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Verleger Konstantin Neven DuMont fordert Rückzug seines Vaters

Da bahnt sich eine Schlammschlacht an: Im Führungsstreit bei der Mediengruppe M. DuMont Schauberg schlägt Konstantin Neven DuMont gegenüber seinem Vater immer schärfere Töne an.
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Alfred Neven DuMont soll nach Meinung seines Sohnes zurücktreten. Quelle: ap

Alfred Neven DuMont soll nach Meinung seines Sohnes zurücktreten.

(Foto: ap)

HB KÖLN. "Die Übergabe auf die Nachfolgegeneration schiebt mein Vater schon 15 Jahre vor sich her", sagte er in einem Interview der "Bild"-Zeitung. "So geht das nicht weiter. Er soll klar sagen: Ich trete ein Stück weit zurück. Oder er zahlt mich aus und ich gehe!"

Konstantin Neven DuMont wollte sich darüber hinaus auf Anfrage nicht weiter äußern. Vom Verlag war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Der 41-Jährige ist zurzeit beurlaubt. Sein Vater ist der 83-jährige Altverleger Alfred Neven DuMont.

Am Wochenende hatte Konstantin Neven DuMont seinen Anspruch auf die Führung in der Mediengruppe M. DuMont Schauberg (MDS) bereits unterstrichen. In "Bild" sagte er nun: "Ich will eine neue Führungsstruktur erzwingen." Sein Vater habe bisher nicht auf seine Kritik reagiert. "Es wäre schon schön, wenn bis Monatsende etwas kommt. Der Ball liegt jetzt bei meinem Vater."

Weiter sagte er: "Ich will mich nicht in der Öffentlichkeit mit meinem Vater anlegen. Aber der dauerhafte Schwebezustand ist für mich nicht mehr hinnehmbar. Weil es keine klare Linie gibt, werden viele Dinge auf die lange Bank geschoben statt konsequent durchgeführt. So wird Vermögen vernichtet."

Auf die Frage, ob er das schon mit seinem Vater besprochen habe, sagte er: "Es ist unheimlich schwer, ihn zu bekommen. Er ist gesundheitlich angeschlagen. Aber wenn man noch die große Nummer im Haus sein will, muss man sich zu der aktuellen Debatte einlassen." Er wolle jetzt eine Entscheidung: "Wenn ich nicht die Nachfolge meines Vaters antreten darf, soll er mich auszahlen, und ich mache ein eigenes Medienunternehmen auf."

Bei M. DuMont Schauberg erscheinen unter anderem mehrere Kölner Zeitungen sowie die "Frankfurter Rundschau" und die "Berliner Zeitung". Konstantin Neven DuMont ist Mitglied im Aufsichtsrat der Deutschen Presse-Agentur.

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