Amazon-Gründer Jeff Bezos gründet zwei Milliarden Dollar schwere Stiftung

Bislang war der Amazon-Gründer nur vereinzelt als Philanthrop in Erscheinung getreten. Doch nun will er mit seiner Frau obdachlosen Familien helfen und Vorschulen bauen.
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Amazon-Chef Jeff Bezos gründet Zwei-Milliarden-Dollar-Stiftung Quelle: AFP
Jeff Bezos

Mit einer neuen Stiftung will sich der Amazon-Gründer für Obdachlose und Kinder einsetzen.

(Foto: AFP)

DüsseldorfJeff Bezos ist der reichste Mann der Welt – und auch der erste, der die „Forbes“-Liste mit einem Vermögen von mehr als 100 Milliarden Dollar anführt. Dem US-Wirtschaftsmagazin zufolge beträgt es 112 Milliarden Dollar. Einen Teil davon will der Amazon-Gründer nun für wohltätige Zwecke einsetzen: Gemeinsam mit seiner Frau MacKenzie hat Bezos angekündigt, die Stiftung „One Day Fund“ ins Leben zu rufen und sie mit zwei Milliarden Dollar auszustatten.

Mit der Stiftung will Bezos einerseits gemeinnützige Organisationen unterstützen, die obdachlosen Familien helfen, andererseits Vorschulen in benachteiligten Gemeinden aufbauen und betreiben.

Bislang war Bezos nur vereinzelt als Philanthrop in Erscheinung getreten, anders als beispielsweise Bill Gates, der gemeinsam mit seiner Frau Melinda die mit Abstand größte Privatstiftung der Welt betreibt, oder Warren Buffett, der versprochen hat, sein immenses Vermögen zum überwiegenden Teil für wohltätige Zwecke zu spenden, anstatt es an seine Kinder zu vererben.

Mit einer Stiftung seiner Familie setzte sich Bezos in der Vergangenheit bereits für Bildungsprojekte ein, die Mittel stammten jedoch zum großen Teil aus dem Vermögen seiner Eltern.

Im vergangenen Jahr hatte Bezos über Twitter angekündigt, sich stärker wohltätig engagieren zu wollen, und dabei nach Anregungen gefragt, wie er sein Vermögen dafür am besten einsetzen könnte. Vorgeschlagen wurde unter anderem die Unterstützung des Gesundheitssystems und Hilfe für verschuldete Studenten, aber auch die Finanzierung eines Leder-Fetisch-Museums in Chicago.

Der Amazon-Chef war zuletzt wegen angeblich zu schlechter Bezahlung seiner Mitarbeiter in die Kritik geraten. US-Senator Bernie Sanders hatte getwittert: „Keiner, der für die reichste Person der Welt arbeitet, sollte von Essensmarken abhängig sein. Keiner, der für einen Mann arbeitet, der täglich 260 Millionen Dollar verdient, sollte gezwungen sein, in seinem Auto zu schlafen. Und doch ist es genau das, was bei Amazon passiert.“ Das Unternehmen wies die Kritik zurück.

US-Menschenrechtler kritisierten zudem die Arbeitsbedingungen bei Amazon und dem Zulieferer Foxconn in China.

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