Web-Shops Der Weihnachtsmann kauft online ein

Marktforscher rechnen beim Einkauf im Internet mit Steigerungsraten von über 17 Prozent. Nicht nur das Ende der Wirtschaftskrise beflügelt den Boom der Web-Shops, sondern auch die rasante Verbreitung von Smartphones, etwa dem iPhone von Apple, die den Online-Einkauf deutlich erleichtern.
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Analoges Einkaufen verliert an Bedeutung Quelle: DAPD

Analoges Einkaufen verliert an Bedeutung

DÜSSELDORF. Noch vor einem Jahr fürchteten Marktforscher und Handelsexperten das Ende des stürmischen Online-Booms. Weil die Zuwächse der Internetshops in den ersten drei Quartalen 2009 nur noch um zwölf Prozent zulegten, statt wie zuvor um mehr als 20, witterten erste Experten den Beginn einer Marktsättigung.

Sie haben sich getäuscht. "In Deutschland werden die Online-Ausgaben im Weihnachtsgeschäft 2010 den Vorjahreswert um 17,3 Prozent oder 1,2 Mrd. Euro übertreffen", ermittelte das britische Centre for Retail Research zusammen mit dem Onlineshop Kelkoo. Behalten die Marktforscher recht, erhält Deutschlands Einzelhandel von jedem Euro Umsatz 13 Cent per Internet - so viel wie nie zuvor.

Ähnlich sieht es der Bundesverband des deutschen Versandhandels (BVH). Er rechnet damit, dass heimische Verbraucher 2010 Waren für 17,8 Mrd. Euro per Mausklick ordern werden - knapp 15 Prozent mehr als im Vorjahr.

Nicht nur das Ende der Wirtschaftskrise beflügelt den Boom der Web-Shops. Nach Angaben des Versandhandelsverbands ist es vor allem die rasante Verbreitung von Smartphones, etwa dem iPhone von Apple, die den Online-Einkauf deutlich erleichtern.

Doch anders als in der Medienindustrie, wo Online-Gratisangebote das traditionelle Geschäft massiv unter Druck setzen, hat sich der Einzelhandel mit dem Internet arrangiert. Laut einer Ebay-Studie, die Geschäftsmodelle von 1 200 Händlern untersuchte, betreibt mehr als die Hälfte der Online-Händler (55 Prozent) gleichzeitig eigene Läden.

Viele von ihnen erweiterten kurzerhand bestehende Einzelhandelsaktivitäten um Online-Angebote. Prominente Beispiele sind Modefilialisten wie Esprit, Hennes & Mauritz oder More and More, die heute neben ihren Shops ein florierendes Internetgeschäft betreiben.

Der Kaffee- und Aktionswarenhändler Tchibo schaffte es vor zwei Jahren sogar auf Platz zwei der größten deutschen Onlineshops. Nur das Internetkaufhaus Amazon konnte die Ladenkette online überflügeln.

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