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Wissensmagazin Gruner + Jahr kann Lizenz für „National Geographic“ nicht verlängern

Der Verlag besitzt seit 20 Jahren die deutsche Lizenz für das Wissensmagazin. Doch nach Bedenken durch das Kartellamt wird sich das bald ändern.
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Gruner + Jahr kann Lizenz für „National Geographic“ nicht verlängern Quelle: obs/Accor Hotellerie Deutschland GmbH
„National Geographic“

Die Zukunft der seit 1999 von G+J monatlich herausgebrachten, deutschsprachigen Ausgabe ist offen.

(Foto: obs/Accor Hotellerie Deutschland GmbH)

Hamburg/Bonn Wegen seiner Dominanz im Markt für Wissensmagazine kann der Hamburger Verlag Gruner + Jahr seine Lizenz für die deutschsprachige „National Geographic“-Ausgabe nicht verlängern. Er habe seinen Antrag auf Lizenzverlängerung zurückgezogen, nachdem das Kartellamt Bedenken wegen der dominanten Marktposition angemeldet hat, teilte der Verlag am Montag in Hamburg mit. Die langjährige Lizenz läuft zum Jahresende aus.

„Auf Grund des laufenden Lizenzvergabeprozesses kann sich G+J derzeit über den Stand der Vergabe der Lizenz ab 2020 nicht öffentlich äußern“, hieß es weiter. Damit ist die Zukunft der seit 1999 von G+J monatlich herausgebrachten, deutschsprachigen Ausgabe offen. Zuletzt wurden von ihr 115.466 Exemplare (IVW, 4/2018) verkauft. Der Verlag baut derzeit seine anderen beiden Wissens-Marken „Geo“ und „P.M.“ aus.

Nach Angaben des Bundeskartellamtes hat der Verlag seinen Antrag Ende Januar zurückgezogen. „Nach unserer vorläufigen Einschätzung hätte der erneute Kauf der Lizenz durch Gruner + Jahr den Wettbewerb bei Wissensmagazinen erheblich beeinträchtigt“, berichtete der Präsident des Amtes, Andreas Mundt.

„National Geographic“ und die ebenfalls vom Verlag herausgegebene „GEO“ seien auf diesem Markt in Deutschland führend und die beiden engsten Wettbewerber. Die marktbeherrschende Position bei den Printveröffentlichungen werde nicht durch konkurrierende Internet- oder TV-Angebote kontrolliert.

  • dpa
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