Wegen Moderator Bill O'Reilly Mercedes macht weniger Werbung bei Fox News

Berichte über den umstrittenen Fox-News-Moderator Bill O'Reilly lassen Werbekunden zurückschrecken. Unter anderem will Mercedes-Benz zunächst keine Werbung mehr im Umfeld der reichweitenstarken US-Sendung schalten.
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Der 67-Jährige ist Gastgeber der täglichen Sendung „The O'Reilly Factor“ beim konservativen US-Nachrichtensender Fox News. Quelle: AP
Bill O'Reilly

Der 67-Jährige ist Gastgeber der täglichen Sendung „The O'Reilly Factor“ beim konservativen US-Nachrichtensender Fox News.

(Foto: AP)

Düsseldorf/New YorkDer US-Nachrichtensender Fox News ist für seine konservativen Positionen bekannt. Einer der Frontmänner für diese politische Ausrichtung ist Moderator Bill O'Reilly. Der 67-Jährige ist Gastgeber von „The O'Reilly Factor“, der täglichen Zusammenfassung und Kommentierung des Nachrichtentags zur Primetime um 20 Uhr. Der Sender ist eines der wenigen Medien, die regelmäßig von US-Präsident Donald Trump für seine Berichterstattung gelobt werden – und die er regelmäßig schaut.

Berichte über Vorwürfe sexueller Belästigung von Mitarbeiterinnen durch O'Reilly hat der Sender durch Zahlung von Millionenbeträgen an fünf Frauen vermeintlich „aus dem Weg geschafft“, wie die „New York Times“ berichtet hatte. Die Frauen verpflichteten sich im Gegenzug zu Stillschweigen über die Anschuldigungen. Doch die werbetreibende Industrie scheint sich nicht mit dieser Art der Konfliktbewältigung anfreunden zu können.

So hat Mercedes-Benz entschieden, keine Werbung mehr in der Sendung zu schalten. Das Unternehmen schrieb in einer Mitteilung: „Angesichts der Bedeutung von Frauen in jedem Bereich unseres Geschäfts halten wir es nicht mehr für ein gutes Umfeld, um unsere Produkte zu bewerben.“ Einer Schätzung zufolge hat Mercedes im vergangenen Jahr 1,9 Millionen Dollar für Werbespots in der Sendung ausgegeben, die täglich durchschnittlich vier Millionen Zuschauer hat.

Fox hatte den fünf Frauen insgesamt 13 Millionen Dollar zugesagt, wenn sie ihre Beschuldigungen nicht öffentlich machen und nicht juristisch gegen O'Reilly vorgehen. Der ehemalige Senderchef Roger Ailes hatte den Konzern im vergangenen Jahr wegen Vorwürfen der sexuellen Belästigung verlassen müssen. Unter anderem hatte Star-Moderatorin Megyn Kelly in ihren Memoiren geschrieben, von Ailes bedrängt worden zu sein.

Das sind die Bestseller von Daimler
Starke Absatzzahlen
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Beim Stuttgarter Autobauer läuft es rund: Dank neuen Bestwerten beim Absatz hat der Autobauer Daimler auch bei Umsatz und Ergebnis noch einmal deutlich zugelegt. 2017 verbuchte Daimler einen Umsatz von 164,3 Milliarden Euro – sieben Prozent mehr als im Jahr zuvor. Lagen die Stuttgarter 2012 noch hinter den Rivalen aus München und Ingolstadt, so ist die Marke Mercedes jetzt mit 2,2 Millionen verkauften Autos 200.000 Einheiten vor BMW und 400.000 Stück vor Audi. Die Bestseller im Überblick.

Kompaktklasse
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2017 war mehr als jedes vierte verkaufte Fahrzeug bei Mercedes-Benz ein Kompaktwagen – insgesamt 620.000 Mal wurde ein Wagen aus dieser Kategorie verkauft. Dazu gehören beispielsweise die A-Klasse (im Bild) und die B-Klasse.

Kompaktklasse
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Wachsen konnte Mercedes Benz im Kompakt-Segment auch, weil die Marke die Modellpalette um Autos wie die Limousine CLA, den CLA Shooting Brake (im Bild) oder den SUV GLA erweitert hat. Die beiden größten Märkte für Kompaktwagen waren Deutschland und China.

