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Xbox One X Microsoft heizt dem Konkurrenten ein

Microsofts neue Spielekonsole fordert Marktchampion Sony heraus: Die Xbox One X wartet mit brachialer Leistung und überzeugender Bildqualität auf. Doch der Preis lässt Zweifel an der Strategie des Konzerns aufkommen.
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So gut ist die neue Xbox One X wirklich

San Francisco Microsoft heizt den Kampf der Spielekonsolen noch einmal heftig an, das zeigte der Konzern aus Redmond in Los Angeles am Sonntag seinem Herausforderer Sony für das Weihnachtsgeschäft 2017. Ab dem 7. November soll die Spielekonsole Xbox One X, Projektname „Scorpio“, mit einer Bildschirmauflösung von „4K“, das sind 4096 horizontale und 2160 vertikale Bildpunkte, für 499 Euro in Deutschland erhältlich sein. Zum Vergleich: Standard-Flachfernseher haben heute 1920 x 1080 Bildpunkte.

Der Preis ist derselbe, der für die Ur-Xbox Anfang des Jahrtausends verlangt wurde. Dafür gibt es gewaltig mehr Rechenpower. Es sind allerdings 100 Dollar mehr als der Konkurrent Sony für seine aktuelle PS4 Pro aufruft. Das setzt ein großes Fragezeichen hinter die Strategie von Phil Spencer, dem Chef der Spiele-Sparte bei Microsoft. Der hohe Preis wurde in der Vergangenheit als der wichtigste Grund für das Scheitern der ersten Generation gegen den Marktführer Sony genannt.

Die im Galen-Stadion vor Tausenden begeisterten Fans gezeigten Spiele waren grafisch beeindruckend. Aber nur die wenigsten waren völlig exklusiv für Microsoft. Viele sind es nur über einen gewissen Zeitraum, bevor sie auch für Sonys Konsole erscheinen werden.

Schmerzlich vermisst wurde eine Ankündigung zu Microsofts Kultspiel „Halo“ für die neue Konsole. Das Auto-Rennspiel Forza 7 ist momentan das stärkste Zugpferd der neuen Konsole. Alte Spiele der Vorgängerserien sollen lauffähig sein und sogar besser aussehen als im Original. Doch die Frage bleibt: Wer kauft neue Hardware für 500 Euro?

Gaming ist für Microsoft längst kein Spiel mehr. Es ist Teil der „More Personal Computing“-Sparte und sorgte im Quartal zum 31. März 2017 für 1,9 Milliarden Dollar Umsatz, vier Prozent mehr als im Jahr zuvor. Spencer steht unter hohem Erfolgsdruck.

Hassobjekt, Marktbeherrscher, Nachahmer
Gründertruppe
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Die Belegschaft von Microsoft im Jahr 1978 mit den beiden Microsoft-Gründern Bill Gates (erste Reihe, links) und Paul Allen (erste Reihe, rechts). Gegründet wurde die Firma am 4. April 1975 in Albuquerque, New Mexico. (Foto: Microsoft/dpa)

Gründer Bill Gates (r.) und Paul Allen
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Im Jahr 1981 posieren Bill Gates (rechts) und Paul Allen.

Bill Gates hat sich mittlerweile auf eine Beraterrolle im Unternehmen zurückgezogen und ist als Philanthrop tätig. Paul Allen hat ebenfalls Milliarden mit Microsoft gemacht, spendet einen Teil seines Vermögens. Er investiert aber auch etwa in Sport-Mannschaften. Ihm gehören die Seattle Seahawks (American Football) und die Portland Trail Blazers (Basketball).

(Foto: Picture Alliance / dpa)
MS DOS
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Die Basis für den Firmenerfolg legten Allen und Gates mit dem Betriebssystem MS-DOS, das Computern Leben einhauchte. Die grafiklose Bedienoberfläche war lange ein Weg, um auch das spätere Betriebssystem Windows aus dem Hause Microsoft zu konfigurieren. In Abwandlungen hat die grafiklose Bedienoberfläche bis heute überlebt.

(Foto: Imago)
Windows 1.0
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Die Packung der ersten Version des Betriebssystems Microsoft Windows. Das damals als Erweiterung zu MS-DOS veröffentlichte Programm kam erstmals 1985 auf den Markt. In den Folgejahren sollte Windows das Fundament für ein Milliardenimperium werden. Es war allerdings nicht das erste Betriebssystem mit grafischer Benutzeroberfläche – IBM und Apple hatten bereits vorher die Idee umgesetzt. (Foto: Szilveszter Farkas)

(Foto: Creative Commons CC BY-SA 2.0)
Der junge Bill Gates
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Ein undatiertes Foto zeigt den jungen Bill Gates in seinem Arbeitszimmer. Zum Start von Windows 1.0 gab es weltweit lediglich sechs Millionen Personal Computer. Erst rund fünf Jahre später, im Jahr 1990, gelang dem Software-Entwickler aus Redmond ein durchschlagender Erfolg mit Windows 3.0.

(Foto: Picture Alliance / dpa)
Windows 95
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Bill Gates bei der Präsentation der Version 95 des Betriebssystems im Jahr 1995. Vor allem die dafür entwickelten Büroprogramme wie Word, Excel und Powerpoint helfen Microsoft, den Marktanteil Mitte und Ende der 90er-Jahre auf über 90 Prozent auszubauen.

(Foto: Picture Alliance / dpa)
Apple versus Microsoft
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1998 präsentiert der mittlerweile verstorbene Apple-Chef Steve Jobs „Microsoft Office Macintosh Edition“. Damals hauchte die Microsoft-Software dem darbenden Konkurrenten Apple Leben ein. Doch mittlerweile stellt Apple den Rivalen aus Seattle in vielen Belangen in den Schatten.

(Foto: Imago)

Während Microsoft-Chef Satya Nadella bislang eisenhart hinter der Sparte steht, fordern Wertpapieranalysten den Verkauf der Aktivitäten in der digitalen Unterhaltungsindustrie und eine Fokussierung auf das lukrative Unternehmensgeschäft.

Doch Nadella reizt vor allem die kräftig steigende Zahl von Abonnenten des Dienstes Xbox Live, zuletzt um 13 Prozent auf 56 Millionen. Das ist Microsofts Tor in den Vertrieb auch von Filmen und Musik. Erst 2014 wurde zudem der Klötzchen-Hit „Minecraft“ für 2,5 Milliarden Dollar gekauft. Er wird laut Microsoft bald auf allen Spieleplattformen, PC und Mobile, verfügbar sein – ausgenommen ist nur Sony.

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