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Airbus Enders soll noch eine Amtszeit Chef bleiben

Tom Enders soll nach dem Willen des Verwaltungsrats mindestens noch eine weitere Amtszeit Chef bei Airbus bleiben. Sein bisheriges Mandat endet 2016. Zuletzt hat es zahlreiche Spekulationen um seinen Rücktritt gegeben.
27.05.2015 Update: 28.05.2015 - 00:45 Uhr Kommentieren
Wie lange bleibt er noch Chef bei Airbus? Quelle: Reuters
Tom Enders

Wie lange bleibt er noch Chef bei Airbus?

(Foto: Reuters)

Amsterdam Airbus will den Spekulationen um den künftigen Chef des europäischen Luftfahrt- und Rüstungskonzerns ein Ende machen. Der Verwaltungsrat habe Tom Enders um mindestens noch eine weitere Amtszeit gebeten, sagte Chairman Denis Ranque am Mittwoch zu Beginn der Hauptversammlung. Das bisherige Mandat des Deutschen endet 2016. Der 56-Jährige hatte sich zuletzt zu seiner persönlichen Zukunft bedeckt gehalten.

Enders steht seit Mitte 2012 an der Spitze des neu strukturierten Konzerns, der maßgeblich von den Regierungen in Frankreich, Deutschland und Spanien beeinflusst wird. Zuvor war er Co-Chef des Boeing -Rivalen und führte einst die Rüstungssparte. Auch im Bundesverteidigungsministerium war Enders schon tätig.

Auf der Hauptversammlung stand auch die Wahl des Aufsichtsrats auf der Tagesordnung. Dabei vermied Airbus einen Eklat und entschied eine Auseinandersetzung mit der spanischen Regierung für sich. Demnach wird die frühere IBM -Managerin Maria Amparo Moraleda Martinez den Posten von Josep Pique i Camps übernehmen, der zurücktritt. Die spanische Regierung hatte Firmenkreisen zufolge vorgeschlagen, die frühere Chefin der spanischen Bad Bank, Belen Romana, einzusetzen. Die Zahl der Gegenstimmen, die sich auf 40,4 Prozent der anwesenden Stimmrechte summierten, zeigte das Ausmaß der Unstimmigkeiten. Enders versucht seit Jahren, den Einfluss der Politik auf Airbus zu verringern. Dazu gehört auch, dass Spanien zwar weiterhin im Aufsichtsrat vertreten ist, aber die Regierung nicht mehr selbst das Mitglied bestimmen darf. Für die Wahl von Moraleda war nur eine einfache Mehrheit nötig.

  • rtr
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