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Handelsschranken Geschäfte in Zeiten der EU-Sanktionen

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Der härteste Sanktions-Tüv der Welt

Die Finanzierung wird für mittelständische Unternehmen zum Problem. Denn immer weniger heimische Banken bieten legale Exportfinanzierungen nach Russland an. Die Verschärfung der EU-Sanktionen gegen die russischen Staatsbanken und ihre Tochtergesellschaften mit Sitz außerhalb der Europäischen Union beinhaltet ein Verbot jeglicher Finanzierung mit Laufzeiten von mehr als 30 Tagen.

„Zahlungsverkehr und Exportabsicherungen, wie Akkreditive und Garantien, sind dagegen nicht Gegenstand der Sanktionen“, erklärt Napolski. Sein Haus bietet auch weiter Exportfinanzierungen an. Das ist sogar selbst dann möglich, wenn in die Abwicklung eine sanktionierte russische Staatsbank eingebunden ist.

Da die Sanktionen der USA gegen Russland, aber etwa auch Iran erheblich drastischer ausfallen als die der Europäischen Union, könnten deutschen Lieferanten indes Probleme entstehen, wenn sie mit ihrem russischen oder iranischen Partner in US-Dollar abrechnen.

Wenn deutsche Exporteure in US-Dollar fakturieren wollen, müssen sie folglich nicht nur die Politik der EU, sondern auch die Sanktionsbestimmungen der Vereinigten Staaten beachten. Und die fallen besonders streng aus.

Wie hart die Amerikaner durchgreifen, wenn sie Verstöße deutscher Firmen oder Finanzierer gegen Sanktionsrecht auch nur vermuten, erlebte Frank Hock, Chief Financial Officer der DF Deutsche Forfait: Im Februar wollte eine Unterbehörde des US-Finanzministeriums Verfehlungen des Außenhandelsfinanzierers gegen Iran-Sanktionen ausgemacht haben und legte alle Geschäfte von DF auf US-Dollar-Basis auf Eis.

Mittlerweile konnten die Kölner die Vorwürfe jedoch entkräften: „Wir haben den wohl härtesten Sanktions-Tüv der Welt durchlaufen. Jetzt können wir uns wieder voll auf die Finanzierung von Auslandsgeschäften deutscher Mittelständler konzentrieren“, sagt Hock, „der Bedarf ist sehr groß.“

Vor allem bei der Refinanzierung von Absatzfinanzierungen bis zu zehn Millionen Euro, die immer mehr Firmen ihren ausländischen Partnern anbieten, sieht Hock weitere Wachstumschancen.

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