Accor Sarkozy wird Chef-Stratege bei Hotelkette

Der frühere französische Präsident hat einen neuen Job: Nicolas Sarkozy zieht in den Verwaltungsrat des Hotelkonzerns Accor ein. Wirtschaftlich läuft es bei Europas größtem Hotelbetreiber derzeit gut.
Update: 22.02.2017 - 11:40 Uhr Kommentieren
Vom Präsidentenpalast zum Hotelkonzern. Quelle: Reuters
Nicolas Sarkozy

Vom Präsidentenpalast zum Hotelkonzern.

(Foto: Reuters)

ParisFrankreichs Altpräsident Nicolas Sarkozy (62) zieht in den Verwaltungsrat des Hotelkonzerns Accor ein. Zum Unternehmen gehören Marken wie Pullman, Mercure, Novotel oder Ibis. Wie Accor am Dienstag mitteilte, wird der konservative Spitzenpolitiker ein neu eingerichtetes Gremium für internationale Strategie führen. Die Aufgaben dieses Komitees sollen noch im Detail festgelegt werden.

Sarkozy war von 2007 bis 2012 französischer Staatspräsident. Ende vergangenen Jahres trat er bei der Vorwahl der bürgerlichen Rechten an und zog dann gegen seine Konkurrenten François Fillon und Alain Juppé den Kürzeren. Sarkozy erklärte laut Unternehmen: „Ich bin sehr glücklich, an der Entwicklung und an der internationalen Ausstrahlung von Accor Hotels beteiligt zu sein.“ Der Konzern sei eines der Aushängeschilder der französischen Unternehmen.

Europas größter Hotelbetreiber hat zuletzt trotz drastischer Buchungsrückgänge in Frankreich in Folge der islamistischen Anschläge seinen Gewinn gesteigert. Einsparungen und eine gute Entwicklung in den meisten anderen Ländern hätten den Überschuss 2016 um knapp vier Prozent auf 696 Millionen Euro in die Höhe getrieben, teilte das Unternehmen, das weltweit rund 4000 Hotels betreibt, am Mittwoch mit.

Das sind die besten Hotels in Deutschland
Platz 10: Fairmont Hotel Vier Jahreszeiten (Hamburg)
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Ob der ehemalige US-Außenminister John Kerry, der in diesem Hamburger Grand Hotel kürzlich zu Gast war, auch den schönen Ausblick auf die Binnenalster genossen hat? Viele Reisende loben jedenfalls diese Aussicht, die sich auch vom 500 Quadratmeter großen Spa- und Fitnessbereich aus genießen lässt. „Das Hotel ist eines der letzten wahren Grand Hotels. Gut geschultes Personal“, schreibt ein Gast auf der Touristikwebsite TripAdvisor.

Mittlere Hotelrate: 275 Euro/Nacht, Günstigster Monat: Januar (211 Euro)

Jährlich kürt die Website zur Reiseplanung und -buchung mit dem „Travellers' Choice Award“ die besten Hotels. Grundlage für das Ranking sind Millionen von Bewertungen und Meinungen der internationalen TripAdvisor-Community innerhalb eines Jahres.

Platz 9: Bülow Palais (Dresden)
2 von 10

In Blau-, Silber- und Goldtönen ist dieses Hotel in der Königsstraße in Dresden gehalten. Vielen Reisenden gefällt das Design, eine Mischung aus Barock und Moderne, was für eine besondere Wohlfühlatmosphäre in den Zimmern sorgt. „Ein wunderbares, gediegenes Haus. Von der ersten bis zur letzten Minute genießt man die unaufdringliche Aufmerksamkeit.“

Mittlere Hotelrate: 145 Euro/Nacht, Günstigster Monat: Februar (129 Euro)

Platz 8: Hotel Villa Hügel (Trier)
3 von 10

Die weiße Jugendstilvilla in Trier an der Mosel wurde als Haus einer Weinhändlerfamilie gebaut und ist heute ein familiengeführtes Hotel. Abgesehen von der romantischen Landschaft können Gäste im Wellnessbereich entspannen, mit Finnischer Sauna, Aromadampfbad, Sanarium und Eisbrunnen. „Ein kleines, ausgesprochen feines Hotel mit sensationellem Blick vom Hügel auf und über die Mosel.“

