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Valley Voice Sex, Drugs and Hölderlin

Wer das Silicon Valley verstehen will, muss Burning Man besuchen. Während des verrückten Happenings in der Wüste können Besucher mehr erleben als Musik, Kunst und Vollrausch.
08.09.2015 - 11:55 Uhr Kommentieren
Britta Weddeling, Korrespondentin des Handelsblatts im Silicon Valley, berichtet über neue Trends und den digitalen Zeitgeist im Tal der Nerds.
Die Stimme aus dem Valley

Britta Weddeling, Korrespondentin des Handelsblatts im Silicon Valley, berichtet über neue Trends und den digitalen Zeitgeist im Tal der Nerds.

Exodus aus Black Rock City. Ungefähr 70.000 Bewohner von Burning Man kehren dieser Tage in die „Default Welt“ zurück. Sie sehen staubig und abgerissen aus, aber sehr wach, in ihren Augen leuchtet eine wilde Energie, wie sie nur echte Abenteurer haben.
Die einzige Sache die schlimmer ist, als zu Burning Man zu gehen, ist nicht zu Burning Man zu gehen. Das gilt nicht nur wegen der lebensverändernden Augenblicke, die Menschen in der temporären Stadt erleben, einem wunderlichen Ort, an dem alles möglich scheint. Nein, man muss schon einen Fuß auf diesen größten Spielplatz der Welt gesetzt haben, um das Silicon Valley zu verstehen.

Die Google-Gründer Larry Page und Sergey Brin kommen schon seit einer Ewigkeit zu Burning Man. Mark Zuckerberg von Facebook, Jeff Bezos, Chef von Amazon, oder Tesla-Gründer Elon Musk küssten ebenso den Staub wie Drew Houston, Gründer von Dropbox und Vertreter der nächsten Generation der Silicon-Valley-Milliardäre.

Das erste Google-Doodle war eine Hommage an „Den Mann“, die riesige Holz-Figur im Zentrum der Zeltstadt, die am Ende brennen muss. Der Legende nach entstand hier, zwischen Kostümen und Konsum, die erste Idee für Google Maps und irgendwer fuhr einen frühen Tesla-Prototyp zu Schrott.

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Burning Man, dieser riesige, überzogene Exzess in der Wüste, stellt gesellschaftliche Gewissheiten infrage und bricht Regeln, so wie das Silicon Valley mit seinen Geschäftsmodellen. Selbst organisierte und fokussierte Menschen verlieren da den Überblick. Wer hier eintritt, der lässt alle Hoffnungen fahren.

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    Mobiltelefone sind nutzlos in der Mitte von Nirgendwo, Internet-Zugang nur sehr begrenzt vorhanden und Geld ohnehin verpönt. „Burner“ sollen kreativ werden, um zu überleben. Sie müssen Essen, Auto, Fahrrad oder Schlafstatt teilen. Airbnb, Lyft oder Uber machten aus dieser Idee Milliarden-Firmen.

    Zügellose Partys, wilde Kunstwerke und sexuelle Selbsterfahrungstrips
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