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„Vectoring“-Technik Telekom zieht Zwischenbilanz – fünf Millionen Haushalte mehr mit schnellem Internet

Die Telekom will mehr Haushalte mit schnellem Internet versorgen. Dabei setzt sie auf eine umstrittene Versorgungstechnik.
11.06.2018 - 11:42 Uhr Kommentieren
Die umstrittene „Vectoring-Technologie“ wird CeBIT in Hannover auf dem Stand der Telekom visuell dargestellt. „Vectoring“ ist eine Technologie, die vorhandene Kabel für den Datenverkehr schneller machen kann. Quelle: dpa
Die Telekom auf der CeBIT

Die umstrittene „Vectoring-Technologie“ wird CeBIT in Hannover auf dem Stand der Telekom visuell dargestellt. „Vectoring“ ist eine Technologie, die vorhandene Kabel für den Datenverkehr schneller machen kann.

(Foto: dpa)

Bonn Die Deutsche Telekom hat am Montag über 200.000 neue Haushalte mit einem schnellen Internet-Anschluss versorgt. Damit seien 2018 mehr als fünf Millionen Haushalte mit Geschwindigkeiten bis zu 100 Megabit pro Sekunde (Download) ins Netz gegangen, teilte das Unternehmen am Montag in Bonn mit. Insgesamt seien rund zehn Millionen Haushalte versorgt.

Die Telekom setzt dabei vor allem die umstrittene „Vectoring“-Technik ein. Dabei werden auf der Strecke zwischen der örtlichen Vermittlungsstellen und den Verteilerkästen am Straßenrand Glasfaserkabel verwendet.

Auf dem Weg in die Häuser laufen die Daten dann über herkömmliche Kupferleitungen. Bislang sind damit maximal 100 Mbit/s im Download möglich. Mit einem verbesserten „Super-Verctoring“ sollen von der zweiten Jahreshälfte 2018 an dann Geschwindigkeiten von bis zu 250 Mbit/s möglich sein.

Um den Einsatz der „Vectoring“-Technik gibt es in Deutschland seit Jahren Streit. Vor allem Wettbewerber der Deutschen Telekom forderten, konsequenter auf den Glasfaser-Ausbau zu setzen.

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    Die Bundesnetzagentur gab jedoch grünes Licht für die „Vectoring“-Pläne – weil es bei Verbrauchern und Unternehmen nicht genug Bereitschaft gegeben habe, mehr Geld für die schnelleren Glasfaser-Anschlüsse zu bezahlen. Zuletzt hatte auch der Europäische Rechnungshof den „Vectoring“-Einsatz kritisiert.

    Das EU-weite Ziel, bis 2025 flächendeckende Ultra-Geschwindigkeiten von bis zu einem Gigabit pro Sekunde zu ermöglichen, sei in Deutschland mit den aktuell genutzten Technologien aber „wahrscheinlich nicht zu verwirklichen“.

    Telekom-Chef Tim Höttges sagte, Ziel seines Unternehmens sei es, möglichst alle Menschen zu bedienen – sowohl auf dem Land als auch in den Städten. „Wir bauen nicht nur Datenautobahnen zwischen den großen Metropolen und Ballungsräumen, sondern unser Netz geht auch in die ländlichen Regionen.“

    Die Deutsche Telekom investiere jährlich in Deutschland mehr als fünf Milliarden Euro, vor allem in Infrastruktur und Technik. „Allein 2018 wird das Glasfasernetz um weitere 60.000 Kilometer wachsen und dann mehr als 500.000 Kilometer umfassen.“

    • dpa
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