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Finetrading Wie Sie beim Einkauf die Finanzen schonen

Waren durch spezialisierte Dienstleister zu finanzieren bietet Vorteile und erhöht die Unabhängigkeit von der Hausbank.
11.12.2019 - 14:33 Uhr Kommentieren
Früher nutzten Mittelständler für die Wachstumsfinanzierung ihre Hausbank und ihr Eigenkapital, vielleicht noch Leasing und Factoring, „heute gehört Finetrading zum Finanzierungsmix“. Quelle: dpa

Früher nutzten Mittelständler für die Wachstumsfinanzierung ihre Hausbank und ihr Eigenkapital, vielleicht noch Leasing und Factoring, „heute gehört Finetrading zum Finanzierungsmix“.

(Foto: dpa)

Hamburg Marcel Jansen hatte jedes Jahr das gleiche Problem. Der Geschäftsführer des Fahrradhändlers Liix in Köln musste für Schlösser, Klingeln und Helme, die er im Frühjahr verkauft, ein halbes Jahr vorher bei seinen asiatischen Lieferanten bestellen und bezahlen. 2018 ging es um 250.000 Euro. „So eine Summe kann ich aus dem Cashflow nicht finanzieren“, sagt Jansen.

Bei einer Bank hätte er für einen Überbrückungskredit Berge von Formularen ausfüllen müssen. Die passende Lösung für den Fahrradhändler: Finetrading, bei dem spezialisierte Dienstleister die Waren vorab finanzieren.

Finetrading nutzen Bauunternehmen, die vor Projektbeginn Material einkaufen müssen, Onlinehändler, die durch Sofortzahlung Skonto nutzen wollen, Möbelimporteure, die bei Großbestellungen Rabatte bekommen oder auch der Toilettenpapierhersteller Hakle, der beim Zelluloseeinkauf flexibel bleiben möchte.

„Das Instrument vergrößert den Spielraum für Kapitalsuchende“, nennt Dirk Oliver Haller, Geschäftsführer der DFT Deutschen Finetrading, einen Vorteil der bankenunabhängigen Geldbeschaffung.

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    Früher nutzten Mittelständler für die Wachstumsfinanzierung ihre Hausbank und ihr Eigenkapital, vielleicht noch Leasing und Factoring, „heute gehört Finetrading zum Finanzierungsmix“. Mit wachsendem Anteil. DFT-Kunden kommen aus allen Branchen.

    Finetrader wie DFT, Amacash, BAS, Compeon, Entrafin, Fincompare oder Tradico räumen dem Warenabnehmer in der Regel ein Zahlungsziel von 120 Tagen ein. Die Gebühren hängen von der Dauer der Inanspruchnahme und der Bonität des Kunden ab.

    Bei der DFT fallen neun und 15 Prozent per anno an, beim digitalen Anbieter VAI Trade zwei Prozent der finanzierten Summe jährlich, ab dem 31. Tag je nach Kundenbonität zwischen 0,3 und 0,5 Prozent per Monat.

    Macht bei 50.000 Euro für drei Monate 1.300 bis 1.500 Euro. Bei der DFT, die Kredite im Volumen von bis zu fünf Millionen Euro bietet, läuft viel über persönliche Kontakte, sagt Haller: „Das schafft enge Verbindungen und schnellere Entscheidungen.“

    Davon profitiert auch Jansen. Für den Kölner Händler rechnet sich Finetrading trotz der hohen Kosten: „Es ist schneller, einfacher und flexibler als andere Finanzierungsmöglichkeiten.“

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