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Zwischenberichte der Firmen enttäuschen Anleger Intel und IBM dämpfen Hoffnung auf Erholung

Der weltgrößte Computerkonzern IBM und der weltgrößte Chiphersteller Intel haben mit ihren Zwischenberichten die Hoffnungen auf einen starken Aufschwung in der krisengeplagten IT-Branche vorerst gedämpft. Während Intel seine Prognose für das laufende Vierteljahr mehr oder minder bestätigte und damit die Analysten enttäuschte, verunsicherte IBM mit wenig konkreten Aussagen.

jkn FRANKFURT/M. Der Ausblick von Intel sei zwar „gut und im Rahmen der Erwartungen“, aber eben „nicht gut genug“, sagte Gus Richard von First Albany der Nachrichtenagentur Reuters. In Folge dessen und wegen der zum Teil schwer zu deutenden Äußerungen von IBM rutschten die IT-Werte an den Aktienmärkten weltweit ins Minus. So verlor die Aktie des Softwareherstellers SAP 1,2 %, der Chiphersteller Infineon verbuchte ein Minus von 2,6 %. IBM gaben leicht um 0,5% nach, Intel-Papiere fielen um fast 3%.

Der Blick auf die Details offenbart freilich, dass es in erster Linie die nicht bestätigten sehr hohen Erwartungen vieler Aktionäre waren, die zu der Missstimmung bei IT-Anlegern führten. Schließlich zeigte Intel im Kerngeschäft ein deutliches Wachstum. So geht der Chiphersteller, der unter anderem wegen seiner Dominanz bei PC-Prozessoren als ein Gradmesser für die IT-Industrie angesehen wird, davon aus, im laufenden Quartal einen Umsatz von 8,5 bis 8,7 Mrd. $ erzielen zu können. Ein Jahr zuvor hatte Intel 7,16 Mrd. $ umgesetzt. Gleichzeitig wurde die Prognose für die Bruttogewinnmarge von 58 bis 62 % auf nun 61 bis 63 % leicht angehoben.

Verglichen mit der ursprünglichen Prognose – die Intel-Manager hatten eine Spanne von 8,1 bis 8,7 Mrd. $ vorausgesagt – können die jüngsten Aussagen des Intel-Managements sogar als eine leichte Erhöhung des Ausblicks gedeutet werden.

Doch den mittlerweile euphorischen Anlegern reichte das offensichtlich nicht aus. Sie trieben die Kurse von IT-Werten in den letzten Monaten kräftig in die Höhe und beriefen sich dabei neben den zuletzt guten Chip-Verkäufen auch auf optimistische Aussagen anderer IT-Konzerne wie Dell oder Hewlett Packard. So ist zum Beispiel die Aktie des Chipherstellers seit Juli um fast 70 % gestiegen.

Hinzu kam die überraschende Ankündigung des Intel-Finanzchefs Andy Bryant, im vierten Quartal eine Sonderabschreibung von immerhin 600 Mill. Dollar vornehmen zu wollen. Sie trifft die Sparte für drahtlose Chips, die nach Angaben von Bryant mit schwachen Umsätzen kämpft.

Auch der IT-Riese IBM konnte den IT-Investoren die Unsicherheit nicht nehmen. Zwar kündigte Finanzvorstand John Joyce an, dass IBM schneller wachsen werde als der IT-Markt. Der Gewinn pro Aktie werde langfristig um mehr als 10% pro Jahr steigen. Doch zu aktuellen Zahlen wollte Joyce keine Stellung nehmen. „Die Unternehmen gehen bei IT-Investitionen wieder mehr Risiken ein“, sagte Joyce lediglich. Wie schnell die Erholung aber letztlich einsetze, könne er nicht sagen.

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