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Amazon, Microsoft, VW Das sind die Gewinner der Berichtssaison

Halbzeit in der laufenden Berichtssaison: Die jüngsten Firmenbilanzen zeigen, dass die Firmengewinne sprudeln. Besonders Amazon-Chef Jeff Bezos trumpft groß auf. Für andere Manager lief es dagegen weniger rund.
30.10.2017 - 11:44 Uhr 1 Kommentar
Amazon, Microsoft, VW: Das sind die Gewinner der Berichtssaison
Jeff Bezos

Der Amazon-Chef trumpft auf.

Düsseldorf Vergangene Woche war es mal wieder so weit: Der Online-Handelsriese Amazon legte Zahlen vor – und CEO Jeff Bezos war kurz danach wieder der reichste Mann der Welt. Die starken Unternehmenszahlen trieben den Kurs der Aktie zwischenzeitlich um 13 Prozent in die Höhe – und katapultierten das Vermögen von Firmengründer Bezos innerhalb eines Tages um 6,4 Milliarden auf 90 Milliarden Dollar.

Amazon gehört fraglos zu den Gewinnern der laufenden Berichtssaison. Doch im Schatten des Gewinnmeisters aus Seattle haben noch einige andere Firmen brilliert. Die Ergebnisse von Microsoft, General Motors und United Parcel Service trugen ebenfalls dazu bei, die US-Aktienindizes auf Rekordniveau zu hieven. In Europa konnten beispielsweise Volkswagen, der schwedische Industriekonzern Atlas Copco oder der Puma-Mutterkonzern Kering überzeugen.

Weder der Nordkorea-Konflikt noch die schweren Wirbelstürme, die Brexit-Sorgen oder die katalanischen Separatisten konnten den Optimismus an den Börsen bremsen: Nachdem die Hälfte der Unternehmen aus dem S&P 500 Zahlen vorgelegt haben, stieg der Umsatz der in dem Index vertretenen Firmen im Schnitt um 6,3 Prozent, der Gewinn sogar um 8,4 Prozent. Auch die Konzerne im europäischen Leitindex Stoxx 600 konnten ihre Gewinne im Schnitt um acht Prozent steigern, schätzen Analysten der Investmentbank JP Morgan Chase.

Die Unternehmen des MSCI Asien und Pazifik, die bereits zu einem Viertel Zahlen vorgelegt haben, wuchsen mit 15 Prozent noch deutlich stärker. „Der globale wirtschaftliche Aufschwung, der Ende 2016 eingesetzt hat, zieht weiter an“, erwartet Credit-Suisse-Analyst Patrick Palfrey. „Die laufende Berichtssaison entwickelt sich sehr gut.“

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    Amazon zeigt der Konkurrenz dabei, wie es geht: Der Online-Handelsriese integriert die zugekaufte Supermarktkette Whole Foods im Rekordtempo, wirft Gadgets wie Alexa auf den Markt, punktet bei Zukunfts-Dienstleistungen wie Cloud-Angeboten, steigert den Umsatz und hält gleichzeitig die Kosten im Rahmen. Das Unternehmen übertraf seine selbstgesteckten Ziele weit und steigerte den Aktienkurs auf über 1100 Dollar.

    Einkaufen ohne Kassen und Warteschlangen
    Die neue Amazon-Idee
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    Nie mehr Schlange stehen, sondern mit dem vollen Einkaufswagen einfach aus dem Laden laufen: Das verspricht eine neue Idee des Onlineriesen Amazon – ein Supermarkt in Seattle mit dem Namen „Amazon Go“.

    (Foto: Reuters)
    Sensoren erkenne die gewählten Produkte
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    In Seattle im US-Bundesstaat Washington präsentierte der Konzern am Montag den Prototyp eines Supermarkts, in dem Kunden alles mitnehmen können, ohne eine Kasse zu passieren. Die in dem rund 170 Quadratmeter großen Laden eingebaute Technologie „erkennt automatisch, wenn Produkte aus den Regalen genommen werden“, erklärte das Unternehmen. Sensoren ermöglichen es dem Kunden also, die gewünschten Produkte auszusuchen und dann mit einer App über ihre Amazon-Konten abzurechnen

    (Foto: Screenshot Youtube - Amazon)
    Der Kassenzettel wird nachgereicht
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    Nur beim Betreten des Ladens muss das Smartphone am Eingang gescannt werden. Beim Verlassen des Geschäfts werde der Einkauf dann über einen virtuellen Warenkorb abgebucht. „Wenn du mit dem Einkaufen fertig bist, kannst du das Geschäft einfach verlassen“, erklärte das Unternehmen. Anschließend werde das Amazon-Konto des Kunden mit dem entsprechenden Betrag belastet und ein Kassenzettel verschickt. Angeboten werden Grundnahrungsmittel wie Brot und Milch, Fertiggerichte und Kochboxen mit Zutaten für bestimmte Gerichte.

