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Pensionszusagen Stolperstein in der Bilanz

Pensionszusagen, die nur unzureichend ausfinanziert sind, können einem Unternehmen Schwierigkeiten bereiten – und sogar einen Verkauf vereiteln. Doch es gibt Lösungsansätze.
  • Richard Herrmann
09.05.2016 - 13:49 Uhr
Der traditionsreiche Möbel-Hersteller gehört mittlerweile zwei Investoren. In diesem konkreten Fall haben die Pensionszusagen für Leo Lübke und seine Mutter den Deal nicht gefährdet – das muss aber nicht immer so sein. Quelle: dpa
Interlübke-Chef, Leo Lübke

Der traditionsreiche Möbel-Hersteller gehört mittlerweile zwei Investoren. In diesem konkreten Fall haben die Pensionszusagen für Leo Lübke und seine Mutter den Deal nicht gefährdet – das muss aber nicht immer so sein.

(Foto: dpa)

Wiesbaden Für Gesellschafter-Geschäftsführer einer GmbH oder Vorstände einer AG bildet eine unmittelbare Pensionszusage nach wie vor einen wesentlichen Baustein ihrer Altersversorgung. Sehr häufig wurden diese Pensionszusagen jedoch nur unzureichend ausfinanziert. Zum einen hat die lange Phase niedriger Kapitalmarktzinsen die Renditen von Rückdeckungsversicherungen und anderen Mitteln der Ausfinanzierung gedrückt.

Der vom Gesetzgeber vorgegebene Rechnungszins zur Bildung von Pensionsrückstellungen spiegelt diese Situation nicht wider, er ist mit sechs Prozent für die Ermittlung der steuerbilanziellen und rund vier Prozent für die handelsrechtliche Pensionsrückstellung deutlich zu hoch. Dadurch wird die Pensionsverpflichtung zu niedrig abgebildet. Hinzu kommt, dass mögliche Rentensteigerungen in der Steuerbilanz nicht berücksichtigt werden. Der „wahre Wert“ der Verpflichtung ist deshalb allein durch einen Blick in die Bilanz nicht erkennbar.

Unklarheiten bei den Pensionszusagen können den Verkauf eines Unternehmens jedoch vereiteln. Doch es gibt vielversprechende Lösungsansätze: Neben einer Auslagerung oder einer Ausfinanzierung der Pensionsverpflichtung lässt sich die Pensionszusage etwa auf dem aktuellen Stand einfrieren und dann für die verbleibende Zeit bis zum Rentenbeginn umstellen.

Auch auf diese Weise können positive bilanzielle Effekte erzielt und Risiken aus der Pensionszusage eingegrenzt werden. Dadurch entsteht auch die Möglichkeit, die zugesagte Verpflichtung an die Entwicklung des Ausfinanzierungsmittels zu koppeln.

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    Bevor sich ein Firmeninhaber hier auf eine Richtung festlegt, sollte er genau prüfen, ob die Pensionszusage in seinem Unternehmen den rechtlichen und wirtschaftlichen Anforderungen genügt und ob sie seinem persönlichen Bedarf entspricht. Sind diese Fragen erst einmal geklärt, bestehen gute Aussichten auf eine erfolgreiche Übertragung des Unternehmens mitsamt seinen Verbindlichkeiten aus den Pensionszusagen an den Nachfolger.

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