Adidas-Chef Herbert Hainer Abschied des Lichtbringers

Nach 15 Jahren an der Spitze von Adidas hat sich der dienstälteste Dax-Chef von den Aktionären verabschiedet. Herbert Hainer strich dabei reichlich Lob ein. Trotzdem bleibt für seinen Nachfolger genug zu tun.
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Bye, bye Adidas: Hainers letzte Hauptversammlung

FürthHerbert Hainer erinnert sich noch genau: Es war der 8. März 2001, als er den Chefsessel der damaligen Adidas-Salomon AG einnahm. Zwei Monate später stand er zum ersten Mal bei der Hauptversammlung auf der Bühne der Stadthalle Fürth. An diesem Donnerstag nun wandte er sich an selber Stätte zum letzten Mal als Vorstandsvorsitzender an die Aktionäre des Turnschuh-Herstellers: Im Herbst hört der dienstälteste Chef eines Dax-Konzerns auf. Fortan wird der bisherige Henkel-Chef Kasper Rorsted das Traditionsunternehmen führen.

Sein letztes Aktionärstreffen nach 15 Jahren an der Unternehmensspitze konnte Hainer genießen. Die Kritik der Anteilseigner fiel über weite Strecken zahm aus. Aufsichtsratschef Igor Landau zollte ihm zunächst ohnehin das größte Lob, das ein Adidas-Angestellter überhaupt bekommen kann: „Adi Dassler wäre stolz, wie erfolgreich Herbert Hainer das Unternehmen geführt hat.“ Den legendären Unternehmensgründer und begnadeten Tüftler verehren sie in der Zentrale in Herzogenaurach bis heute.

Wie nicht anders zu erwarten stellte sich Hainer selbst für die vergangenen 15 Jahre ein Top-Zeugnis aus: Den Umsatz habe er verdreifacht, den Gewinn verfünffacht, den Börsenwert verachtfacht. „Sie sehen heute bei dieser Hauptversammlung einen rundum zufriedenen und glücklichen Vorstandsvorsitzenden vor sich.“

Viele Aktionäre beurteilen seine Leistung genauso positiv. „Der Geschäftsbericht strotzt vor guten Zahlen“, lobte Elke Schubert von der Deutschen Schutzgemeinschaft für Wertpapierbesitzt. Und legte nach: „Herr Hainer, sie haben viel Licht in dieses Unternehmen gebracht.“

2015 hat Adidas den Umsatz auf 16,9 Milliarden Euro und den Gewinn auf rund 634 Millionen Euro gesteigert. Für die Aktionäre zahlt sich die positive Entwicklung in der Dividende aus: Fürs vergangene Jahr werden 1,60 Euro je Aktie an die Anteilseigner fließen, zehn Cent mehr als im Vorjahr.

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