    (Foto: Screenshot Youtube - Amazon)
    Hier darf nicht jeder rein
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    Allerdings darf nicht jeder in den neuen Supermarkt. Vorerst können nur Angestellte des Konzerns, der in Seattle seinen Hauptsitz hat, Amazon Go nutzen.

    (Foto: Reuters)
    Ab 2017 für alle Kunden geöffnet
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    Anfang 2017 soll der Laden, der auch frische Menüs anbietet, dann für alle anderen Kunden geöffnet werden. Ob weitere Filialen geplant sind, war zunächst unklar.

    (Foto: Reuters)
    Amazon erobert die analoge Welt
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    Amazon bietet in den USA und London bereits den Lebensmittel-Lieferdienst Amazon Fresh an. Dabei handelt es sich um eine für 15 Dollar pro Monat erhältliche Zusatzoption für Abonnenten des jährlich 99 Dollar kostenden Prime-Service. Zudem betreibt Amazon in Seattle seit dem vergangenen Jahr bereits einen Buchladen; weitere Standorte in anderen Städten sind angekündigt. Laut „Wall Street Journal“ will der Konzern außerdem in den nächsten Wochen testweise zwei Drive-in-Läden eröffnen, ebenfalls in Seattle.

    (Foto: Reuters)
    Druck für die traditionellen Kaufhausketten
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    Sollte sich der Onlinekonzern dazu entscheiden, im großen Stil ins Supermarktgeschäft einzusteigen, würde dies erheblichen Druck auf traditionelle Lebensmittelhändler und Kaufhausketten wie Wal-Mart ausüben. Bislang kaufen die meisten Verbraucher die Dinge des täglichen Bedarfs bei solchen Anbietern ein.

    (Foto: AFP)

    Microsoft konnte im abgelaufenen Quartal unter Beweis stellen, dass nicht nur Amazon bei Boom-Thema Cloud Computing punkten kann: Das Geschäftsfeld verhalf dem IT-Riesen dazu, den Umsatz um zwölf Prozent zu steigern. Der Online-Boom treibt zwar Tech-Firmen zu immer neuen Rekorden – kennt jedoch auch Verlierer: So musste der US-Spielwarenhändler „Toys’R’Us“ kürzlich Insolvenz anmelden. Daraufhin rauschte auch die Aktie des Konkurrenten Mattel in den Keller.

    Die Hurrikan-Saison im August und September richtete zwar lokal schwere Verwüstungen an und verhagelte den Rückversicherern die Bilanz. Ansonsten blieben die Auswirkungen auf die US-Wirtschaft aber gering. Selbst der der Pharma-Konzern Amgen, der im verwüsteten Puerto Rico eine Produktionsanlage betreibt, konnte sein Gewinnziel für das laufende Geschäftsjahr anheben. General Motors und Ford profitierten sogar direkt von den Unwettern: Weil viele Menschen ihre zerstörten Autos ersetzten mussten, konnten die beiden US-Autobauer ihre Gewinnziele übertreffen.

    Für einige CEOs wurde das Quartal zum Karriere-Killer
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    1 Kommentar zu "Amazon, Microsoft, VW: Das sind die Gewinner der Berichtssaison"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • ja immetr freut es mich doch, dass alle, die laut herum krähen und alles besser wissen, weder das Volk noch die Tatsachen kennen. wie die Geier haben sich Medien, links-kommunistische, grüne Polit-Entertainer und ein paar navie Opfer-Leser hier über Volkswagen her gemacht. Hauptsache, alles kaputt machen, das scheint das einzige zu sein, was diese Würmer noch hin bekommen.

      Aber man sieht, Volkswagen macht seinen Weg, weil Menschen mit Verstand sich nicht von Demagogen und naiven Opfern beeinflussen lassen. Volkswagen ist der Inbegriff von Ethik und Nachhaltigkeit und wird deshalb auch weiterhin gerne gekauft.

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