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28. Geburtstag des Facebook-Gründers Wird Mark Zuckerbergs Vision zum Alptraum der Anleger?

Heute feiert Mark Zuckerberg seinen 28. Geburtstag. Früher war der Facebook-Gründer rotzfrech, nun kann er bestens mit US-Präsident Obama. Doch wie viel Kalkül steckt dahinter? Ist es Fassade oder echter Imagewechsel?
12 Kommentare
Mark Zuckerberg trifft US-Präsident Barack Obama. Quelle: AFP

Mark Zuckerberg trifft US-Präsident Barack Obama.

(Foto: AFP)

San Francisco/Düsseldorf „Sehr stolz“ war US-Präsident Barack Obama als Mark Zuckerberg ihn besuchte. Und zwar darauf, den Facebook-Gründer dazu gebracht zu haben, eine Krawatte zu tragen. Ähnlich schick hat sich Zuckerberg bei seinem Besuch des inzwischen abgewählten französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy gemacht.

Die Bilder gingen um die Welt und auch die Message kam vor dem Börsengang Facebooks so rüber, wie Zuckerberg es wollte: Seht her, ich kann auch so richtig seriös sein. Und vor allem: Seht her, selbst die Mächtigen vertrauen mir, also könnt ihr es auch.

Doch hat sich Zuckerberg tatsächlich derartig gewandelt oder ist es eher eine Scharade? Was dürfen die baldigen Aktionäre erwarten? Einen Mark Zuckerberg, der sich zurücknehmen kann, sich etwas sagen lässt von den Besitzern des sozialen Netzwerkes?

Die zahlreichen Biografen des seit heute 28-Jährige kommen zu demselben Ergebnis: Wenn Mark Zuckerberg eines hasst, dann sind es Autoritäten. Wenn es um sein Unternehmen geht, kennt der Facebook-Gründer keine Verwandten. Das Motto ist einfach und hat bisher wunderbar funktioniert: Ich bin der Boss, Arschloch.

Doch so kann sich Zuckerberg jetzt natürlich nicht mehr verhalten. Kein Aktionär lässt die Friss-Oder-Stirb-Methode über sich ergehen. Aktionäre haben Autorität, sie können ihm hineinreden. Umso mehr stellt sich in diesen Tagen die Frage: Wie tickt Zuckerberg wirklich?

Eines beunruhigt viele Finanzprofis: Zuckerberg geht es nicht ums Geld. Das macht ihn ein Stück weit unberechenbarer als die Leute, mit denen sie sonst den ganzen Tag zu tun haben. Und der zweite Unterschied ist noch schlimmer für sie: Zuckerberg hat eine Vision.

Und Menschen mit Visionen machen die Finanzbranche generell nervös, allein schon wegen ihres irrationalen Verhaltens. Zuckerberg will „die Welt zu einem öffentlichen Ort machen“. Er glaubt fest daran, dass die Welt eine bessere ist, wenn die Menschen ihre Identität in einem sozialen Netzwerk offenlegen. Sie würden angesichts dieser Transparenz verantwortungsbewusster handeln und sich Freunden gegenüber „konsistenter zeigen“, wie Biograf David Kirckpatrick schreibt. Dass der Weg dort eine Zeit lang mit Opfern der fehlenden Privatsphäre gepflastert ist, nimmt Zuckerberg notgedrungen in Kauf.

Der unglaubliche Image-Wandel
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12 Kommentare zu "28. Geburtstag des Facebook-Gründers: Wird Mark Zuckerbergs Vision zum Alptraum der Anleger?"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Sensationell Facebook mit Yahoo oder anderen kleinen E-Mail Portalen zu vergleichen.
    Google wird in 4 Tagen bestimmt auch nur noch 1,34€ Wert sein, dieses verflixte Internetunternehmen!

    Und jene, die derart prüde sind ihre Daten preis zu geben um zu denken "OMG wir sind so gläsern", sollten erstmal in ihrem Portemonnaie die Kreditkarten oder Aral Paybackkarten herausnehmen.

    Im Internet gibt es keine Anonymität, auch nicht mit gefälschten Namen. Abfinden oder im Keller Bücher von Kafka lesen.

