Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Weniger Umsatz Samsung macht Nachfragerückgang bei Smartphones und Chips zu schaffen

Marktführer Samsung hat ein schwaches Quartal hinter sich. Umsatz um Gewinn im vierten Quartal brachen ein. Die Anleger bleiben dennoch gelassen.
Update: 31.01.2019 - 08:36 Uhr Kommentieren
Samsung macht Nachfragerückgang bei Smartphones zu schaffen Quelle: Reuters
Samsungs Galaxy-Modelle

Der südkoreanische Smartphone-hersteller verlor im vergangenen Quartal deutlich an Umsatz.

(Foto: Reuters)

SeoulDas Geschäftsjahr endet für den südkoreanische Apple-Rivale Samsung mit einem Rekordergebnis, doch die Freude der Koreaner darüber dürfte deutlich getrübt sein. Zwar konnte der Konzern dank des Speicherchipbooms seinen Fabelrekord von 2017 noch einmal übertreffen. Der Umsatz stieg um 1,7 Prozent auf 244 Billionen Won (191 Milliarden Euro), der operative Gewinn um 9,7 Prozent auf 58,9 Billionen Won (46 Milliarden Euro).

Doch im vierten Quartal sank der Absatz um etwa zehn Prozent. Der Betriebsgewinn brach im Vergleich zum Vorjahr sogar um 30 Prozent auf 10,8 Billionen Won (8,4 Milliarden Euro) ein. 

Der Boom der Speicherchips endet. Das belastet Samsung. Seitdem vor wenigen Jahren Smartphones und Datenzentren die Nachfrage und damit die Preise der Datenspeicher explodieren ließen, schossen auch die Gewinne von Samsungs Chipsparte auf historische Höhen. 

In den vergangenen Quartalen machte Samsungs mit der Chipsparte mehr Umsatz als mit Smartphones, dem ehemaligen Gewinnmotor. Die kleinen Chips machten zeitweise bis zu 75 Prozent des Konzerngewinns aus. Doch im letzten Quartal 2018 senkte stagnierende Nachfrage nach Smartphones die Nachfrage nach Speicherchips, erhöhte damit das Überangebot und drückte die Preise und Samsungs Gewinnmargen.

Im letzten Quartal sank Samsungs Gewinnmarge damit von 23,5 Prozent im letzten Quartal 2017 auf 18,2 Prozent. Im internationalen Vergleich ist das immer noch ein guter Wert. Aber die Anleger werden sich wohl daran gewöhnen müssen, dass die Zeit der Traummargen vorbei ist. Samsungs erklärte, dass der Konzern die Fabelrekorde der vergangenen zwei Jahre dieses Jahr wohl nicht übertreffen werde.

Im laufenden Quartal dürfte die Nachfrage schwach bleiben, meint Samsung. Außerdem erwartet der Konzern, dass auch die Profitabilität des Displaygeschäfts sinken wird. 

Doch als breit aufgestellter Mischkonzern kann Samsung immer wieder Schwächen einzelner Sparten in anderen Segmenten wenigstens teilweise ausgleichen. Derzeit profitiert ausgerechnet ein Bereich, der lange gelitten hat: wegen der hohen Nachfrage nach hochpreisigen 4K-TVs konnte Samsung mit Unterhaltungselektronik mehr verdienen als noch ein Jahr zuvor. 

Hoffnung gibt darüber hinaus die Mobilfunksparte, bei der die Koreaner noch im Weihnachtsquartal unter erlahmender Nachfrage und Preiskampf gelitten hatten. Erstens erwartet Samsung, dass der Konzern mit neuen Modellen seiner hochpreisigen Galaxy-Klasse im ersten Quartal mehr Umsatz und Gewinne erzielen kann. 

Zweitens setzt der Konzern auf das Geschäft mit Sendetechnik für den neuen 5G-Standard. Der Konzern hofft, dass er am Ende von den wachsenden westlichen Attacken auf den chinesischen Konkurrenten Huawei profitieren kann. Die Koreaner haben sich dafür sogar mit dem japanischen Rivalen NEC verbündet, um wenigstens außerhalb Chinas in wichtigen Märkten zu expandieren. 

Realistische Erwartungen

Zudem kommt Samsung zugute, dass der Fall der Gewinne von luftigen Höhen auf irdischere Werte die Anleger nicht überrascht. Seitdem Samsung zu Jahresbeginn seine etwas düsteren Gewinne angekündigt hat, ist der Aktienkurs bis Donnerstag sogar um 23 Prozent auf 46.150 Won gestiegen. Denn die Anleger erwarten keinen bodenlosen Fall von Samsungs Erträgen. 

Samsung beruhigt die Anleger daher. So sagt der Konzern voraus, dass der jahrelange Superzyklus von Speicherchips sich nur vorübergehend abschwächt und nicht vollständig endet. Ende 2019 soll sich der globale Speicherchipmarkt erholen – dank wachsender Nachfrage nach hochwertigen Chips für Anwendungen künstlicher Intelligenz und immer smartere Autos . 

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Startseite

Mehr zu: Weniger Umsatz - Samsung macht Nachfragerückgang bei Smartphones und Chips zu schaffen

0 Kommentare zu "Weniger Umsatz: Samsung macht Nachfragerückgang bei Smartphones und Chips zu schaffen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.