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Allianz-Vorstand Jan Carendi will nicht als habgierig gelten Ein Superhirn kämpft um seinen Ruf

Allianz-Vorstand Jan Carendi dominiert zurzeit zusammen mit einigen anderen Ex-Managern des Versicherungskonzerns Skandia sämtliche Schlagzeilen in Schweden - und darüber hinaus. Lieb ist ihm das in diesem Fall nicht. Denn er will nicht als habgierig gelten.

STOCKHOLM. Dass das Telefon in einem Redaktionsbüro häufig klingelt, ist nichts Besonderes. Doch das am anderen Ende der Leitung einer der meistgefragten schwedischen Top-Manager, um ein Plauderstündchen bittet, gehört zu den absoluten Ausnahmen. Zumal tatsächlich Gesprächsbedarf besteht.

Jan Carendi, heute Vorstandsmitglied bei der Münchner Allianz und früher Top-Manager beim größten schwedischen Versicherungskonzern Skandia, dominiert zurzeit zusammen mit einigen anderen Ex-Managern sämtliche Schlagzeilen. Die angebliche Selbstbedienungsmentalität der Führungsetage hat Staatsanwaltschaft und die heutige Skandia-Leitung eingreifen lassen. Allerdings haben weder Staatsanwaltschaft noch Polizei auf Carendi ein Auge geworfen. Dennoch steht der 58-Jährige für die „Habgier“, die Rechtsanwalt Otto Rydbeck in seinem Untersuchungsbericht über rekordhohe Bonuszahlungen den Ex-Managern vorgeworfen hat.

Carendi rechtfertigt sich. Er selbst habe nur 280 Millionen Kronen (31 Millionen Euro) an Bonuszahlungen erhalten und nicht, wie Anwalt Rydbeck meint, 360 Millionen Kronen. Das musste einmal gesagt werden, wo doch so viel Falsches in den Medien über ihn berichtet werde. Ob er sich wegen der Empörung eine teilweise Rückzahlung vorstellen könne? „Nein. Ich habe hart gearbeitet, damit die Aktionäre sehr viel Geld verdienen konnten“, sagt Carendi. Er ist eine Ausnahmeerscheinung: hohe Stirn, funkelnde Augen, ein wenig untersetzt. Der in Argentinien geborene Schwede zählt zu den Topmanagern seines Landes und wurde schon früh als Superhirn entdeckt. In den vergangenen Jahren tauchte er mit großer Regelmäßigkeit in den Zeitungsspalten auf. Zumeist konnte er sich bei der Lektüre im Glanz der ihm zugeschriebenen Eigenschaften sonnen: charismatisch, pragmatisch, analytisch – eine Supernase. Unter Geniestreichen machte er es kaum.

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