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Wechsel in Leipzig Karola Wille soll neue MDR-Intendantin werden

Nach dem Betrugsskandal beim MDR in Leipzig soll die bisherige Stellvertreterin den Chefposten erhalten. Lange Jahre war sie Justiziarin. Damit endet ein äußerst unrühmliches Kapital für den Mitteldeutschen Rundfunk.
09.10.2011 Update: 09.10.2011 - 15:15 Uhr 2 Kommentare
Die stellvertretende MDR-Intendantin Karola Wille soll nun den Chefposten in Leipzig übernehmen. Quelle: dpa

Die stellvertretende MDR-Intendantin Karola Wille soll nun den Chefposten in Leipzig übernehmen.

(Foto: dpa)

Leipzig Die bisherige stellvertretende MDR-Intendantin Karola Wille (52) soll neue Chefin des Senders werden. Wie die Nachrichtenagentur dpa aus zuverlässiger Quelle erfuhr, einigte sich der MDR-Verwaltungsrat am Sonntag einstimmig und in geheimer Wahl auf diese Kandidatin. Wille muss aber noch - voraussichtlich am 23. Oktober - vom Rundfunkrat mit Zwei-Drittel-Mehrheit gewählt werden.

Der Verwaltungsratsvorsitzende Gerd Schuchardt erklärte: „Den Gremien des MDR ist Karola Wille als kompetente und engagierte Führungspersönlichkeit bekannt.“ Sie wolle den MDR zukunftsfähig machen und die junge Generation stärker einbeziehen. Dabei setze sie auf Transparenz und Aufklärung der MDR-Affären.

Wille hatte sich bereits im September zusammen mit dem stellvertretenden WDR-Fernsehdirektor Helfried Spitra im Verwaltungsrat vorgestellt. Beide waren aber Hilder unterlegen, der damals allerdings erst im vierten Wahlgang und mit nur fünf von sieben Stimmen im Verwaltungsrat gewählt worden war. Wille ist im Sender sehr beliebt. Kritiker werfen ihr aber vor, dass sie in ihrer Position eine Mitverantwortung für die Skandale beim MDR habe.

So hatte der MDR seinen Unterhaltungschef Udo Foht entlassen, der in undurchsichtige Finanztransaktionen verwickelt gewesen sein soll. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen sechs Beschuldigte wegen Betrugs, Untreue, Bestechung und Bestechlichkeit. Zuvor war ein Millionenbetrug beim ARD/ZDF-Kinderkanal aufgedeckt worden, für den der MDR die Federführung hat.

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    Reiter ist seit 20 Jahren Intendant der Anstalt, die für die Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zuständig ist. Er hatte im Mai überraschend seinen vorzeitigen Rückzug angekündigt.

    Der Verwaltungsrat schlägt den Kandidaten für die Intendantenwahl vor. Außerdem hat er die Aufgabe, die Verwendung der Gebühren zu überprüfen und die Geschäftsführung des Intendanten zu überwachen. Seine Mitglieder werden vom Rundfunkrat mit 43 Mitgliedern gewählt, der sich wiederum aus Angehörigen gesellschaftlich relevanter Gruppen wie Parteien, Verbänden und den Kirchen zusammensetzt.

    Die gebürtige Chemnitzerin Karola Wille trat 1991 die Stelle einer Referentin in der Juristischen Direktion des MDR an. 1993 wurde sie Stellvertreterin des Direktors, seit November 1996 ist sie Juristische Direktorin. Seit 2003 vertritt sie auch den Intendanten Udo Reiter. Karola Wille hat eine Tochter und ist Honorarprofessorin für Medienrecht an der Universität Leipzig.

    • dpa
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    2 Kommentare zu "Wechsel in Leipzig: Karola Wille soll neue MDR-Intendantin werden"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Die beispiellose Gier der öffentlich-rechtlichen Fernsehleute

      Wir sind die Sklaven - sie sind die Herren



      Die Welt hat genug
      für jedermanns Bedürfnisse,
      aber nicht für jedermanns Gier.
      (Mahatma Gandhi)


      Im öffentlich-rechtlichen Rundfunk werden die Gehälter und Gagen der Einfachheit halber am Besten gleich in einer speziellen Währung bemessen: den Bundeskanzlergehältern. Zur Referenz: Das Bundeskanzlergehalt in Deutschland ergibt sich aus § 11 Abs. 1 Bundesministergesetz und besteht aus den Grundbezügen plus Dienstaufwandsentschädigungen von zusammen insgesamt rund 250.000 Euro pro Jahr, also einer viertel Million.

      Jetzt kommen die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Öffentlich-Rechtlichen:

      Harald Schmidt mit einem 36-fachen Bundeskanzlergehalt (umgerechnet in Euro: 9 Millionen pro Jahr) lacht sich wahrscheinlich schlapp über Merkels Brotkrumen. Vielleicht mal Wert, als verächtlichen Witz in seiner Sendung gerissen zu werden...

      Jörg Pilawa hat sich kürzlich eine ganze Insel gekauft. Ihm wurde vor seinem Umzug zum ZDF von der ARD ein Aufschlag von vier Bundeskanzlergehältern geboten, falls er bliebe. Was er wohl ganz offensichtlich ablehnte. Wohl gemerkt: Es ging um einen Aufschlag!

      HEUTE-Moderator Kleber liegt mit seinen 600.000 Euro immerhin noch weit über dem Doppelten Gehalt von deutschen Bundeskanzlern.

      Gottschalk wohnt nicht mehr in Häusern oder Villen, sondern in Schlössern und Palästen (z.B. Schloss Marienfels) . Sein Vermögen wird auf 85 bis 130 Millionen Euro geschätzt . Wie viel Bundeskanzlergehälter er im Jahr bekommt, ist meines Wissens nach nicht öffentlich bekannt.

    • Und...

      was wird uns jetzt erwarten?

      Ein gutes Programm?

      HaHa.... war ein Scherz.

      Das Programm der MDR wird unter aller Kanone bleiben und Gelder fließen weiterhin durch Filz in private Taschen.

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