Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Zu teure Festnetztarife EU-Kommission droht Bundesnetzagentur

Die Bundesnetzagentur will zu hohe Tarife für das Telefonieren im Festnetz zwischen unterschiedlichen Betreibern genehmigen - das meint die EU-Kommission. Nun droht sie den deutschen Aufsehern mit rechtlichen Schritten.
08.08.2013 - 18:25 Uhr Kommentieren
Die Tarife bei Anrufen zwischen verschiedenen Netzbetreibern sollen in Deutschland drei Mal so hoch wie in anderen EU-Ländern sein. Quelle: dpa

Die Tarife bei Anrufen zwischen verschiedenen Netzbetreibern sollen in Deutschland drei Mal so hoch wie in anderen EU-Ländern sein.

(Foto: dpa)

Brüssel Die EU-Kommission will im deutschen Telefon-Festnetz niedrigere Gebühren erzwingen. Die Behörde drohte der Bundesnetzagentur in einer Mitteilung vom Donnerstag in Brüssel mit „geeigneten rechtlichen Schritten“, falls diese wie bisher beabsichtigt bestimmte „Zustellungsentgelte“ genehmigt. Diese Tarife, die sich die verschiedenen Netzbetreiber gegenseitig für Anrufe von einem Netz ins andere berechnen dürfen, seien - falls es nach dem Willen der Bundesnetzagentur gehe - drei Mal so hoch wie in anderen EU-Ländern.

Die Kommission hatte bereits im April Bedenken gegen die Genehmigungsabsicht der Bundesnetzagentur erhoben und deren Vorschlag gestoppt. Die Agentur habe es auch während des dreimonatigen Prüfverfahrens bisher versäumt, ihren Vorschlag hinreichend zu begründen, teilte die Kommission mit. Der Vorschlag der Bundesnetzagentur sehe „Zustellungsentgelte“ zwischen 0,0025 Euro und 0,0036 Euro pro Minute vor. Betreiber in Ländern, die sich an den Empfehlungen der Kommission orientierten, zahlten durchschnittlich nur 0,001 Euro pro Minute.

Die Bundesnetzagentur habe sich bewusst für eine andere Berechnungsmethode entschieden. Nach Ansicht der Kommission würden damit „Hindernisse im Binnenmarkt“ geschaffen. Der Preisunterschied gehe auf Kosten der Betreiber und möglicherweise der Verbraucher in den Mitgliedstaaten, von denen aus Anrufe getätigt werden. Die EU-Staaten seien verpflichtet, „den Wettbewerb zu fördern, die Interessen der Verbraucher in der EU zu schützen und den Binnenmarkt voranzubringen“, erklärte die zuständige EU-Kommissarin Neelie Kroes. „Ein Konzept zur Festlegung von Anrufzustellungsgentgelten, das diesen Grundsätzen und Zielen entgegensteht, kann ich nicht gutheißen.“

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen
    • dpa
    Startseite
    Mehr zu: Zu teure Festnetztarife - EU-Kommission droht Bundesnetzagentur
    0 Kommentare zu "Zu teure Festnetztarife: EU-Kommission droht Bundesnetzagentur"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Serviceangebote
    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%