Mittelklasse
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Der Bestseller bei Mercedes ist allerdings das Mittelklasse-Modell C-Klasse: Die Limousine und das T-Modell wurden insgesamt 450.000 Mal verkauft. Ein Viertel ging auf die Langversion der C-Klasse Limousine zurück, ein Modell, das ausschließlich in China gebaut und verkauft wird.

Obere Mittelklasse
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Auch die neuen Modelle der Mercedes E-Klasse haben in ihrem ersten Verkaufsjahr Rekorde gebrochen. Nie war die E-Klasse so beliebt wie in den vergangenen zwölf Monaten – 350.000 Mal wurden die Limousine und das T-Modell verkauft. Daimler schaffte es, mit den neuen Modellen eine Absatzsteigerung von 40 Prozent zu erzielen. Größter Abnehmer der Limousine ist China, dort wurden die Verkäufe sogar verdoppelt.

SUV
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Stärkste Produktkategorie ist bei Daimler – wie auch im Vorjahr – das Segment SUVs: Die Beliebtheit der Geländewagen stieg weiter stark an. 850.000 SUVs konnte der Konzern absetzen. Mit 14 Prozent Absatzwachstum trugen die SUVs maßgeblich zum Verkaufserfolg der Marke bei.

SUVs
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Getrieben wurde das Wachstum in dem Segment vor allem durch starke Verkäufe der Kompakt-SUVs. Bestseller waren die Modell GLC (im Bild) und GLA, die auf den Plattformen der C-Klasse und der A-Klasse basieren.

Laut „New York Times“ hat auch Hyundai beschlossen, keine Anzeigen mehr in der Sendung zu schalten. In der vergangenen Woche hatte der Fox-News-Mutterkonzern 21st Century Fox mitgeteilt, dass das Unternehmen „alle Belange des Verhaltens am Arbeitsplatz sehr ernst nimmt“. Man habe die Vorwürfe mit Bill O'Reilly besprochen – allerdings sei keine Anschuldigung zuvor über eine bestehende anonyme Hotline dem Unternehmen mitgeteilt worden.

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5 Kommentare zu "Wegen Moderator Bill O'Reilly: Mercedes macht weniger Werbung bei Fox News"

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  • Nicht im weitesten Sinne hat Presse , etwas mit erpressen zu tun !

  • Ich kann die Kommentare nicht nachvollziehen. Jedes Unternehmen entscheidet doch selbst, wo und in welchem Umfeld es Werbung schaltet. Insofern maße ich mir da kein Urteil an.
    Interessanter ist doch, was im Hintergrund unter dem Thema "Lobbyarbeit" gegenüber der Politik läuft. Dass sollte mal öffentlicher werden. Da wird man warscheinlich die unbeteiligten Unternehmen an einer Hand abzählen können, und das weltweit.

  • In Wirklichkeit wird es so sein, daß daß diese Damen den Mister O' Reilly erpreßt haben.

    Daimler sollte so etwas nicht unterstützen. Mit Verbrechern zu paktieren zahlt sich auf Dauer nicht aus.

    Donald Trump sollte im Gegenzug Mercedes mit einer Extra-Abgabe belegen, zur Förderung der freien Presse.

  • Faszinierend ist das sich das Unternehmen Daimler Benz einer ökosozialistischen Ideologie verschrieben hat, die Nähe zu den Grünen in D sucht und in den USA gleichfalls aktiv linke Positionen vertritt.

    Das ist wie wenn ein Schaf einem Wolf zu gefallen sucht. Gut dass ich meine DB Aktien verkauft habe.

  • Das ist eine ziemlich üble Art der Zensur. Medien die nicht die ideologisch korrekten Positionen vertreten werden von ihren Finanzquellen getrennt und damit diszipliniert.
    In Deutschland werden harschere Methoden angewandt. Beispielsweise werden Unternehmen die in inkorrekten Medien werben angeprangert und diskriminiert.

    Ich bin mir nicht sicher, meine jedoch ähnliche Aktivitäten in Deutschland im Sinne sogenannter "Erneuerbarer Energien" zwischen 2006 und 2011 beobachtet zu haben. Die PR Töpfe der Sonnenkönige waren seinerzeit reichlich gefüllt da staatliche Subventionen und eine "positive Öffentlichkeit" Existenzgrundlage für "Erneuerbare Energien" waren/sind. Medien die Jubelartikel zu wertlosen, umweltschädlichen Ökoenergien veröffentlichten erhielten reichlich Anzeigen, kritischere Medien weniger bis diese sich anpassten.


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