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Withings Nokia will Gesundheitsgeschäft an Mitgründer zurückverkaufen

Nokia trennt sich von seiner verlustreichen Gesundheitssparte, die an den Mitgründer zurückverkauft werden soll. Doch der Deal kann noch scheitern.
02.05.2018 - 16:55 Uhr Kommentieren
Der Konzern hatte Withings 2016 für 170 Millionen Euro gekauft. Quelle: dpa
Nokia

Der Konzern hatte Withings 2016 für 170 Millionen Euro gekauft.

(Foto: dpa)

Espoo Der Ausflug von Nokia ins Geschäft mit vernetzten Waagen, Blutdruckmessern und Armbanduhren wird verlustreich und kurz. Der Netzwerkausrüster will die Gesundheitssparte, die auf Basis des Start-ups Withings aufgebaut wurde, an einen Mitgründer der französischen Firma zurückverkaufen.

Wie viel der Unternehmer Eric Carreel bezahlen soll, wurde am Mittwoch nicht mitgeteilt. Der Deal ist noch nicht in trockenen Tüchern: Unter anderem müssen Beratungen mit dem französischen Nokia-Betriebsrat abgeschlossen werden.

Nokia hatte Withings 2016 für 170 Millionen Euro gekauft. Mitgründer und Chef Cedric Huthings wurde an die Spitze der neu geschaffenen Gesundheitssparte gesetzt, der Name Withings musste der Marke Nokia weichen. Das Geschäft kam aber nicht so recht in Gang. Nokia veröffentlicht zwar keine genauen Zahlen zu der Sparte, aber die Bereiche Gesundheit und digitale Medien zusammen kamen im vergangenen Jahr nur auf einen Umsatz von 52 Millionen Euro. Dabei seien die Erlöse im Gesundheitsgeschäft im wichtigen Weihnachtsquartal im Jahresvergleich gesunken, hieß es.

Nokia schrieb bereits im vergangenen Jahr 141 Millionen Euro auf den Kaufpreis ab. Im Februar hieß es dann, für den Bereich sei eine „Überprüfung strategischer Optionen“ eingeleitet worden, was allem vom Verkauf bis zur Schließung bedeuten kann. Unter den Kaufinteressenten sollen Medienberichten zufolge auch Samsung und die zu Google gehörende Smart-Home-Firma Nest gewesen sein.

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    Nokia hatte sich nach dem Verkauf der Handy-Sparte an Microsoft auf Technik für Mobilfunk-Netze als Kerngeschäft konzentriert. Der Digital-Kartendienst Here wurde an deutsche Autobauer abgegeben, um Geld für die Übernahme des Konkurrenten Alcatel-Lucent zu heben. Inzwischen gibt es auch wieder Smartphones unter der Marke Nokia – sie werden aber von der Firma HMD gebaut, die eine Lizenz auf die Namensrechte bekam. Mit den Gesundheitsgadgets wollte Nokia ein weiteres Standbein neben dem hart umkämpften Netzwerk-Geschäft aufbauen.

    • dpa
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