  • 1. Eure Transparenz ist mein Profit - Zuckerbergs Philosophie
    2. Eure Transparenz schützt Euch vor Euch selbst - >Teilwahrheit; >>Zuckerbergs Vehikel zur Macht
    3. Ich bin machtgeil und sonst nichts - Zuckerbergs Kernphilosophie
    4. Kollateralnutzen für sämtliche Geheimdienste: die Netzwerknutzer offenbaren freiwillig ihre Biografien und ihre Vorlieben. Diese Infos brauchen die Geheimdienste nur noch aufsammeln.
    >big brother is watching you - 2012

  • Das wars Zuckerberg; er glaubt das noch nicht: er muss es wissen: als kleiner Datenschänder wird der in die Geschichte eingehen - sollte er Glück haben.
    [...]

    gl

    [+++ Beitrag von der Redaktion editiert +++]

  • Alptraum?
    Anleger?

    So viele Fremdwörter.

    Dabei bin ich ja nur ein dummer Mitkommentator.

    Facebook wird uns das alles mit der kommenden Änderungen der AGB's gleich noch viel bessetr erklären können.

    Viel Spass an den Börsen Facebook: da werden euch eure AGB's links und rechts um die Ohren fliegen.

  • 1000 MRD. ;)

  • Die Aussage: "Zuckerberg kann man getrost abnehmen, dass er seine Vision von einer offeneren und dadurch besseren Welt für wichtiger hält als den Profit." kann ich so nicht teilen. Wenn Zuckerberg wirklich so ein Genie ist, wie im Artikel beschrieben, dann weiss er auch, dass er eine Story braucht, um seine Idee zu Geld machen zu können.

    Und da klingt die Vision von der besseren Welt durch totale Transparenz natürlich besser als der Wunsch nach totaler Macht, denn Wissen ist ja bekanntlich Macht und Wissen über Menschen ist Macht über Menschen.

    Zwar hat Transparenz tatsächlich viele Vorteile für die Gesellschaft. Die Piratenpartei z.B. unterscheidet aber zwischen der Pflicht zur Transparenz über die Tätigkeiten des Inhabers eines staatlichen Amtes, mit der dieser Rechenschaft geben und Macht-Missbrauch verhindert werden soll einerseits und der Privatsphäre, die für die Menschen in ihrem Privatleben bewahrt werden soll, andererseits.

    Ich denke hier sind die Piraten Lichtjahre weiter und differenzierter als Zuckerberg, für den in aller Plattheit gilt: "Eure Transparenz ist mein Profit". Die Folgen für uns sind ihm aber relativ egal, so lange sie seinen Profit nicht schmälern.

    Noch vieles weiteres spricht dagegen, dass Zuckerberg wirklich uneingeschränkt an die Vision der besseren Welt durch Transparenz glaubt: So war ja von Zuckerberg sehr lange Zeit kaum etwas Persönliches aus seinem Privatleben bekannt. Erst als dies öffentlich thematisiert wurde, fing er an, tröpfchenweise ein paar persönliche Infos zu veröffentlichen.
    Und was er nicht selbst veröffentlicht, das recherchieren heute die Heerschaaren von hauptberuflichen oder hobbymässigen Journalisten, die an Zuckerberg inzwischen einfach nicht mehr vorbeikommen.
    Wäre Zuckerberg wirklich so von der totalen Transparenz überzeugt, wie er vorgibt, dann wäre er mit seinen eigenen persönlichen Daten anders umgegangen.

    Von Zuckerberg soll ja auch der Satz stammen: "Sie vertrauen mir, diese Idioten!".

  • Also vor einigen als Jahren Microsoft diesen 1,6 Prozent Anteil gekauft hat, wäre die gesamte Firma mit 15 Mrd. $ bewertet gewesen. Da hab ich gedacht solche Vollidioten bezahlen für für eine Teeniegezick-Seite die in einem halben Jahre wieder out ist solche irren Preise.

    Tja, 5 Jahre später hat sich diese Krake zumindest von mir weitgehend unbemerkt überall hin ausgebreitet. Selbst die ÖR-Internetmedien machen vor dieser Button-Schleichwerbung nicht halt und sogar CSU-Politikern der ersten Reihe ist es nicht zu dumm sich zu Zuckerbergs Hampelmann zu machen.

    Mag sein das ich wieder Unrecht habe, aber ich für meinen Teil habe keine Lust mir in weiteren fünf Jahren die Frage zu stellen wie ich so dämlich sein konnte diese Like-Button-Plage für 100 Mrd. $ wert halten konnte. Isoliert betrachtet wirken dagegen die meisten Geschäftsmodelle der DotCom-Blase weit weniger absurd.
    Wenn da nicht diese Milliarde Leute wäre an denen man mit Werbung verdienen könnte. Als erstes gehe ich aber mal davon aus das sich irgendwann herausstellt das viele Accounts schon länger inaktiv sind und zusätzlich viele Personen mehrere davon haben.

