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Zuckerberg spendet 45 Milliarden Das höchste Marketing-Budget der Welt

Seite 2 von 2:
Zuckerberg behält die Kontrolle
Mark Zuckerberg steigt in die Top-Ten auf
Ellison
1 von 10

Platz 10: Larry Ellison

Mit Oracle gelang ihm der Durchbruch. Doch die Anfänge waren schwierig. 1977 gegründet dauerte es zwei Jahre, bis die ersten Erfolge gelangen. Danach folgte ein Auf und Ab, was sich auch in Ellisons Vermögen niedergeschlagen hatte. Während des Internet-Booms im Jahre 2000 betrug es satte 58 Milliarden Dollar. Ein Jahr später verlor Ellison mehr als die Hälfte davon. Seit 2009 stieg es kontinuierlich. Doch im laufenden Jahr schmilzt Ellisons Vermögen wieder.

Vermögen: 39,7 Milliarden Dollar*
Veränderung (seit Jahresanfang): - 9,1 Milliarden Dollar

*Quelle: Bloomberg

(Foto: AFP)
Platz 9: Ingvar Kamprad
2 von 10

Platz 9: Ingvar Kamprad

In fast jedem Haushalt findet man Ikea-Möbel. Gegründet wurde das Möbel-Imperium vom Schweden Ingvar Kamprad. Doch so hipp und modern sich Ikea gibt – das Unternehmen hat eine dunkle Geschichte. Vor drei Jahren wurde bekannt, dass Ikea in der DDR Möbel von Zwangsarbeitern bauen ließ. Ethisch bedenklich, doch scheinbar ziemlich profitabel. Kamprad gehört zu den reichsten Menschen der Welt. Allerdings musste auch der Schwede wie viele andere Milliardäre Vermögenseinbußen hinnehmen.

Vermögen: 40,6 Milliarden Dollar
Veränderung: - 4,4 Milliarden Dollar

(Foto: dpa)
Platz 8: Mark Zuckerberg
3 von 10

Der Facebook-Gründer hat es zum ersten Mal in die Top-Ten der reichsten Milliardäre der Welt geschafft. Seit dem Börsengang des sozialen Netzwerks hat Zuckerberg sein Vermögen kontinuierlich deutlich steigern können. Seit Jahresanfang konnte er sein Vermögen um 6,8 Milliarden Dollar steigern.

Vermögen: 41,3 Milliarden Dollar
Veränderung: + 6,8 Milliarden Dollar

(Foto: Reuters)
Platz 7: Jeff Bezos
4 von 10

Der charismatische Amazon-Gründer Jeff Bezos hat in den Top-Ten der reichsten Menschen der Welt den größten Sprung hingelegt. Bezos konnte sein Vermögen um über 20 Milliarden Dollar steigern.

Vermögen: 49,1 Milliarden Dollar
Veränderung: + 20,5 Milliarden Dollar

(Foto: AFP)
Platz 6: David Koch
5 von 10

Platz 6: David Koch

Reich geworden ist David Koch durch die Firma seines Vaters Fred Koch. Koch Industries beschäftigt weltweit 100.000 Mitarbeiter und setzt jährlich etwa 100 Milliarden Dollar um. David Koch ist ein bekennender Gegner Barack Obamas. Dementsprechend stark unterstützt er die Republikaner. Über verschiedene Stiftungen tätigt Koch millionenschwere Parteispenden. Neben seinem politischen Engagement engagiert sich Koch auch für gemeinnützige Projekte. Seit 2000 hat er rund 750 Millionen Euro für die Krebsforschung gespendet. Laut dem „Chronicle of Philanthropy“ ist Koch einer der 50 spendabelsten Philanthropen.

Vermögen: 51,4 Milliarden Dollar
Veränderung: + 1,1 Milliarden Dollar

(Foto: ap)
Platz 5: Charles Koch
6 von 10

Platz 5: Charles Koch

Von seinem Vater lernte Charles Koch eine zweifelhafte Arbeitsmoral. Schon im Kindesalter bläute Fred Koch seinem Jüngling ein, dass es besser wäre zu arbeiten, während sich andere Kinder in ihrer Freizeit vergnügen. Diese Ansichten spiegeln sich auch in seinem autokratischen Führungsstil bei Koch Industries wider. Die Firma ist eines der größten nicht-börsennotierten Unternehmen der Welt.

Vermögen: 51,4 Milliarden Dollar

Veränderung: + 1,1 Milliarden Dollar

(Foto: ap)
Platz 4: Carlos Slim
7 von 10

Platz 4: Carlos Slim

Eine zweifelhafte Transaktion hat Carlos Slim zu einem der reichsten Menschen der Welt gemacht. 1990 soll der Unternehmer für gerade einmal 1,8 Milliarden Dollar die staatliche mexikanische Telefongesellschaft Telmex gekauft haben. Der tatsächliche Wert betrug damals weit über zehn Milliarden Dollar. Im Zuge der Privatisierung nutzte Slim seine Monopolstellung aus und hob die Gesprächspreise drastisch an. Gleichzeitig hielt er wichtige Investitionen ins Telefonnetz zurück.

