Airbus Rolls-Royce-Manager wird neuer Verkaufschef

Der bisherige Airbus-Verkaufschef John Leahy geht Ende Januar in den Ruhestand. Mit Eric Schulz wurde nun sein Nachfolger bei Rolls-Royce gefunden. Unterdessen haben Ermittler Büros des Flugzeugsbauers durchsucht.
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Der bisherige Rolls-Royce-Manager wird Anfang 2018 Verkaufschef von Airbus. Quelle: AFP
Eric Schulz

Der bisherige Rolls-Royce-Manager wird Anfang 2018 Verkaufschef von Airbus.

(Foto: AFP)

ParisDer Flugzeugbauer Airbus hat einen Nachfolger für den freiwerden Posten des Verkaufschefs gefunden: Eric Schulz, bisher Leiter der Rolls-Royce-Triebwerksparte, soll den Posten übernehmen, wie Airbus am Dienstag in Paris mitteilte.

Der 54-jährige Schulz löst den scheidenden Amtsinhaber John Leahy ab, der sich nach vielen, für den Konzern prägenden Jahren in den Ruhestand verabschiedet. Der Manager übernimmt das Ruder als neuer Verkaufschef bei Airbus Ende Januar 2018. Leahy werde für eine Übergangsperiode von einigen Monaten noch an der Seite seines Nachfolgers bleiben.

In den Medien war bereits über die Personalie spekuliert worden. Demnach hat Airbus-Chef Tom Enders nach einer Besetzung durch einen konzernfremden Manager gesucht, um frischen Schwung in das Unternehmen zu bringen.

Derweil haben französische Ermittler Büros des Luftfahrtkonzerns durchsucht. Ein Sprecher des Unternehmens bestätigte am Dienstag einen Bericht des französischen Online-Magazins „Mediapart“. Die Aktion stehe im Kontext französischer Justizermittlungen im Zusammenhang mit Kasachstan. Nähere Angaben machte der Sprecher unter Verweis auf das laufende Verfahren nicht. Airbus kooperiere mit den Behörden.

Das sind die größten Luftfahrtkonzerne der Welt
Platz 10: Safran
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Der französische Konzern verbuchte 2016 einen Ertrag von 18,2 Milliarden Dollar (Vorjahr: 18,0 Milliarden). Safran ist nach Rolls-Royce Europas zweitgrößter Hersteller von Flugmotoren und Strahltriebwerken. In puncto Ertragswachstum lagen die europäischen Unternehmen mit 3,7 Prozent klar vor der US-Konkurrenz (2,4 Prozent) und setzten damit den Trend des Vorjahres fort.

(Quelle: Deloitte Global Aerospace & Defence Sector Financial Performance Study 2017)

Platz 9: Raytheon
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Der US-Hersteller produziert vor allem für das Militär. Der Rüstungskonzern erreichte 2016 einen Ertrag von 24,1 Milliarden Dollar (Vorjahr: 23,2 Milliarden ). Dank der leistungsstarken US-Rüstungsindustrie und einer hohen weltweiten Nachfrage wuchsen die Erträge im militärischen Sektor bei den US-Unternehmen insgesamt um 2,1 Prozent.

Platz 8: BAE Systems
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Der britische Rüstungs- und Luftfahrtkonzern kletterte in der Rangliste vom neunten auf den achten Platz. 2016 betrug der Ertrag 24,1 Milliarden Dollar (Vorjahr: 22,8 Milliarden). In Europa legte der Ertrag im militärischen Sektor laut Studie um insgesamt 0,6 Prozent zu.

Platz 7: Northrop Grumman
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Der US-Hersteller von Rüstungstechnik für Luft- und Raumfahrt machte 2016 einen Ertrag von 24,5 Milliarden Dollar (Vorjahr: 23,5 Milliarden Dollar). Die Wachstumsrate der Gesamtbranche fiel von 3,8 Prozent im Jahr 2015 auf 2,4 Prozent im Jahr 2016. Sie war damit immer noch um 0,1 Prozentpunkte höher als das globale Wirtschaftswachstum.

Platz 6: GE Aviation
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Das Unternehmen gehört zur US-Konzern General Electric. Der Konzern erzielte 2016 einen Ertrag in Höhe von 26,3 Milliarden Dollar (Vorjahr: 24,7 Milliarden). GE Aviation stellt Flugzeugtriebwerke für den zivilen und den militärischen Gebrauch her. Insgesamt zeigte die Luftfahrtbranche 2016 bei einem Gesamtertrag von 674,4 Milliarden Dollar ein verlangsamtes Wachstum.

Platz 5: United Technologies
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Der US-Hersteller von Technologieprodukten hat seinen Hauptsitz in Connecticut. Neben Luft- und Raumfahrt ist der Konzern auch in den Bereichen Klimaanlagen, Aufzugsanlagen und Rolltreppen tätig. Der Ertrag im Luftfahrtbereich lag 2016 bei 28,9 Milliarden Dollar (Vorjahr: 27,8 Milliarden Dollar).

Platz 4: General Dynamics
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Der Konzern ist neben Boeing der größte Hersteller von Lenkflugkörpern in den USA. Der Konzern baut neben Raketen auch Hubschrauber sowie Panzer und fertigte 1954 mit der USS Nautilus das erste nuklearbetriebene U-Boot der Welt. Im vergangenen Jahr betrug der Ertrag 31,4 Milliarden Dollar (Vorjahr: 31,5 Milliarden).

Nach Angaben von „Mediapart“ hatten die Ermittler vergangene Woche Airbus-Büros in Suresnes bei Paris durchsucht. Das Investigativ-Medium hatte vergangene Woche berichtet, bei den schon länger laufenden Ermittlungen gehe es um Korruptionsverdacht bei früheren Geschäften mit Kasachstan.

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  • dpa
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