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Verschärfter Preiskampf Sharp droht Sturz in die Verlustzone

Rückschlag für den Elektronikkonzern Sharp: Aus dem anvisierten Gewinn wird dieses Jahr wohl nichts. Der harte Konkurrenzkampf bei Bildschirmen für Fernseher und Smartphones macht den Japanern das Leben schwer.
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Sharp war ein Pionier bei flachen LCD-Bildschirmen. Quelle: AFP

Sharp war ein Pionier bei flachen LCD-Bildschirmen.

(Foto: AFP)

TokioDer seit Jahren schwächelnde Elektronikkonzern Sharp kommt nicht auf die Beine. Das Ergebnis für das bis 31. März laufende Geschäftsjahr 2014/2015 dürfte unter den Erwartungen liegen, teilte der Konzern am Montag mit. Man sei derzeit dabei, eine Korrektur der Prognose zu prüfen. Die Wirtschaftszeitung „Nikkei“ und andere japanische Medien hatten zuvor berichtet, dass Sharp angesichts des verschärften Preiskampfes bei Bildschirmen für Fernseher und Smartphones wieder in die Verlustzone rutschen dürfte.

Im Oktober hatte der Elektronik-Spezialist noch einen Nettogewinn in Höhe von 30 Milliarden Yen (220 Mio Euro) in Aussicht gestellt. Im vergangenen Geschäftsjahr hatte der Konzern nach Rekordverlusten wieder einen kleinen Gewinn von 5 Milliarden Yen präsentieren können. Das wollte Sharp in diesem Jahr kräftig ausbauen, doch daraus wird wohl nichts. Laut Medien dürfte der Konzern nun von seinen Geldgebern Druck bekommen, seine Geschäftsstrategie zu überarbeiten und die Sparmaßnahmen noch zu verstärken. Sharp hat bereits Tausende Stellen abgebaut und sich den US-Chipspezialisten Qualcomm als Investor ins Boot geholt.

Sharp war ein Pionier bei flachen LCD-Bildschirmen, geriet in den vergangenen Jahren durch die Konkurrenz von Samsung und LG sowie neuer chinesischer Rivalen jedoch massiv unter Druck. Nach hohen Verlusten stand zeitweise sogar der Fortbestand des in Osaka ansässigen Traditionsunternehmens infrage. Zwar verdiente der Konzern mit kleineren und mittelgroßen LCD-Bildschirmen im vergangenen Geschäftsjahr wieder gutes Geld, doch werden die Gewinne durch den zunehmenden Preiskampf schnell wieder aufgefressen.

Die derzeitige Schwäche des Yen zum Dollar verringert zudem laut „Nikkei“ die Margen bei aus dem Ausland importierten Geräten wie Solar-Panele. Außerdem steigen durch die Schwäche des Yen die Materialkosten. Die möglichen Verluste könnten nun weitere drastische Sparmaßnahmen zur Folge haben, um die Geldgeber bei der Stange zu halten. Sharp plant Medienberichten zufolge im Frühjahr die Vorlage eines neuen mittelfristigen Geschäftsplans. Laut der „Nikkei“ hatte die derzeitige Planung eigentlich für das kommende Geschäftsjahr einen Nettogewinn in Höhe von 80 Milliarden Yen zum Ziel gehabt.

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  • dpa
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