Vermögen: 60,9 Milliarden Dollar
Veränderung: - 11,7 Milliarden Dollar

(Foto: AFP)

In den Details zu seiner Großspende bleibt der junge Vater allerdings so schwammig wie Facebooks Einstellungen zur Privatsphäre. Das Geld fließe in die neue Chan Zuckerberg Initiative, LLC, teilte Zuckerberg mit. Diese werde sich künftig der Förderung von „individualisiertem Lernen, der Krankheitsbekämpfung, dem Vernetzen von Menschen und dem Aufbau von Gemeinschaften mit starkem Zusammenhalt” widmen.

Das klingt sehr schön und kann alles heißen – oder aber auch nichts. Vernetzung und Gemeinschaftspflege, die betreibt der Unternehmer auch mit der eigenen Firma – entgegen des üblichen Facebook-Marketings jedoch nicht hauptsächlich aus purer Menschenliebe, sondern zur Mehrung des Profits. Das wäre ein durchaus ehrbares Motiv, würde die Firma ihre kapitalistischen Ziele nicht stets so verklären.

Im Fall von Internet.org, des jüngsten Marketing-Theaters, geriet Facebook auch entsprechend in die Kritik. Der von Internet.org propagierte Anschluss weniger entwickelter Länder ans Internet, die Zivilisation und die Welt bedeutet eben hauptsächlich: Anschluss an Facebook.

Das aktuelle Spendenversprechen von Zuckerberg fällt in eine ähnliche Kategorie. Insbesondere, weil der 31-Jährige den Zugriff auf sein Vermögen behält. Anders als bei bisherigen Gaben des Ehepaars, wie den 25 Millionen Dollar für den Kampf gegen Ebola oder jenen 75 Millionen für das San Francisco Hospital and Trauma Centre, ein Krankenhaus, das viele Menschen mit geringem Einkommen und schlechter Versicherung behandelt.

Den Großteil seines Vermögens überlässt der Mann nicht etwa Ärzte ohne Grenzen oder einer anderen unabhängigen Institution. Er gründet eine eigene Stiftung. Die Chan Zuckerberg Initiative, LLC wird sicher nicht gegen seinen Willen entscheiden.

Auch die 45 Milliarden Dollar werden eher ratenweise überwiesen. Seine Firma Facebook stellte in einer Mitteilung an die Börsenaufsicht SEC klar, Zuckerberg werde in den kommenden drei Jahren Aktien im Wert von jeweils maximal einer Milliarde Dollar veräußern.

So arbeitet man in der Facebook-Zentrale
In Kontakt kommen.
1 von 20

Hier kann man die Köpfe zusammenstecken.

Einfach machen.
2 von 20

Einer der Motivationssprüche, die die Wände der Europazentrale schmücken.

Keine Angst.
3 von 20

Motivationsspruch in Facebooks Europazentrale.

Liebe Deine Arbeit.
4 von 20

Motivationsspruch in Facebooks Europazentrale.

Spielerisch-kreative Atmosphäre.
5 von 20

In Facebooks Europazentrale in Dublin, wo auch das Community Operation Team arbeitet, darf sich jeder Besucher an der Pinnwand verewigen.

Aus Glas.
6 von 20

Mitarbeiter können sich an einer Wand in der Eingangshalle als gläserne Silhouetten darstellen lassen.

Aus Glas.
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Mitarbeiter können sich an einer Wand in der Eingangshalle als gläserne Silhouetten darstellen lassen.

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Mehr zu: Zuckerberg spendet 45 Milliarden - Das höchste Marketing-Budget der Welt

23 Kommentare zu "Zuckerberg spendet 45 Milliarden: Das höchste Marketing-Budget der Welt"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Nicht? Das klönnen Sie hier aber gut verbergen. Was finden Sie denn z.B. gut?

  • Aha, Sie sind also Derjenige, der die Welt zum Positiven weiterentwickelt?

    Ich bin kein Berufsnörgler, aber mittlerweile wird den Leuten so viel Schwarz für Weiß verkauft, dass die Mehrheit gar nicht mehr im Stande ist zu erkennen was richtig und was falsch ist. Heuchler wie Zuckerberg und Co. bleiben Heuchler.

    Und ich bin nicht Jemand, der wie Sie zu sagen pflegen "alles Scheiße findet".

  • Oha, ein Trickling-Down-Verfechter, Glückwunsch, Sie haben die das für die Eliten notwendige Mindset perfekt verinnerlicht: Jeder kriegt, was er verdient, wer nicht mehr hat, hat es folgelogisch auch nicht verdient, nicht wahr? Das Leben kann so einfach sein.

  • @Steiner
    Es gibt einen kleinen, aber feinen Unterschied zwischen "mit offenen Augen durch die Welt laufen" und "alles Scheisse finden". Stattdessen klagen Sie auf einem der höchsten Niveaus, die es auf dieser Welt überhaupt gibt. Wissen Sie überhaupt wie priviligiert Sie im Vergleich zu etwa 6 Mrd. anderen Menschen sind?

