgt zurzeit 50 Milliarden US-Dollar, fast zehn Milliarden mehr als noch im Vorjahr.

(Foto: Reuters)
Platz 11: David Koch
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Koch Industries gehört zu den wertvollsten Unternehmen weltweit. David Koch verfügt wie sein Bruder Charles über 50,5 Milliarden Dollar. Während er oft auf Filmgalas und anderen gesellschaftlichen Großereignissen verkehrt, ist sein Bruder kaum in der Öffentlichkeit zu sehen.

(Foto: dpa - picture alliance)

So wollte Facebook-Mitgründer Mark Zuckerberg Anfang 2017 Familien auf Hawaii per Gericht dazu zwingen, ihm Grundstücke zu verkaufen, die an sein 2,8 Quadratkilometer großes Areal mit weißen Sandstränden auf der viertgrößten Insel Kauai angrenzen. Nach kurzer Zeit und massiven öffentlichen Anschuldigungen zog er die Klagen wieder zurück und nannte sie einen „großen Fehler“.

Zuckerberg ist nicht der erste Hawaii-Freund. Oracle-Chef Larry Ellison hatte ein Jahr zuvor Lanai gekauft, die sechstgrößte Insel des US-Bundesstaates. Auch hier geht die Angst der Zwangsumsiedlung unter den verbliebenen Bewohnern um.

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