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Vom Kartellamt gestoppt Kabel Deutschland darf Tele Columbus nicht schlucken

Das Bundeskartellamt hat die geplante Übernahme von Tele Columbus durch Kabel Deutschland nicht genehmigt. Die Zugeständnisse des Kabelnetzbetreibers reichten der Behörde nicht. Nun will das Unternehmen alleine wachsen.
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Die Zentrale von Kabel Deutschland in Unterföhring bei München. Der Netzbetreiber hat seine Übernahme abgesagt. Quelle: dpa

Die Zentrale von Kabel Deutschland in Unterföhring bei München. Der Netzbetreiber hat seine Übernahme abgesagt.

(Foto: dpa)

MünchenKabel Deutschland gibt sich bei der geplanten Übernahme des Konkurrenten Tele Columbus dem Widerstand des Bundeskartellamts geschlagen: Die Wettbewerbshüter hätten die Zugeständnisse Kabel Deutschlands im Gegenzug für seinen Übernahmeplan als „nicht ausreichend“ bewertet, teilte Deutschlands größter Kabelnetzbetreiber am Montagabend in München mit. Die von Kabel Deutschland angebotenen Netzverkäufe seien der Kartellbehörde zu gering gewesen, um wettbewerbsrechtliche Bedenken auszuräumen.

Kabel Deutschland hatte die Übernahme von Tele Columbus im Mai vergangenen Jahres angekündigt. Der Kaufpreis sollte sich auf rund 600 Millionen Euro belaufen. Tele Columbus versorgt nach eigenen Angaben 2,1 Millionen Haushalte in Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Niedersachsen und Teilen Nordrhein-Westfalens. Kabel Deutschland ist in insgesamt 13 Bundesländern mit 8,5 Millionen angeschlossenen Haushalten aktiv.

Kabel Deutschland hatte der Bundesnetzagentur angeboten, im Gegenzug für die Übernahme von Tele Columbus Kabelnetze in Berlin, Dresden und Cottbus zu verkaufen. Das Bundeskartellamt hingegen habe von Deutschlands größtem Netzbetreiber gefordert, knapp 60 Prozent der zum Kauf geplanten Netze in Ostdeutschland zu verkaufen, teilte Kabel Deutschland mit. Dies hätte demnach dem Doppelten entsprochen, was Kabel Deutschland an Verkäufen für den Fall des Zustandekommens des Geschäfts zugesagt habe.

Kabel Deutschland erklärte, das Unternehmen sei mit seinen Zugeständnissen an das Bundeskartellamt „an die Grenze des wirtschaftlich Vertretbaren gegangen“. Die Übernahme hätte "große Vorteile" für den Wettbewerb und die Verbraucher gebracht, erklärte Kabel-Deutschland-Chef Adrian von Hammerstein. 900.000 Haushalte in den neuen Bundesländern hätten erstmals mit Höchstgeschwindigkeit-Internet über das Fernsehkabel versorgt werden können. Nun wolle Kabel Deutschland aus eigener Kraft weiter wachsen, erklärte der Konzern.

  • afp
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