  • Die Aussage: "Zuckerberg kann man getrost abnehmen, dass er seine Vision von einer offeneren und dadurch besseren Welt für wichtiger hält als den Profit." kann ich so nicht teilen. Wenn Zuckerberg wirklich so ein Genie ist, wie im Artikel beschrieben, dann weiss er auch, dass er eine Story braucht, um seine Idee zu Geld machen zu können.

    Und da klingt die Vision von der besseren Welt durch totale Transparenz natürlich besser als der Wunsch nach totaler Macht, denn Wissen ist ja bekanntlich Macht und Wissen über Menschen ist Macht über Menschen.

    Zwar hat Transparenz tatsächlich viele Vorteile für die Gesellschaft. Die Piratenpartei z.B. unterscheidet aber zwischen der Pflicht zur Transparenz über die Tätigkeiten des Inhabers eines staatlichen Amtes, mit der dieser Rechenschaft geben und Macht-Missbrauch verhindert werden soll einerseits und der Privatsphäre, die für die Menschen in ihrem Privatleben bewahrt werden soll, andererseits.

    Ich denke hier sind die Piraten Lichtjahre weiter und differenzierter als Zuckerberg, für den in aller Plattheit gilt: "Eure Transparenz ist mein Profit". Die Folgen für uns sind ihm aber relativ egal, so lange sie seinen Profit nicht schmälern.

    Noch vieles weiteres spricht dagegen, dass Zuckerberg wirklich uneingeschränkt an die Vision der besseren Welt durch Transparenz glaubt: So war ja von Zuckerberg sehr lange Zeit kaum etwas Persönliches aus seinem Privatleben bekannt. Erst als dies öffentlich thematisiert wurde, fing er an, tröpfchenweise ein paar persönliche Infos zu veröffentlichen.
    Und was er nicht selbst veröffentlicht, das recherchieren heute die Heerschaaren von hauptberuflichen oder hobbymässigen Journalisten, die an Zuckerberg inzwischen einfach nicht mehr vorbeikommen.
    Wäre Zuckerberg wirklich so von der totalen Transparenz überzeugt, wie er vorgibt, dann wäre er mit seinen eigenen persönlichen Daten anders umgegangen.

    Von Zuckerberg soll ja auch der Satz stammen: "Sie vertrauen mir, diese Idioten!".

  • Wenn die EZB den Banken wieder 1 Milliarde Taschengeld für das Banken-Spielkasino zur Verfügung stellt werden die Aktienkurse auch wieder steigen. Aber Aktien werden derzeit nur noch von Banken gekauft. Der normale Bürger ist schon lange aus dem Spielkasino ausgestiegen und hat sein Geld in Immobilien, Kunstgegenstände sowie Gold und Silber angelegt. Der Normalbürger wettet derzeit nur noch welche Bank als nächstes pleite geht!

  • Haben die Leute nichts von den damaligen Internetblasen gelernt, die nach und nach zerplatzt sind? Auch in diesem Fall wird Facebook gepusht, die Aktien in hohen Stückzahlen vertickert und sobald der Kurs durch eine inszenierte Nachfrage künstlich hochgepeitscht wurde, ebenso schnell wieder abgestoßen. Die naiven Kleinaktionäre, denen man rät, die Aktien langfristig zu halten, werden nur noch dabei zuschauen, wie der Kurs Jahr für Jahr in Richtung Keller geht. Wie damals, bei Yahoo und allen anderen „Raketen“, die als Rohrkrepierer abgestützt sind.

    Yahoo (Höchstwert Anfang 2000): 119,55 Euro
    Yahoo (Wert vom 24. April 2012): 11,67 Euro

    Na, wenn das kein tolles Geschäft ist. Niemand muss Hirn besitzen, um zu sehen, dass sich diese Masche auch bei Facebook wiederholen wird. Wie bei einem Schneeballsystem: Verdienen werden nur die, die von ganz oben auf der Pyramide stehen und von dort ihr Spiel beginnen. Die Dummen, die weiter unten stehen, werden ihr Geld verlieren, weil sie nicht den vereinbarten Zeitpunkt von oben kennen, um rechtzeitig das Spiel zu beenden – die Kleinanleger.

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