Lebensmittelhersteller: Nestlé kauft Ankerkraut – Auch Frank Thelen verdient an dem Deal
Die Hamburger Gründer von Ankerkraut haben ihre Gewürzfirma vor zehn Jahren gegründet. Nun ist der Konzern Nestlé mehrheitlich eingestiegen.
Foto: AnkerkrautDüsseldorf, Zürich. Vor zwei Jahren träumte Stefan Lemcke, Gründer des Hamburger Gewürz-Start-ups Ankerkraut, noch von einem Börsengang. Das hat sich nun erübrigt. Mit Nestlé hat nun der weltgrößte Konsumgüterhersteller die Mehrheit an Ankerkraut übernommen, wie beide Unternehmen am Mittwoch mitteilten.
Details zu Kaufpreis und Anteilen wurden nicht genannt. Nach Medienberichten soll der Schweizer Konzern künftig rund 85 Prozent an Ankerkraut halten – nach Freigabe der Kartellbehörden.
„Für uns ist dieser Schritt eine großartige Chance, denn wir wollen unser Wachstum und unsere Professionalisierung weiter vorantreiben“, sagten Stefan und Anne Lemcke in einer Erklärung. Zuletzt hielt das Gründer-Ehepaar 51 Prozent an Ankerkraut. Die Lemckes und das Management bleiben Gesellschafter, das bestehende Führungsteam soll das Geschäft eigenständig weiterführen. Die Gründer, Anfang 40, bleiben als Markenbotschafter an Bord.
Frank Thelen verkauft Ankerkraut-Anteile an Nestlé
Bekannt geworden war die vor zehn Jahren gegründete Gewürzfirma durch die Teilnahme an der Start-up-TV-Show „Die Höhle der Löwen“. 2016 investierte Juror Frank Thelen 300.000 Euro und erhielt dafür 20 Prozent der Anteile. Für Thelen, dessen Beteiligungsgesellschaft Freigeist Capital nun alle Anteile an Nestlé verkauft, dürfte es einer seiner lukrativsten Deals gewesen sein.