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Zwischenbericht zum laufenden Quartal Intel erwartet weniger Umsatz

Kurz nach Börsenschluss in den USA hat der weltgrößte Chiphersteller Intel überraschend seine Umsatzerwartungen leicht nach unten revidiert.

HB SAN FRANCISCO. Das Kerngeschäft mit Mikroprozessoren liege am unteren Ende des gewöhnlichen Saisonverlaufs, teilte der US-Konzern am Donnerstag nach Börsenschluss in seinem Zwischenbericht für das laufende Quartal mit. Intel erwarte nun einen Umsatz zwischen 8,0 und 8,2 Milliarden Dollar. Zuvor hatte der Konzern einen Umsatz zwischen 7,9 und 8,5 Milliarden Dollar prognostiziert. Damit sinkt der mittlere Wert der Umsatzprognose. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit Erlösen von 8,27 Milliarden Dollar gerechnet.

Intel-Aktien fielen nachbörslich um rund zwei Prozent auf 29,11 Dollar von einem Schlusskurs an der Nasdaq von 29,65 Dollar. Er rechne nicht damit, dass sich der Kursrückgang der Intel-Aktien am Freitag auf die Technologieaktien auswirken werde, sagte Analyst Todd Clark von Wells Fargo Securities. „Ich denke nicht, das das eine Überraschung ist.“

„Wir hatte einigen Lagerbestand in Asien und Japan im ersten Quartal“, sagte Finanzchef Andy Bryant. „Aber wir denken, dass er jetzt aufgelöst ist.“ Bryant bekräftigte die Intel-Erwartungen zu Unternehmensinvestitionen in neue PC-Technologie. Es gebe ein „Aufwachen, aber kein Rennen“ der Unternehmen. „Es ist am wahrscheinlichsten, dass die Leute im Laufe des nächsten Jahres allmählich sagen, dass es nun an der Zeit sei, die Ausstattung zu verbessern“, sagte Bryant.

Analyst Ashok Kumar von Piper Jaffray sagte, die Entwicklung sei zu erwarten gewesen. „Ich denke, der Markt war überversorgt im Dezember-Quartal.“

Im Schlussvierteljahr 2003 hatte Intel mit 8,74 Milliarden Dollar den höchsten Quartalsumsatz der Firmengeschichte verzeichnet und auch den Gewinn kräftig gesteigert. Der Konzern hatte zwar von anziehenden Investitionen in der Informationstechnologie berichtet, mit seinem Geschäftsausblick aber die hohen Erwartungen an den Aktienmärkten enttäuscht. Wachstumsträger war zuletzt das Geschäft mit Mikroprozessoren, die als die Gehirne von Personalcomputern fungieren. Schwächer lief dagegen das Geschäft mit Lösungen zur drahtlosen Datenübertragung.

Die Bruttogewinnmarge - der Anteil des Bruttogewinns am Umsatz - werde um die zuvor angekündigte Marke von etwa 60 Prozent erwartet und die Kommunikationssparte des Konzerns liege im Soll, teilte Intel mit. Analyst Mark Lipacis von Prudential Equity Group hatte zuletzt gesagt, das Kommunikationsgeschäft bei Intel zeige Zeichen einer Erholung und die Nachfrage nach Intel-Speicherchips, die in Mobiltelefonen verwendet werden, nehme zu.

Der Geschäftsverlauf beim Intel-Konzern, der vor seinem Rivalen Advanced Micro Devices (AMD) Weltmarktführer bei Mikroprozessoren ist, gilt als wichtiger Indikator nicht nur für die Entwicklung der Chip- und PC-Industrie, sondern auch für die Technologie-Nachfrage insgesamt. Der Technologiesektor beginnt sich allmählich von einer mehrjährigen Krise zu erholen, die hauptsächlich auf die weltweite Konjunkturabkühlung zurückging. Doch Analysten hatten zuletzt gewarnt, der Intel-Umsatz könne möglicherweise unter einer schwächeren Nachfrage nach Notebooks leiden.

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