Wirecard im Aufwind Deutsche Zahlungsfirma will Gewinn um ein Drittel steigern

Vodafone, Lidl, Sportscheck: Die Kundenliste des bayerischen Zahlungsabwicklers Wirecard ist lang. Das Unternehmen profitiert von einem Trend: Immer mehr Kunden zahlen online. Abwickler jubeln über sprudelnde Gewinne.
Für 2016 fasst Firmenchef Markus Braun ein operatives Wachstum von 22 bis 23 Prozent als Ziel. Quelle: obs
Nachhaltiges Wachstum

Für 2016 fasst Firmenchef Markus Braun ein operatives Wachstum von 22 bis 23 Prozent als Ziel.

(Foto: obs)

MünchenDer Trend zum Online-Einkauf hat dem Zahlungsabwickler Wirecard im vergangenen Jahr sprudelnde Gewinne beschert. „Das vierte Quartal ist sehr gut gelaufen“, sagte Vorstandschef Markus Braun am Dienstag zu Reuters auf der Digitalbranchen-Konferenz DLD in München. Für das Gesamtjahr hatte Braun einen Anstieg des Betriebsgewinns (Ebitda) um bis zu 34 Prozent auf 223 bis 232 Millionen Euro in Aussicht gestellt. „Wir stehen voll zu dieser Einschätzung“, sagte der Konzernchef nun. Vorläufige Zahlen teilt Wirecard Ende Januar mit.

Im laufenden Jahr könne der Gewinn noch etwas stärker steigen als bisher in Aussicht gestellt, deutete Braun an. Als Ziel hatte er für 2016 einen Betriebsgewinn von 280 bis 300 Millionen Euro ausgegeben. „Das ist eine konservative Prognose. Da steckt ein operatives Wachstum von 22 bis 23 Prozent drin.“ Das im TecDax gelistete Unternehmen aus Ascheim bei München wickelt für Händler, Verkehrsanbieter und Telekom-Firmen weltweit bei Online-Käufen die Zahlungen ab.

Diese deutschen Technologie-Marken sind zukunftssicher
Made in Germany
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Das Image der deutschen Ingenieure hat durch den Dieselskandal gelitten. Doch etliche Technologie-Marken genießen weiterhin einen exzellenten Ruf - und gelten als besonders zukunftsfähig. Das zeigt die Studie „Made in Germany 4.0“ der Markenberatung Brandtrust. Die Berater haben dafür rund 70 Top-Manager, sowie 3.300 Kunden und Einkäufer befragt.

Kriterien
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Bewertet wurden 33 deutsche Marken nach zehn Kriterien: Der Fähigkeit, höhere Preise durchzusetzen, der Adaptionsfähigkeit. der Anfälligkeit für Trends. der gesellschaftlichen Relevanz. der Unverzichtbarkeit für die Kunden, dem Markenerlebnis, der Fähigkeit, die Kunden zu Markenbotschaftern zu machen, dem Stolz der Mitarbeiter, der Fähigkeit, den Absatz kontinuierlich auszubauen - und der Bekanntheit. Die Überraschung: deutsche Premiumautobauer wie Audi, BMW, Porsche und Mercedes landen dabei nur im Mittelfeld. "Deutsche Automobilhersteller sind zu langsam darin, die etablierten Marken mit neuen Geschäftsmodellen aufzuladen", erklärt Studienautor Jürgen Gietl.

Platz 10 - Festo - 66,4 Punkte
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Den Auftakt in die besten Zehn macht der schwäbische Automatisierungstechniker Festo. Weltweit hat das Unternehmen 17.800 Mitarbeiter und verfügt offenbar über ein großes Vertrauen bei Topmanagern, Einkäufern und Kunden. Nicht nur das "Bionic Kangaroo", das Festo auf der Hannover Messe 2014 präsentierte, dürfte damit in den kommenden Jahren große Sprünge machen.

Platz 9 - Siemens - 67,7 Punkte
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Der bestplatzierte Dax-Konzern im Ranking kommt aus München. Etwas überraschend, da Siemens turbulente Jahre hinter sich hat. Doch bei den Geschäftskunden schneidet Siemens weiterhin gut ab. "Siemens hat als erstes Technologieunternehmen überhaupt seine Marke systematisch entwickelt. Eine über so viele Jahre so stark aufgebaute Marke machen ein paar Managerverfehlungen so schnell nicht kaputt", erklärt Studienautor Gietl.

Platz 8 - B.Braun - 68,4 Punkte
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Der Medizintechnikherstellers B. Braun aus Melsungen scheint für seine Kunden unverzichtbar und erreicht hier Spitzenwerte. Dass die Hessen ihre Premiumpreise auch bei hohem Volumen durchsetzen können, spricht nach Ansicht der Studienautoren für ein zukunftssicheres Geschäft.

Platz 7 - Bosch - 68,5 Punkte
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Wenn Bosch einen neuen Forschungscampus eröffnet, dann kommt auch Bundeskanzlerin Angela Merkel zu Besuch. Die Schwaben scheinen nach Ansicht der Brandtrust-Studie offenbar gut vorbereitet auf die Zukunft - vor allem weil der Zulieferer in etlichen Hochtechnologiebereichen führend ist.

Platz 6 - Kuka - 69 Punkte
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Roboter von Kuka sind nicht nur für Volkswagen nahezu unverzichtbar. Die Augsburger sind in etlichen Technologiesparten vertreten und gelten nach Ansicht der befragten Kunden und Einkäufer darum als besonders zukunftsfähige Marke.

In die Hände spielt Wirecard, dass immer mehr Händler und Dienstleister den Verbrauchern Bezahlmöglichkeiten nicht nur auf Internetseiten, sondern auch mit dem Smartphone anbieten. „Das Thema kommt zunehmend in den Köpfen der traditionellen Industrien an“, sagte Braun. Neben Technologieriesen wie den Mobilfunkanbieter Vodafone oder den chinesischen Onlinekonzern Alibaba bedient Wirecard auch traditionelle Einzelhändler wie Lidl oder Sportscheck. Am Dienstag gab Wirecard einen Auftrag der Österreichischen Bundesbahnen bekannt.

In den kommenden Jahren rechnet Braun international mit beschleunigtem Marktwachstum: „Was in den nächsten fünf bis bis zehn Jahren passiert, wird das Wachstum der letzten fünf bis zehn Jahre in den Schatten stellen.“

  • rtr
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