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Affäre Ex-VW-Betriebsratschef Volkert vorzeitig frei

Auf freiem Fuß: Der wegen Verstrickung in Luftreisen auf Firmenkosten verurteilte Ex-VW-Betriebsratschef Klaus Volkert wurde vorzeitig aus der Haft entlassen. Der Grund: seine gute Prognose.
02.09.2011 Update: 02.09.2011 - 13:23 Uhr Kommentieren
Klaus Volkert, Ex-Betriebsratschef von VW, ist vorzeitig aus der Haft entlassen worden. Quelle: ap

Klaus Volkert, Ex-Betriebsratschef von VW, ist vorzeitig aus der Haft entlassen worden.

(Foto: ap)

Wolfsburg/Hamburg Der in der VW-Affäre um Lustreisen auf Firmenkosten und Schmiergeldzahlungen verurteilte Ex-Betriebsratschef Klaus Volkert ist vorzeitig aus der Haft entlassen worden. Etwa ein Jahr und neun Monate nach dem Antritt seiner Strafe kam Volkert am Freitag auf freien Fuß, wie sein früherer Verteidiger, der Hamburger Anwalt Johann Schwenn, mitteilte. Das Landgericht Braunschweig hatte den heute 68 Jahre alten Volkert im Februar 2008 wegen seiner Verstrickung in den Skandal zu zwei Jahren und neun Monaten Gefängnis verurteilt. Er verbüßte die Strafe im offenen Vollzug. „Herr Volkert ist entlassen worden, weil erwartet wird, dass er eine gute Prognose hat“, erklärte Schwenn. Nach Informationen des Norddeutschen Rundfunks verbrachte der ehemals höchste Arbeitnehmervertreter bei Volkswagen seine Haftzeit in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Burgdorf bei Hannover. Gefangene im offenen Vollzug können das Gefängnis tagsüber verlassen, müssen die Nacht aber hinter Gittern verbringen.

Das Justizministerium in Hannover bestätigte die vorzeitige Entlassung Volkerts. „Nach Verbüßung von zwei Dritteln der Strafe wird eine bedingte Haftentlassung geprüft“, hieß es Auch im Fall Volkerts hätten die Staatsanwaltschaft und die zuständige JVA eine entsprechende Stellungnahme abgegeben. Die VW-Affäre war 2005 ans Licht gekommen und hatte die Justiz in Niedersachsen jahrelang beschäftigt. Für Europas größten Autobauer war das Verfahren gegen Volkert ein schmerzhafter Einschnitt, sie kostete auch den damaligen Personalvorstand Peter Hartz den Job.

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