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Reisen, Dienstfahrzeuge und Fitnessprogramme Wenn der Chef in Spendierlaune ist

Geld ist in vielen Unternehmen längst nicht mehr alles: Sie locken mit üppigen Zusatzleistungen wie Dienstfahrrädern und Gratis-Essen. Doch Kritiker warnen davor, dass sich Privates und Berufliches immer mehr vermischen.
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Im betriebsinternen Fitnessstudio in Berlin nehmen Siemens-Mitarbeiter an einem Yogakurs teil. Quelle: dpa
Betriebssport

Im betriebsinternen Fitnessstudio in Berlin nehmen Siemens-Mitarbeiter an einem Yogakurs teil.

(Foto: dpa)

FrankfurtDienstwagen, Fitnessprogramme, betriebliche Altersvorsorge, Mitarbeiterwohnungen, Einkaufsrabatte: In Zeiten des Fachkräftemangels werben viele Unternehmen nicht nur mit einem guten Gehalt. Sie bieten auch immer mehr Vergünstigungen, um Angestellte zufriedenzustellen und sie zu besseren Leistungen zu motivieren.

So bietet Google der Belegschaft auf dem Firmencampus in Kalifornien Gratis-Essen, Swimming Pool und Kräutergarten. Der Kaffeeröster Tchibo hat in der Zentrale in Hamburg einen Freizeit- und Fitnessbereich für Beschäftigte eingerichtet, Siemens hat in einem Gesundheitszentrum in Berlin ein ähnliches Angebot. Und Unternehmensberatungen wie Roland Berger oder McKinsey, eigentlich berüchtigt für lange Arbeitszeiten, werben mit „Sabbaticals“, also ausgedehnten Auszeiten vom Job.

So werden Sie am Arbeitsplatz glücklicher
Lächeln
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Menschen, die häufig lächeln, haben weniger oft Herzkrankheiten und leben länger, schreibt Ilona Bürgel in ihrem Buch „Die Kunst, die Arbeit zu genießen“. Selbst wenn wir uns zwingen, den Mund zu einem Lächeln zu verziehen, erkennt das Hirn den Unterschied nicht und empfängt die Botschaft, dass wir glücklich sind.

(Foto: Getty Images)
Ausgehen, statt zuhause fernsehen
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Glückliche Menschen verbringen 30 Prozent weniger Zeit vor dem Fernseher und sind lieber mit anderen unterwegs. Kino, Kirche oder Tanzen egal: Das Beisammensein mit anderen Menschen zählt.

(Foto: dpa)
Erinnerungen an schöne Momente aufbewahren
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Ob Fotos, Steine oder eben Hasen - die Erinnerungsstücke an schöne Momente tragen zu späteren Glücksgefühlen bei und sorgen für die Erwartung weiteren Glücks.

(Foto: dpa)
Sport treiben
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Bewegung baue das Stresshormon Cortisol ab und vertreibe Depressionen, so die Autorin. Wenige Minuten pro Tag reichen bereits. Noch besser ist die Wirkung im Freien, da dann zusätzlich Vitamin D produziert wird, das gesund und glücklich macht.

(Foto: dpa)
Yoga machen
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Bürgel zitiert eine Studie mit 160 Yoga-Lehrern. Diese ergab, dass regelmäßiges Yoga die Glücksblutwerte um 27 Prozent steigert.

(Foto: Reuters)
Sich mit glücklichen Menschen umgeben
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Nicht nur negative Informationen, Gefühle und Haltungen stecken an - Glücklicherweise funktioniert das Prinzip auch umgekehrt. Wer bei der Arbeit positive Gefühle hat, nimmt diese mit nach Hause und überträgt sie so ins Privatleben. Und weiter bewirkt ein glückliches Privatleben auch gute Gefühle im Job - der Kreis schließt sich.

Sich massieren lassen
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Massagen sollen die Abwehrkräfte steigern und Stresshormone im Körper abbauen.

„Unternehmen können es sich nicht leisten, gar nichts anzubieten“, sagt Neele Siemer, Projektleiterin bei der Personalberatung Kienbaum. Gerade in Branchen mit starkem Fachkräftemangel seien solche Anreize („Benefits“) wichtig, um den eigenen Ruf als Arbeitgeber aufzupolieren.

Was früher Dienstwagen und betriebliche Altersvorsorge waren, ist heute der Trend zum Arbeiten in Wohlfühlatmosphäre: Reisen im Team als Belohnung, großzügige Weihnachtsfeiern oder Yoga-Kurse in der Firma, gemeinsame Pizza-Essen und Tischfußball nach Feierabend. Vorangetrieben werde dies vor allem von Start-ups und hippen US-Technologiekonzernen, sagt Siemer: „Die Unternehmen wollen zeigen, dass bei ihnen die Arbeit Spaß macht.“ Entsprechend nutzten sie die Anreize, um ihre Kultur herauszustellen.

Manche Angebote werden indes auch von Bewerbern gefordert. „Die Leute sind anspruchsvoller geworden“, beobachtet Frank Schabel vom Personalvermittler Hays. „Gerade flexible Arbeitszeiten haben in vielen Gesprächen einen hohen Stellenwert.“ Viele Bewerber legten Wert auf ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Arbeit und Freizeit oder auf die Möglichkeit, von zu Hause aus zu arbeiten.

Das zeigt auch eine Umfrage der Beratungsfirma Mercer unter 5400 Beschäftigten weltweit. Demnach stehen flexibles Arbeiten und mehr Auszeiten oben auf der Wunschliste – weit vor Sportangeboten oder Orten zum Entspannen. Firmen reagierten demnach immer mehr, denn sie erwarteten einen härteren Kampf um Talente.

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1 Kommentar zu "Reisen, Dienstfahrzeuge und Fitnessprogramme: Wenn der Chef in Spendierlaune ist"

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  • Habe gerade eine hochinteressante Doku zum Thema gesehen und bin immer noch baff (http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/wdr-weltweit/video-tanzende-bauarbeiter---arbeiten-schweden-gluecklicher-100.html).

    Nicht nur als Deutscher könnte man meinen, es handele sich um ein Märchen.

    Ist aber, zumindest in Schweden, schon Realität.

    Wird Zeit, dass auch der Rest der Welt bereit ist, von Siegern zu lernen, indem er solche Erfolgsmodelle auf sein jeweiliges eigenes Umfeld adaptiert.