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Autofinanzierung Kaufen oder leasen – was lohnt sich für wen?

Beim Autokauf ist die Finanzierung ein wichtiger Faktor. Bei einer Barzahlung gibt es zwar oft Rabatte – für manche Käufer bringt Leasing aber Vorteile.
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Leasing wird immer beliebter. Quelle: obs
Neuwagen kaufen oder leasen?

Leasing wird immer beliebter.

(Foto: obs)

FrankfurtWer genügend gespart hat und sein Auto auf einen Schlag bezahlt, ist im Vorteil. Schließlich gewähren die meisten Autohändler bei Barzahlung Rabatte von bis zu zehn Prozent. Mit etwas Verhandlungsgeschick gibt es sogar noch Winterreifen oder eine Sonderausstattung obendrauf. Schließlich hat der Händler bei Barzahlung den großen Vorteil, dass er keine ausgefallenen Raten des Kunden befürchten muss – sei es wegen Krankheit oder Arbeitslosigkeit.

Barzahlen bedeutet aber nicht, dass der Käufer immer sein Konto plündern muss. Der Kaufpreis kann meist auch durch einen Ratenkredit aufgebracht werden – zum Beispiel, weil man liquide bleiben will. Auf Online-Vergleichsportalen wie Verivox oder Finanzcheck finden sich Darlehen über eine Laufzeit von fünf Jahren für unter zwei Prozent. Auch die Hausbank macht unter Umständen ein gutes Angebot.

Alternativ bieten viele Händler selbst eine Ratenzahlung an. Möglich macht es die Bank des Fahrzeugherstellers. Dann entfällt der klassische Barzahler-Rabatt, dafür gibt es öfter Aktionsangebote für bestimmte Modelle.

Ob eine fremde Bank oder doch die Autobank günstiger ist, hängt vom Einzelfall ab. Grundsätzlich gilt: „Man sollte sich Gedanken über die eigene Leistungsfähigkeit machen und bedenken, dass die klassischen Autokredite meist mit einer höheren Endrate berechnet sind“, warnt Ralf Scherfling, Finanzexperte der Verbraucherzentrale NRW.

Wer sein Auto kauft, darf es am Ende behalten. Doch auch das Leasing wird immer beliebter. Besaßen laut Allensbach-Zahlen 2013 rund 200.000 Menschen einen gemieteten Wagen, waren es 2017 schon 2,15 Millionen.

Die Gründe sind vielfältig: Die große Anschaffungsinvestition entfällt, und die monatlichen Raten sind deutlich niedriger. Da beim Leasing nicht der Kaufpreis getilgt werden muss, sondern das Auto nur gemietet wird, liegen die monatlichen Leasingraten für ein und dasselbe Fahrzeug häufig unter den Finanzierungsraten.

Leasingnehmer können sich daher ein höherwertiges Auto leisten bei gleicher monatlicher Belastung im Vergleich zu einem Kaufkredit. Außerdem müssen sich Autofahrer hier nicht auf Jahre hinaus auf ein bestimmtes Auto festlegen, sondern können direkt nach Ablauf des Leasingvertrags den nächsten abschließen – und sich dann für ein anderes Modell entscheiden.

„Leasing lohnt sich in erster Linie für Geschäftsleute“

Am Ende der Laufzeit müssen sie sich auch nicht darum kümmern, ihr gebrauchtes Auto zu verkaufen, sondern geben es einfach zurück. Dienstleistungen wie Wartung, Service oder Kfz-Versicherung lassen sich zusätzlich in den Leasing-Vertrag integrieren.

Dennoch rät Verbraucherschützer Scherfling Privatleuten, den Abschluss eines Leasing-Vertrags gut zu überdenken. „Leasing lohnt sich in erster Linie für Geschäftsleute, da sie den Kostenaufwand als Betriebsausgaben geltend machen und damit ihre Steuerlast verringern können“, glaubt auch der Automobilclub ADAC. Klar ist: Im Gegensatz zum Leasing können die Raten bei einer Finanzierung nicht steuerlich geltend gemacht werden, lediglich die Zinsen.

Manchmal folgt ein böses Erwachen auch nach dem Ende der Leasing-Zeit. „Die Kosten bei der Rückgabe sind einer der häufigsten Streitpunkte“, hat der ADAC beobachtet. Kratzer oder Beulen an Karosserie und Felgen sowie Abnutzungen im Innenraum lassen sich Leasingunternehmen oft teuer bezahlen.

Noch relativ neu ist das sogenannte Restwertleasing. Hier wird zu Beginn vertraglich ein Wert festgelegt, den das Fahrzeug am Ende der Leasing-Periode haben soll. Beim Kilometerleasing gibt es eine Kilometerbegrenzung, sonst entstehen ebenfalls Zusatzkosten.

„Wenn das Auto bei der Rückgabe nicht in dem vertraglich vereinbarten Zustand ist oder mehr Kilometer gefahren wurden als angegeben, können sehr hohe zusätzliche Gebühren fällig werden“, warnt Anett Kleistner vom Kreditspezialisten Dr. Klein. Fahrer sollten daher bereits bei der Unterzeichnung des Leasingvertrags entsprechend realistische Vereinbarungen treffen.

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