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Vor Börsengang General Motors will Facebook-Werbung stoppen

Schlechte Nachrichten für Facebook kurz vor dem Börsengang: General Motors will in Zukunft keine Werbung mehr auf dem sozialen Netzwerk schalten. Die Anzeigen seien nicht profitabel, begründete der Konzern.
Update: 16.05.2012 - 04:27 Uhr 6 Kommentare

Run auf Facebook-Aktien

DetroitNach einem Bericht des „Wall Street Journal“ vom Dienstag plant der Opel-Mutterkonzern General Motors, keine Werbung mehr auf dem sozialen Netzwerk zu schalten. Die Marketing-Verantwortlichen des Autobauers seien zu dem Schluss gekommen, dass die Anzeigen die Kunden kaum erreichten, schrieb die Zeitung. Von General Motors war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Für Facebook käme ein solcher Werbestopp zur denkbar schlechtesten Zeit. Gerade versucht das von Mark Zuckerberg geführte Unternehmen, seine Aktien zu Spitzenpreisen an Investoren zu verkaufen. Erst am Dienstagmorgen hatte Facebook angesichts starker Nachfrage die Anteilsscheine verteuert und will nun in einem ersten Schritt insgesamt bis zu 12,8 Milliarden Dollar einnehmen. Noch ist der Börsengang aber nicht in trockenen Tüchern.

Werbung ist die Haupteinnahmequelle von Facebook, und entsprechend sensibel reagieren Anleger. General Motors wiederum ist einer der größten Werbetreibenden in den Vereinigten Staaten. Insofern könnte ein solcher Schritt möglicherweise Signalwirkung haben. GM überprüfe gerade seine Werbung auf Facebook, sagte Marketingchef Joel Ewanick der Zeitung. Den Werbestopp bestätigte er indes nicht. Unabhängig von klassischen Anzeigen betreibt GM auch eine eigene Facebook-Website. Deren Inhalte seien „effektiv und wichtig“, sagte Ewanick.

Wen Facebook zum Milliardär macht - und wen nicht
Facebook IPO
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Mark Zuckerberg

Der Facebook-Gründer hält derzeit 533,8 Millionen Aktien, wird sich aber von 30 Millionen trennen, um Steuern zu bezahlen. Sein verbliebener Anteil wäre bei 35 Dollar je Aktie rund 17,6 Milliarden Dollar wert. Zudem wird er auch nach dem Börsengang fast 60 Prozent der Stimmrechte kontrollieren.

(Foto: dapd)
Israel's President Shimon Peres is greeted by Joe Shoendorf, of Accel Partners, at a luncheon at the Four Seasons Hotel in East Palo Alto
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Accel Partners

Die Investmentfirma war durch ihren Partner James Breyer unter den ganz frühen Facebook-Geldgebern - und das zahlt sich jetzt aus. 2005 stecke Accel 12,7 Millionen Dollar in das damals noch winzige Online-Netzwerk. Jetzt halten Breyer und Accel knapp 201,34 Millionen Aktien, die bis zu 7,1 Milliarden Dollar wert sein werden. Davon wollen sie 38,2 Millionen Aktien beim Börsengang versilbern - das kann immerhin 1,34 Milliarden Dollar bringen. Hier ist Chef Joe Schoendorf (rechts) mit dem israelischen Präsidenten Shimon Peres zu sehen.

(Foto: Reuters)
Themenpaket Computer & Cyberspace: Facebook-Milliardaer will mit neuem Start-up die Welt veraendern
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Dustin Moskovitz

Dieser junge Mann hatte das Glück, sich das Zimmer im Harvard-Studentenwohnheim mit Mark Zuckerberg zu teilen. Er wurde zu einem Mitstreiter in der Anfangszeit von Facebook. 2008 verließ er das Unternehmen behielt aber seinen Anteil und will sich auch beim Börsengang nicht davon trennen. Die 133,7 Millionen Aktien werden bis zu 4,7 Milliarden Dollar wert sein.

(Foto: dapd)
DLD Conference 2010
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Yuri Milner

Der russische Internet-Investor kam mit seiner Firma DST relativ spät bei Facebook an Bord und musste entsprechend einige hundert Millionen Dollar lockermachen, es wird für ihn trotzdem ein Riesen-Geschäft. Die aktuell 131,3 Millionen Aktien werden bis zu 4,6 Milliarden Dollar wert sein. Der Russe macht beim Börsengang ordentlich Kasse: Über 26,2 Millionen Aktien im Wert von bis zu 920 Millionen Dollar sollen verkauft werden.

