Anlagebetrug Ex-Goldman-Aufsichtsrat will sich angeblich stellen

Der ehemalige Goldman-Aufsichtsrat Rajat Gupta steht unter dem Verdacht, dem Hedgefond-Star Raj Rajaratnam Insiderinformationen geliefert zu haben. Jetzt will er sich Medienberichten zufolge den Behörden stellen.
Update: 26.10.2011 - 13:29 Uhr Kommentieren
Rajat Gupta beim Weltwirtschaftsforum in Davos 2010. Quelle: AFP

Rajat Gupta beim Weltwirtschaftsforum in Davos 2010.

(Foto: AFP)

New YorkEin Bekannter des wegen Insiderhandels verurteilten Hedgefonds-Managers Raj Rajaratnam wird sich laut „Wall Street Journal“ und „New York Times“ noch am Mittwoch der Justiz stellen. Gegen Rajat Gupta, Ex-Chef der Unternehmensberatung McKinsey und ehemals im Verwaltungsrat der Investmentbank Goldman Sachs und des Konsumgüterherstellers Procter and Gamble, werde im Zusammenhang mit dem Insiderhandel-Skandal ermittelt, berichteten die Zeitungen am Dienstag unter Berufung auf informierte Kreise.

Die genauen Anklagepunkte des Justizministeriums seien aber noch vertraulich. Gupta war bereits wegen der Anschuldigung befragt worden, er habe Rajaratnam illegal Insiderinformationen gegeben. Raj Rajaratnam war Mitte Oktober wegen Insidergeschäften zu elf Jahren Gefängnis verurteilt worden. Der heute 53-Jährige hatte den Galleon-Hedgefonds gegründet und wurde schuldig gesprochen, zwischen 2003 und 2009 millionenschwere Insidergeschäfte verantwortet zu haben. Insgesamt soll er damit rund 72 Millionen Dollar (etwa 52,5 Millionen Euro) erwirtschaftet haben.

Der Anwalt Guptas, Gary Naftalis, nannte die Anschuldigungen gegen seinen Mandanten „absolut substanzlos“. Die Fakten belegten, dass Gupta ein Unschuldiger sei, der stets ehrlich und integer gehandelt habe, sagte Naftalis den Zeitungen.

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