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Der Feind in meiner Firma „Cyberpolicen sind die Feuerversicherung des 21. Jahrhunderts“

Cyberkriminalität kann die Existenz eines Unternehmens gefährden. Doch das Bewusstsein für die Gefahr aus dem Internet ist bei vielen Firmen nur schwach ausgeprägt. Wie Sie sich mit Versicherungen schützen können.
20.10.2015 - 09:39 Uhr
Angriffe auf IT-Systeme können immense Schäden zur Folge haben. Quelle: dpa
Computer-Hacker

Angriffe auf IT-Systeme können immense Schäden zur Folge haben.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Was haben Ashley Madison - das Portal für Seitenspringer - und die US-Baumarktkette Home Depot gemeinsam? Antwort: Bei beiden gilt nunmehr der Grundsatz: „Indiskretion ist Ehrensache“. Während die Website für Fremdgeher von Hackern geknackt wurde und jetzt 32 Millionen Kunden der Kanadier vor Erpressern zittern müssen, entwendeten Datendiebe der Baumarktkette im vergangenen Jahr 56 Millionen Kreditkartendaten. Auf 62 Millionen US-Dollar bezifferte Home Depot die Kosten zur Behebung des Problems. Der gewaltige Vertrauensverlust ist da noch gar nicht eingerechnet.

Ashley Madison und Home Depot stehen für einen besorgniserregenden weltweiten Trend. Das bestätigt die Studie „Global Economic Crime Survey 2014“ der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC. Jedes zweite befragte Unternehmen legt danach mehr Wert auf Internetsicherheit; elf Prozent der Firmen beklagten nach Cyberattacken Verluste von mehr als einer Million US-Dollar.

Im krassen Gegensatz dazu stehen die Zahlen, die Zurich Deutschland Ende vergangenen Jahres in einer Umfrage unter kleinen und mittleren Unternehmen hierzulande ermittelte. Gerade einmal für neun Prozent der befragten Firmen stellen digitale Angriffe eine Gefahr dar. „Das Risikobewusstsein in Bezug auf die Auswirkungen von Cyberangriffen ist bei deutschen Mittelständlern nur schwach ausgeprägt“, zeigt sich Ralph Brand, Vorstandsvorsitzender der Assekuranz, überrascht.

Die Sorglosigkeit kann sich rächen. Klassische Elektronik- oder Vertrauensschadenversicherungen decken die Schäden aus Cyberangriffen oder IT-spezifischen Gefahren nur noch in kleinen Teilen ab. „Cyberpolicen sind die Feuerversicherung des 21. Jahrhunderts“, behauptet Rebecca Julia Koch, Geschäftsführerin von Kleist Versicherungsmakler aus Münster. Das Thema IT-Sicherheit ist eines für die Chefetage: „Wer als Vorstand das Cyberrisiko allein der Systemadministration überlässt, handelt grob fahrlässig.“

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