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Video-Portal Deshalb können Netflix-Neukunden erst einmal nicht mehr über iTunes zahlen

Netflix testet in 33 Ländern, wie es Zahlungen über Apples iTunes-Plattform umgehen kann. Davon profitiert nur der Streaming-Dienst selbst, nicht der Kunde.
21.08.2018 - 18:00 Uhr Kommentieren
Im zweiten Quartal gewann das Unternehmen weniger Neukunden als geplant. Quelle: Reuters
Netflix

Im zweiten Quartal gewann das Unternehmen weniger Neukunden als geplant.

(Foto: Reuters)

Düsseldorf Netflix liegt auf Platz drei der umsatzstärksten Apps in Apples iTunes-Store. Doch aus diesem Ranking könnte der Video-Streamingdienst bald komplett verschwinden. Denn derzeit testet Netflix, wie Neukunden reagieren, wenn sie auf iOS-Geräten wie iPhones oder iPads ihr Abonnement nicht mehr über iTunes zahlen können, sondern direkt auf die Netflix-Seite weitergeleitet werden. Dort können sie unter anderem mit Kreditkarte oder per PayPal bezahlen, aber eben nicht mehr über iTunes.

Der Test, der bis Ende September laufen soll, startete nach Informationen des Branchenportals TechCrunch bereits im Juni in zunächst zehn Ländern und wurde Anfang August auf 33 Länder ausgeweitet, darunter sind Deutschland, Österreich, Belgien, Frankreich und Großbritannien.

Mit dieser testweisen Änderung geht es Netflix wohl ganz schlicht ums Geld. Hintergrund dürfte sein, dass der Streamingdienst seine direkten Einnahmen durch Abonnements erhöhen will. Denn bei Zahlungen über iTunes streicht Apple eine Gebühr ein: Im ersten Abo-Jahr sind das 30 Prozent und 15 Prozent in den darauffolgenden.

Für den Kunden macht das das Abo nicht teurer, doch bei Netflix kommt dementsprechend weniger vom Erlös an. Entsprechend wird Netflix das Abo auch nicht günstiger anbieten, sondern die eingesparte Service-Gebühr selbst einstreichen.

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    „Wir erneuern und testen ständig neue Anmeldeverfahren auf verschiedenen Plattformen, um besser zu verstehen, was unsere Mitglieder mögen“, sagte ein Kundenbetreuer gegenüber TechCrunch. So soll im Rahmen des Tests auch manchen iOS-Nutzern ausschließlich die Bezahlmöglichkeit über iTunes zur Verfügung stehen. „Basierend auf dem, was wir lernen, arbeiten wir daran, die Netflix-Erfahrung für Mitglieder überall zu verbessern.“

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    Auch wenn Netflix erstmal nur von einem Test spricht, ist nicht auszuschließen, dass künftig gar keine Zahlungen über iTunes mehr möglich sein werden. Denn das betrifft bereits Apples großen Konkurrenten Google: So können seit Mai neue und zurückgekehrte Netflix-Kunden ihre Abo-Rechnung nicht mehr über das Google-Play-Konto auf Android-Geräten begleichen.

    Die Mitgliederzahlen des Videoportals waren im zweiten Quartal weniger stark gewachsen als erwartet: Netflix gewann nur 5,2 Millionen neue Fans hinzu, weniger als die 6,2 Millionen, die das Unternehmen zuvor in Aussicht gestellt hatte. Unter dem Strich stand jedoch wieder ein Reichweitenwachstum von 18 Prozent und ein Umsatzplus von 43 Prozent auf 3,9 Milliarden Dollar.

    Netflix ist nicht das einzige Unternehmen, das iTunes den Rücken kehrt. Auch die Musik-Streaming-App Spotify stellt Zahlungen über Apples Bezahlsystem seit einigen Wochen nicht mehr zur Verfügung.

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