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Fuhrpark Das Klima und die eigene Reputation im Blick

Unternehmen achten bei ihren Fahrzeugen stärker auf CO2 - Emissionen. Mit Leasing können sie ihre Flotte entsprechend ausrichten.
15.12.2019 - 14:42 Uhr Kommentieren
Immer mehr Unternehmen setzen auf umweltfreundlichere Fahrzeugflotten. Quelle: gms

Immer mehr Unternehmen setzen auf umweltfreundlichere Fahrzeugflotten.

(Foto: gms)

Aachen Klimafeindliche Unternehmen kommen nicht gut an - weder in der Öffentlichkeit noch bei Kunden. Auch aus eigener Überzeugung überprüfen immer mehr Firmen, wie sie ihre CO2 - Bilanz verbessern können. Dabei kommt die Fahrzeugflotte auf den Prüfstand. Manche Unternehmen setzen verstärkt auf Elektromobilität, da sie aber noch nicht weit verbreitet ist, setzen viele auf Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren.

Die Firmen können mit Leasing möglichst umweltschonende Fahrzeuge einsetzen. So bleibt der Fuhrpark auf dem neuesten Stand, da die Laufzeit eines geleasten Pkw selten länger als drei Jahre beträgt. Moderne Fahrzeuge sind umweltverträglicher, stoßen weniger CO 2 aus und brauchen weniger Sprit.

„Immer mehr Unternehmen setzen auf umweltfreundlichere Fahrzeugflotten. Sie wollen aus ökologischen und betriebswirtschaftlichen Gründen den Kraftstoffverbrauch ihrer Fahrzeuge senken und Mitarbeiter dazu motivieren“, sagt Martin Vosseler, Geschäftsführer Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmer.

Aber auch finanzielle Aspekte spielen eine Rolle. Leasen kann teurer als kaufen sein - muss es aber nicht. Dabei sollten Unternehmen auch laufende Ausgaben - etwa für Versicherung, Wartung, Reparatur und Sprit - sowie den Wertverlust beachten.

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    Beim Full-Service-Leasing können Unternehmen Dienstleistungen wie Wartung, Reifenersatz, Tankkarte, Steuer und Versicherung mitbuchen. Dadurch erhöht sich zwar die monatliche Leasingrate. „Die Kombination verschiedener Servicemodule entlastet den Leasingnehmer von zeit- und arbeitsintensiven Tätigkeiten, die nicht direkt mit seinem Kerngeschäft zu tun haben“, so Vosseler.

    Ist das Leasing finanziell vorteilhaft? „Das kann man nicht pauschal beantworten“, sagt Mario Schnurr, Betriebswirt und Steuerexperte bei der Kanzlei Schultze & Braun. Und steuerlich? Leasingraten sind sofort absetzbar, während beim Kauf die Anschaffungskosten über sechs Jahre zu verteilen sind. „Dass Leasingraten sofort steuerlich abzugsfähig sind, gilt aber nicht uneingeschränkt. So müssen zum Beispiel Leasing-Sonderzahlungen bei bilanzierenden Unternehmen auf die Leasing-Laufzeit, die sogenannte Grundmietzeit, verteilt werden“, so Schnurr.

    Der Experte rät, neben steuerlichen Überlegungen weitere Aspekte zu berücksichtigen. Zunächst sei entscheidend, welche Gesamtkosten dem Unternehmen beim Leasing im Vergleich zum Kauf entstehen. „Aber auch weitere Vorteile des Leasings, wie die Schonung von Kreditlinien oder bilanzielle Auswirkungen - etwa eine bessere Eigenkapitalquote - sind in die Entscheidung einzubeziehen.“

    Nicht nur größere Firmen, sondern auch kleinere Betriebe und Freiberufler beschäftigen sich mit der Frage, ob sie ein Auto kaufen oder leasen sollen. Im Vordergrund stehen oft die Steuern. „Eine steuerliche Zuordnung des Fahrzeugs zum Unternehmen - und damit zum Betriebsvermögen - ist nur möglich, wenn das Fahrzeug zu mindestens zehn Prozent betrieblich genutzt wird.

    Liegt die betriebliche Nutzung über 50 Prozent, ist die Zuordnung zum Unternehmen zwingend, weil es sich um notwendiges Betriebsvermögen handelt“, sagt Marion Sangen-Emden, Rechtsanwältin und Steuerberaterin bei der Sozietät Heuking.

    Wer seinen Wagen privat nutzt, muss die private Nutzung versteuern, entweder ein Fahrtenbuch führen oder nach der Einprozentregelung vorgehen. „Bei dieser Methode rechnet man bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren monatlich zum Gewinn ein Prozent des Bruttolistenpreises des Fahrzeugs zum Zeitpunkt der Erstzulassung hinzu. Dies ist in der Regel weniger aufwendig als ein Fahrtenbuch“, so die Expertin.

    Ob leasen oder kaufen: Bei der Auswahl der Fahrzeuge sollten Unternehmen den Klimaschutz im Blick haben. So fordert das Umweltbundesamt, Fahrzeuge mit hohem CO 2 - Ausstoß zu verteuern. Etwa durch ein „Bonus-Malus-System“ für Neufahrzeuge. Der Malus würde bei Fahrzeugen mit hohen Emissionen durch eine erhöhte Kfz-Steuer erhoben. Der Bonus würde durch eine gezielte Förderung von Fahrzeugen mit geringen Emissionen ausbezahlt.

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