(Foto: getty Images)
huGO-BildID: 20686872 Sean Parker, Alexandra Lenas Burda DLD Nightcap 2011 in Davos am 26.01.2011
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Sean Parker

Einst war er an der Musiktauschbörse Napster beteiligt und galt als „Bad Boy“ des Silicon Valley. Doch Parker (rechts) bewies ein ums andere Mal ein Gespür für gute Internet-Geschäftsideen, was ihn zum Milliardär machte. Bei Facebook war er der erste Präsident und half Zuckerberg, aus der Netzwerk-Idee ein Geschäft zu machen. Seine gut 69,6 Millionen Aktien dürften zum Börsengang über 2,4 Milliarden Dollar wert sein. Er behält sie alle.

(Foto: Alexandra Pauli/Hubert Burda Media)
Facebook's Chief Operating Officer Sheryl Sandberg speaks to the media during a news conference at the Facebook office in New York
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Sheryl Sandberg

Die Managerin, die Zuckerberg persönlich bei Google abwarb, gilt als die wichtigste Architektin von Facebooks Milliardenumsätzen. Der Börsengang wird sie zur Milliardärin machen: Zusammen mit bald fällig werdenden Optionen kommt sie auf rund 41,2 Millionen Aktien im Wert von bis zu 1,4 Milliarden Dollar allein zum Ausgabepreis.

(Foto: Reuters)
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Doch wo Gewinner sind, gibt es auch Verlierer: Eduardo Saverin (links, hier mit Schauspieler Jesse Eisenberg, der Zuckerberg im Film "The Social Network" spielte) hatte in der Startphase von Facebook eine bedeutende Rolle gespielt und wurde dann von Zuckerberg und Parker ausgetrickst. Er hatte dagegen geklagt. Wie genau in dem Vergleich stand, ist bis heute nicht gewiss. Ebenso ist nicht klar, ob Zuckerberg und er ihre Freundschaft wiedergefunden haben. Auf jeden Fall steht er seit Januar 2009 als "Mitbegründer" im Impressum Facebooks.

  • dpa
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6 Kommentare zu "Vor Börsengang: General Motors will Facebook-Werbung stoppen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Ist doch logisch - Ferrero-Produkte lassen sich ja auch am Coputer besser konsumieren als GM-Autos.

  • Gerade die Werbung, z.B. für die Formel 1 wird doch oft
    ad absurdum geführt, denn wer liest denn, wer kennt denn
    diese Sticker auf den Boliden und die Sticker an den
    Fahrern, vor allem aber, wer wird dann aufgrund solcher
    Werbungen einen Kaufentscheid treffen, wenn er diese
    Sticker überhaupt lesen kann.

    Dass gerade die Werbung für die Formel 1 rausgeschmissenes
    Geld ist, zeigt doch Porsche.
    Keine Formel 1, keine DM, aber Verkäufe wie noch nie und dies alles ohne hunderte Millionen für Autorennen
    auszugeben und ist BMW noch in der Formel 1, trotz der
    Verkaufserfolge.

    Es ist wohl eine Tatsache, dass solche Werbung nur den
    Werbemanagern und den Protagonisten, wie Haug, zu Gute
    kommen, der ja auch immer erzählt, wie Daimler von der
    Formel 1 profitiert, zu rechtfertigen versucht, warum
    hunderte von Millionen in den Sand gesetzt werden.

    Mich würde mal auch interessieren, wie viele Käufer von
    Daimler einen Wagen wegen der Formel 1 Erfolge kaufen!
    Gibt es hier Zahlen????

  • Tja, und Ferrero sagt, dass Facebook-Werbung erfolgreicher ist als TV-Werbung: http://www.clickz.com/clickz/news/2172548/nutella-facebook-ads-outperformed-tv

    "s gibt eben immer 2 Seiten einer Medaille. Natürlich nur, wenn man recherchieren will.

  • Da hat der Radfahrer völlig Recht! Und dass GM aus diesen total idiotischen Netzwerk aussteigt ist nachvollziehbar. Facebook ist eine Plattform für Hinterbänkler. Seehofer gehört auch dazu!

  • Guten Morgen,

    so mancher Schreiber sollte mal lieber schlafen und dann seine Texte verfassen, da wird einem ja schlecht beim lesen.

  • Satire zum gleichen Thema:
    http://www.social-move.de/2012/05/15/general-motors-versalzt-facebook-die-guacamole-trotzdem-ist-nicht-alles-verloren-11754/

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