    Natürlich ist nicht alles gut. Weder in Afghanistan noch in Wanne Eickel.
    Aber pessimistische Berufs-Nörgler waren, sind und werden nicht diejenigen sein, die eine Welt weiter entwickeln.

  • Ok, Sie fühlen sich angegriffen und ich habe einen Verdacht, warum... Aber eine einmalige Kürzung der Beamtenbezüge vor 60 Jahren ist ein äußerst schwaches Argument, da kann ich auch den schon fast obligatorischen Verzicht von Verdi auf die Hälfte der ursprünglichen Erhöhungsforderung in den jährlichen Tarifverhandlungen über die letzten 60 Jahre aufrechnen und sagen, ich verzichte auf 50% meine Gehalts. Das ist einfach Unsinn.

    Dennoch ist Ihre Argumentation grundsätzlich valide, es ist doch komplett egal, ob man Steuern oder Sozialabgaben zahlt, ob man Rente oder Pension bezieht, die Altersvorsorge auf einem Umlageverfahren basiert oder kapitalgedeckt ist - das ist alles linke-Tasche-rechte-Tasche, wir können nur verteilen, was da ist. Und Beamte sind nicht überbezahlt. Ich lasse das tatsächlich als allgemeingültige Aussage so stehen, ohne Einschränkung. Speziell die Bundeskanzlerin, überhaupt Minister, Abgeordnete usw. sind nicht überbezahlt. Eigentlich bekommen sie so wenig und sind deswegen auch so anfällig für Lobbyisten. Darf man das schreiben?

    Zurück zum Thema: Herr Paul Oberst ist einfach nur ein arroganter, verblendeter Schnösel mit einer unfassbar gering ausgeprägten Selbstreflektionsfähigkeit und seine Kommentare regen mich, wider besseren Wissens, jedes mal auf. Und dann möchte ich ihm einfach klarmachen, dass auch im Kapitalismus keine zwingende Verbindung zwischen Leistungsbereitschaft bzw. -fähigkeit und einer gut bezahlten beruflichen Tätigkeit besteht.

    Nicht jeder, der viel Geld hat, hat das verdient (die Untertreibung des Jahrhunderts, speziell in der Erbenrepublik Deutschland) und die wenigsten, die Arbeitslos sind, SPEZIELL KEINES IHRER KINDER!, hat die Verhältnisse verdient, in denen sie aufwachsen.

    Ich möchte in einer Gesellschaft leben, die ein höheres Maß an Teilhabe für die Ärmeren zulässt und ich bin bereit, dafür zu verzichten. Ich glaube, langfristig gewinnen wir damit mehr Sicherheit und Lebensqualität für alle.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte verwenden Sie keine Zitate ohne Quellenangabe.

  • Man muss doch nur die Suchmaschine Google damit beauftragen, Ergebnisse zu liefern, wenn ich drei Wörter eintippe: "Stiftung" "Steuern" und "sparen".

    Aber nein, stattdessen muss ich mir durchlesen, mit welch tiefem Hass ich atme...

  • Herr Kersey, Sie schreiben "Wie kaputt müssen diese Seelen sein...?"

    Meine Seele ist nicht kaputt. Aber im Gegensatz zu Ihnen, laufe ich mit offenen Augen durchs Leben und bin nicht so naiv wie Sie oder Herr Thoma zum Beispiel.

  • Liebes HB, danke auch für diesen Artikel. Nicht weil ich Herrn Zuckerberg besonders liebe, sondern weil die Reaktionen auf diesen Artikel symptomatisch für die Stammgäste im Handelsblatt-Forum sind. An nichts, aber auch gar nichts können Herr Oberste, Herr Falkner, Steiner und wie sie alle heißen irgendetwas positives finden. Mit jeder Silbe, die sie hier schreiben atmen sie ihren tiefen Hass auf diese Welt aus, die sie sich nicht so zurecht basteln können, wie sie es gerne hätten. Ohne Ausländer, ohne Menschen die reicher sind, intelligenter, schöner, gütiger, stärker oder was auch immer. Wie kaputt müssen diese Seelen sein und wie unerträglich muss das armselige Leben auf dieser Welt für sie sein, die so vollkommen unperfekt ist?

  • Meinen Sie mit B-Pensionär Beamte?
    Dann ist Ihre Aussage selbst oberflächlich betrachtet nicht korrekt:
    Beamte haben seit 1957 einen Abzug von 7% von ihren monatlichen Bezügen, der ursprünglich zum Aufbau eines Pensionsfonds genutzt werden sollte. Diese Beträge wurden aber in den öffentlichen Haushalten jedoch sofort ausgegeben, kamen also allen Bürgern zugute. In Nordrhein-Westfalen werden bei Beamten zusätzlich 0,2 Prozentpunkte der Bezüge-Erhöhungen einbehalten, nach 15 Jahren macht das (ohne Zinseszinsen) 3 Prozent aus. Das heißt: Beamte erhalten um mehr als 10% verminderte monatliche Bezüge aufgrund ihres Beitrages zu ihrer Altersversorgung.
    Diese Tatsachen können nicht wegdiskutiert werden.

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