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Vorwurf der Vertriebspartner „Bertelsmann hat den Club heruntergewirtschaftet“

Der Streit um die geplante Schließung des Bertelsmann-Buchclubs wird wohl vor Gericht ausgetragen: Die Vertriebspartner werfen dem Konzern Vertragsbruch und bewusstes Missmanagement vor. Bertelsmann hält dagegen.
15.09.2014 - 17:29 Uhr Kommentieren
Bertelsmann streitet sich mit seinen Vertriebspartnern wegen der geplanten Schließung des Buchclubs. Quelle: obs

Bertelsmann streitet sich mit seinen Vertriebspartnern wegen der geplanten Schließung des Buchclubs.

(Foto: obs)

Düsseldorf Der Streit um die Schließung des Bertelsmann-Buchclubs geht in die nächste Runde: Die Geschäftspartner von Bertelsmann, die vor dem Landgericht Düsseldorf gegen die geplante Schließung des Clubs klagen, widersprechen der Darstellung des Konzerns, wonach die Schließung eine Folge der schwächeren Geschäftsentwicklung und beträchtlichen Verlusten sei.

„Der Buchclub wurde von Bertelsmann bewusst heruntergewirtschaftet, um die Ausgleichszahlungen an die Vertriebspartner niedrig zu halten“, sagt Guido Gebhard, Sprecher der Kläger und Vorsitzender des Buchclub-Prüfungsausschusses, gegenüber dem Handelsblatt.

Bertelsmann hatte im Juni angekündigt, das Buchclubgeschäft im deutschsprachigen Raum mit noch rund einer Million Mitgliedern und 52 Filialen zu schließen. Als Grund nannte das Unternehmen dabei die schwächere Geschäftsentwicklung.

Zuletzt waren es 244 Vertriebsunternehmen, die für den Buchclub Mitglieder geworben und dafür einen festen Anteil am Umsatz der von ihnen geworbenen Mitglieder von Bertelsmann erhalten haben. Mit der Schließung des Buchclubs zum 1. Januar 2016 brechen diese Einnahmen – nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) durchschnittlich zwischen 80 bis 100 Euro Umsatz pro Mitglied – weg und bedrohen laut Guido Gebhard die Existenz vieler Vertragspartner. Insgesamt schätzen die Geschäftspartner den Schaden auf einen hohen zweistelligen Millionenbetrag.

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    Da aber fast jedes vierte Mitglied der zuletzt etwa eine Million Club-Mitglieder durch die Vertriebspartner zu Bertelsmann gefunden hat, summierten sich wiederum die Pachtkosten für den Konzern bis zuletzt auf einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag, berichtet die FAZ.

    Gebhard ist Geschäftsführer der Gebhard GmbH in Düsseldorf, die selbst Mitglieder für den Buchclub geworben und die Klage gegen Bertelsmann eingereicht hat. Auch für ihn geht es um eine Menge Geld, da er laut FAZ besonders viele Mitglieder an den Buchclub verpachtet. Die anderen zwei Kläger sind die Buchhändlerinnen Jutta Heyer aus Essen und Karin Kersten aus Uetersen. Die Klage wurde beim Landgericht Düsseldorf eingereicht und soll Bertelsmann diese Woche zugestellt werden.

    „Bertelsmann hat mit dem Clubgeschäft Geld verdient“
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