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Anerkennungsprämien waren "rechtliches Neuland" Verteidiger sehen Ackermann rundum entlastet

Nach den Zeugenaussagen der KPMG-Wirtschaftsprüfer im Mannesmann-Prozess sieht die Verteidigung Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann rundum entlastet. "Von den zum Teil berechtigten Bedenken der Prüfer ist nichts übrig geblieben", sagte Ackermanns Verteidiger Eberhard Kempf am Donnerstag nach der Vernehmung von fünf Wirtschaftsprüfern als Zeugen im Düsseldorfer Landgericht.

HB DÜSSELDORF. Schon im Jahr 2000 seien die wesentlichen Bedenken ausgeräumt worden. Ackermann habe von diesen Diskussionen überhaupt nichts mitbekommen. Erst im April 2000 habe er durch den Prüfungsbericht von den Bedenken erfahren, die darin aber bereits entschärft und "in unauffälliger Form" präsentiert worden seien.

Auch die Staatsanwaltschaft habe damals keine Veranlassung gesehen, Ermittlungen aufzunehmen. Die Verteidiger des damaligen IG- Metall-Chefs Klaus Zwickel äußerten sich ähnlich. Bei Zwickel seien allenfalls "protokollarische Formulierungsbedenken" angekommen. Die umstrittenen Anerkennungsprämien von Mannesmann waren nach Aussage eines Wirtschaftsprüfers damals "rechtliches Neuland". Die Kommentierung des Aktiengesetzes habe im Jahr 2000 keinerlei Hinweise auf solche Prämien enthalten, sagte der KPMG-Risikomanager Michael Gewehr am Donnerstag als Zeuge aus. Auch für die KPMG seien solche Prämien "im deutschen Rechtskreis" neu gewesen, "obwohl uns die Gebräuche und Gepflogenheiten der Großindustrie sehr bekannt sind".

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