Mittlere Hotelrate: 133 Euro/Nacht, Günstigster Monat: Februar (118 Euro)

Platz 7: Das Stue (Berlin)
4 von 10

In dem neoklassizistischen Berliner Bau war einst eine Botschaft untergebracht. Heute steht hier ein luxuriöses Boutique-Hotel in zurückhaltendem Design, in dessen Zimmern, Bar und Restaurant die Besucher die Hektik des Alltags vergessen sollen. Eine Besonderheit: Das Hotel bietet einen Exklusivzugang zum Berliner Zoo und hat dort ein Patenkind: Stuy, das am 2. März 2016 geborene Rote Riesenkänguru.

Mittlere Hotelrate: 314 Euro/Nacht, Günstigster Monat: Januar (227 Euro)

Platz 6: The Charles Hotel (München)
5 von 10

Mit Blick auf den alten Botanischen Garten, liegt dieses Luxus-Hotel, in dessen Präsidentensuite Mariah Carey kürzlich eine Filmpremiere feierte. Rund 150 teils individuell gestaltete Zimmer und Suiten beherbergt das Bauwerk im Stil des Art Déco. Der Künstler Franz von Lenbach lebte nur wenige Schritte vom Hotel entfernt, woran heute eine große Kollektion des Malers im Hotel erinnert. „Es fehlt an nichts. Das ist gehobenes Niveau in München!“

Mittlere Hotelrate: 421 Euro/Nacht, Günstigster Monat: Februar (306 Euro)

Platz 5: Schlosshotel Kronberg
6 von 10

In diesem geschichtsträchtigen Anwesen mit weitläufigem Park und Golfplatz fühlt man sich beinahe wie im Märchen: Einst lebte hier Victoria Kaiserin Friedrich, die Mutter von Wilhelm II., die das Schloss in englischer Tudor-Architektur einrichtete. Der Schlosspark wird auch für Hochzeiten genutzt, besonders idyllisch an der Grotte und dem Wasserfall hinter der Höhle. „Ein Bett, in dem der Zar übernachtet hat, der Schreibtisch von Kaiser Wilhelm II. Für Geschichtsbegeisterte ein tolles Erlebnis.“

Mittlere Hotelrate: 246 Euro/Nacht, Günstigster Monat: August (229 Euro)

Platz 4: Forsthaus Auerhahn (Baiersbronn)
7 von 10

Ein Hotel am Waldesrand – idyllisch liegt dieses familiengeführte 4-Sterne-Haus in Baiersbronn inmitten des Naturparks im Schwarzwald. Einst lebten in diesem Haus Förster, heute werden Besucher nach einer Wanderung mit Ayurveda, Massagen und Spezialbehandlungen verwöhnt. „Sehr netter Service, toller Spa-Bereich, ideal sowohl als Paar als auch als Familie, extrem leckeres Essen, nicht günstig, aber absolut seinen Preis wert, wir werden immer wieder kommen.“

Keine Preisangaben vorhanden.

Der Rivale von Intercontinental und Marriott hat sich neben Kostenkürzungen eine Expansion in China und eine breitere Aufstellung bei Luxus-Hotels auf die Fahnen geschrieben. Zu seinen Flaggschiffen gehören bereits das Savoy in London und das Plaza in New York.

Accors Umsatz stieg 2016 um 2,2 Prozent auf 5,6 Milliarden Euro. Auf dem Heimatmarkt Frankreich, der für knapp ein Drittel des Konzerngeschäfts steht, sanken die Erlöse hingegen. Der Betriebsgewinn brach um 13 Prozent ein. Dies ist Folge einer Reihe islamistischer Anschläge im Land. Vor allem Paris meiden seither viele Touristen. Accors Umsatz pro verfügbarem Hotelzimmer sackte dort um rund 13 Prozent ab. Den Tourismus-Behörden zufolge hatten die Hotels in der Hauptstadt 2016 insgesamt 1,5 Millionen Gäste weniger als 2015 und verloren dadurch 1,3 Milliarden Euro Umsatz.

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