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Leasingkooperationen Der Partner fürs große Ganze

Eine Expansion kann für Unternehmen zur finanziellen Herausforderung werden. Deutsche Hersteller und Händler gehen deshalb immer öfter Kooperationen mit Leasingfirmen ein – und sparen sich den Ärger mit lokalen Banken.
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Expansion ins Ausland? Damit Unternehmen sich nicht mit örtlichen Banken und Krediten herumschlagen müssen, gehen sie Partnerschaften mit Leasingfirmen ein. Quelle: dpa

Expansion ins Ausland? Damit Unternehmen sich nicht mit örtlichen Banken und Krediten herumschlagen müssen, gehen sie Partnerschaften mit Leasingfirmen ein.

(Foto: dpa)

Wiesbaden Trotz oder gerade wegen der aktuell zurückhaltenden Konjunkturprognosen nehmen immer mehr deutsche Unternehmen den Weltmarkt in den Fokus und wollen ihre Maschinen „made in Germany“ im Ausland verkaufen. Viele gehen sogar einen Schritt weiter und investieren direkt in den jeweiligen Auslandsmärkten. Für die Leasingbranche ist das eine Herausforderung und Chance zugleich. Die Kunden von Leasinggesellschaften erwarten, dass ihr Asset-Finance-Partner sie auch außerhalb Deutschlands mit Finanzierungslösungen begleitet. Darunter fallen in erster Linie Absatzfinanzierung im Ausland sowie Lösungen für Direktinvestitionen.

Viele Hersteller gehen eine Kooperation oder ein Joint Venture im Zielland gemeinsam mit ihrem Leasingpartner ein. So können sie international expandieren und zu ihren Produkten gleichzeitig eine passende Finanzierung anbieten. Ein wichtiger Punkt dabei ist, dass der Partner über eine Präsenz vor Ort verfügt. So steht kurzfristig ein Ansprechpartner zur Verfügung, der bei Bedarf die Verkaufsverhandlungen begleiten kann und danach Kontakt zum Kunden hält.

Auch im Zuge von Direktinvestitionen zur Markterschließung - zum Beispiel durch den Aufbau einer Produktionsstätte oder eines Vertriebs- und Servicenetzes - nehmen Unternehmen das Angebot von Leasinggesellschaften wahr. Denn die Hausbanken der Firmen haben häufig wenig Erfahrung im Auslandsgeschäft und schrecken vor dem Risiko zurück.

Ebenso wenig kommt eine Finanzierung durch Banken vor Ort häufig nicht infrage, denn insbesondere Mittelständler sind dafür im Ausland nicht ausreichend bekannt. Deshalb bekommen sie kaum Zugang zu lokalen Bankkrediten.

Hier können Leasinggesellschaften helfen - weil sie sozusagen in beiden Welten zu Hause sind. Sie kennen die deutschen Unternehmen und können deren Bonität verlässlich einschätzen. Auf der anderen Seite sind ihnen durch ihr Auslandsnetz viele Märkte beziehungsweise Länder bekannt. So können sie ihre deutsche Unternehmenskunden bei ihren Investitionen im Ausland unterstützen.

Für die Leasinggesellschaften selbst, die den Schritt ins Ausland machen, stellen sich zahlreiche Fragen. So müssen bei der Gründung einer Tochtergesellschaft jenseits der Grenze unter anderem gesellschaftsrechtliche Themen, wie etwa die Rechtsform oder die Besetzung von Kontroll- und Leitungsorganen, berücksichtigt werden. Danach richten sich auch etwaige Anforderungen an das Eigenkapital. Um Finanzierungsleasing anbieten zu können, müssen bei den jeweiligen Landesbehörden unter Umständen Lizenzen beantragt werden - mit entsprechenden regulatorischen Hürden auch über die Gründung hinaus. Außerdem müssen geeignete IT-Standards entwickelt werden, um ein aussagekräftiges Reporting der Auslandsgesellschaften an die Zentrale zu gewährleisten.

Erst wenn all diese Hürden genommen sind, können sie für ihre Kunden das entsprechende Know-how über die Rechts- und Steuersysteme des jeweiligen Landes, die örtlichen Besonderheiten, Mentalitäten und Wirtschaftsstrukturen entwickeln. Ein Netzwerk von Rechtsanwälten, Steuerberatern und Außenhandelskammern ist dabei nützlich, die Kunden im Ausland ganzheitlich beraten und betreuen zu können. Im Idealfall hat der Kunde dann vom ersten Gespräch bis zum Vertragsabschluss einen deutschsprachigen Ansprechpartner bei seinem Asset-Finance-Partner.

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