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Verlage Bernd Buchholz wird Chef bei Gruner + Jahr

Das Duell um den Chefsessel bei Europas größtem Zeitschriftenkonzern Gruner + Jahr ist entschieden. Bernd Buchholz, bislang Gruner-Deutschlandchef, wird Nachfolger des scheidenden Vorstandschefs Bernd Kundrun. Das bestätigten Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder dem Handelsblatt.

DÜSSELDORF. "Buchholz ist die beste Lösung", sagte ein Aufsichtsrat. Der Medienkonzern Bertelsmann, zu dem Gruner + Jahr gehört, wollte die Entscheidung nicht kommentieren. Auch Gruner + Jahr lehnte eine Stellungnahme ab. In Konzernkreisen heißt es aber, dass es im Laufe des Dienstags eine offizielle Bestätigung geben soll.

Bertelsmann-Chef Hartmut Ostrowski musste sich zwischen zwei internen Kandidaten - Deutschlandchef Buchholz und Auslandsvorstand Torsten-Jörn Klein - entscheiden. "Es war am Ende eine knappe Entscheidung zugunsten von Buchholz", sagte ein Gruner-Vorstand. Offenbar haben auch persönliche Gründe eine wichtige Rolle gespielt. "Ostrowski und Buchholz können gut miteinander harmonieren. Sie sind direkt und handfest", berichtet ein Aufsichtsrat.

Der 47-jährige Jurist Buchholz, einst FDP-Landtagsabgeordneter in Schleswig-Holstein, gilt als Unternehmertalent. "Er kämpft stets mit offenem Visier", lobt ihn ein Aufsichtsrat. Buchholz gehört seit fünf Jahren dem Vorstand von Gruner + Jahr an. Er gründete die Zeitschriften "View", "Emotions" und "Dogs". Allerdings musste der selbstbewusste Unternehmer auch Niederlagen wie die Einstellung des Glamour-Magazins "Park Avenue" hinnehmen.

Der Medienkonzern Bertelsmann beendet mit der Entscheidung die schwere Führungskrise bei Gruner. Vorstandschef Bernd Kundrun war in der Weihnachtswoche als Vorstand von Bertelsmann zurückgetreten, nachdem er Interesse an einem Wechsel zum Fernsehkonzern Pro Sieben Sat 1 bestätigt hatte. Den Chefposten bei Gruner hat Kundrun war noch nicht aufgegeben. Doch sein Rückzug wird in den nächsten Tagen erwartet. Kundrun befindet sich noch offiziell in den Ferien.

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