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Verlag Redaktionen von „Spiegel“ und „Spiegel online“ werden zusammengelegt

Die Zusammenlegung der Redaktionen war lange Ziel der Spiegel-Gruppe. Nun haben sich die Betriebsräte des Verlags auf Eckpunkte der Fusion geeinigt.
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Die Spiegel-Gruppe beschäftigte Ende 2017 laut eigenen Angaben rund 1100 Vollzeitbeschäftigte, die sich auf Redaktionen, Dokumentation, redaktionelle Dienste und Verlagsabteilungen verteilen. Quelle: dpa
Printausgaben des „Spiegels“

Die Spiegel-Gruppe beschäftigte Ende 2017 laut eigenen Angaben rund 1100 Vollzeitbeschäftigte, die sich auf Redaktionen, Dokumentation, redaktionelle Dienste und Verlagsabteilungen verteilen.

(Foto: dpa)

Hamburg Die Spiegel-Gruppe will die Redaktionen von „Spiegel Online“ und des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ von Herbst an unter einem Dach zusammenbringen. Die Betriebsräte beider Bereiche hätten sich mit der Geschäftsführung auf die wesentlichen Eckpunkte für die Verschmelzung geeinigt, sagte ein Verlagssprecher am Dienstag in Hamburg auf Nachfrage.

Über die geplante Fusion seien die Mitarbeiter am Dienstag in getrennten Betriebsversammlungen informiert worden. Die Einigung stehe noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch den Gesamtbetriebsrat des Spiegel-Verlages. Zuvor hatte der Branchendienst „Meedia“ berichtet.

Ein wichtiger Eckpunkt für das schnelle Zusammenwachsen der Redaktionen der Printausgabe mit dem Nachrichtenportal „Spiegel Online“ („SpOn“) waren möglichst einheitliche Arbeitsbedingungen. Dabei gehe es insbesondere um Arbeitszeiten, Vergütung, Gewinnbeteiligungen und die Presseversorgung.

„Zu diesen Punkten haben die Betriebsparteien Grundsätze vereinbart, die eine möglichst weitgehende Angleichung der Bedingungen erlauben und zugleich langfristig wirtschaftlich tragbar sind“, sagte der Verlagssprecher.

Die Fusion beider Redaktionen war lange Ziel des Verlages. Die engere Verzahnung der beiden Redaktionen hatte sich schon der damalige „Spiegel“-Chefredakteur Wolfgang Büchner auf die Fahnen geschrieben und dazu das Konzept „Spiegel 3.0“ aufgelegt. Dazu kam es auch wegen Widerstands aus der Print-Redaktion nicht. Ende 2014 musste Büchner gehen.

Im August 2018 hatte Geschäftsführer Thomas Hass schließlich den Umbau zur gemeinsamen Redaktion angekündigt, damit die Spiegel-Gruppe künftig in flexibleren Strukturen arbeiten und Recherchen, Inhalte und Produkte zentral steuern könne.

Die Spiegel-Gruppe beschäftigte Ende 2017 laut eigenen Angaben rund 1100 Vollzeitbeschäftigte, die sich auf Redaktionen, Dokumentation, redaktionelle Dienste und Verlagsabteilungen verteilen.

Mehr: Eine selbst eingesetzte Untersuchungskommission des „Spiegels“ erkennt in der Relotius-Affäre Fehler im Detail, aber nicht im System. Die finanziellen Folgen des Betrugs sind gering.

  • dpa
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