Apple, Berkshire und Co. US-Konzerne hängen Konkurrenz aus Europa ab

Apple schlägt sie alle: Keiner der Top-Konzerne in Europa und den USA verdient so viel wie der iPhone-Hersteller. Auch insgesamt stehen viele US-Unternehmen besser da als die europäische Konkurrenz.
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Absoluter Spitzenreiter beim operativen Gewinn dies- und jenseits des Atlantiks. Quelle: dpa
Apple

Absoluter Spitzenreiter beim operativen Gewinn dies- und jenseits des Atlantiks.

(Foto: dpa)

FrankfurtDie US-Konkurrenz rennt Europas Top-Konzernen bei Umsatz und Profitabilität davon. Die 300 umsatzstärksten europäischen Unternehmen erwirtschafteten im vergangenen Jahr zusammengerechnet einen Erlös von 6,7 Billionen Euro und einen operativen Gewinn von 576 Milliarden Euro, wie aus der am Freitag veröffentlichen Untersuchung des Beratungsunternehmens EY hervorgeht. Die 300 börsennotierten US-Top-Konzerne kamen auf umgerechnet 8,4 Billionen Euro Umsatz und 970 Milliarden Euro Gewinn. Sie setzten demnach 25 Prozent mehr um und übertrafen die europäische Konkurrenz beim Gewinn um 68 Prozent.

„Die amerikanische Konkurrenz wirtschaftete wesentlich profitabler und konnte den Abstand zu Europa im vergangenen Jahr nochmals vergrößern“, erläuterte Mathieu Meyer, Mitglied der EY-Geschäftsführung. Im Durchschnitt blieben bei US-Konzernen 30 Prozent mehr Gewinn hängen als bei ihren europäischen Wettbewerbern.

Unter den zehn umsatzstärksten Unternehmen Europas gibt es der Studie zufolge vier deutsche Konzerne: Die drei Autobauer Volkswagen (1. Platz), Daimler (4.) und BMW (8.) sowie Siemens (10.). Bei den gewinnstärksten Konzernen rangieren Daimler (2. Platz), BMW (5.), die Deutsche Telekom (6.) und Siemens (9.) unter Europas Top-Ten. Nicht berücksichtigt wurden in der Analyse Banken, Versicherungen und ganz klassische Investmentgesellschaften.

Die wertvollsten Börsenkonzerne der Welt
Platz 15: Bank of America
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Das größte Kreditinstitut der USA gehört mit einem Börsenwert von 222,8 Milliarden Euro (236,5 Mrd. Dollar) zu den wertvollsten Unternehmen der Welt.

Quelle: Bloomberg

Platz 14: Tencent
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Das Internetunternehmen aus China hat einen Börsenwert von 233,1 Milliarden Euro (247,5 Mrd. Dollar). Der Konzern bietet Internet mit Zusatzfunktionen, Mobilfunk und Telekom-Dienste sowie Online-Werbung an.

Platz 13: AT&T
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Der nordamerikanische Telekommunikationskonzern mit Sitz in Dallas, Texas, hat einen Börsenwert von 235,2 Milliarden Euro (249,6 Mrd. Dollar). Das Unternehmen bietet Telefon-, Daten- und Videokommunikation sowie Mobilfunk und Internetdienstleistungen für andere Unternehmen und Privatkunden an.

Platz 12: Alibaba
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Das chinesische Unternehmen mit Sitz in Hangzhou im Osten des Landes wurde vom ehemaligen Englischlehrer Jack Ma gegründet. Mit 242,4 Milliarden Euro (257,3 Mrd. Dollar) liegt es auf Platz zwölf der wertvollsten Börsenkonzerne der Welt.

Platz 11: General Electric
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Der US-amerikanische Mischkonzern mit Sitz in Boston, Massachusetts, entwickelt Lösungen in den Bereichen Infrastruktur und Verkehr, Energie und Bauen. Zudem entwickelt und baut GE Medizin- und Elektrogeräte. Er kommt auf einen Börsenwert von 250,3 Milliarden Euro (265,7 Mrd. Dollar).

Platz 10: Wells Fargo
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Das US-amerikanische Finanzdienstleistungsunternehmen mit Sitz in San Francisco ist in mehr als 35 Ländern mit 9.000 Bankfilialen vertreten. Es liegt mit 270,1 Milliarden Euro (286,7 Mrd. Dollar) auf dem zehnten Platz der wertvollsten Unternehmen der Welt.

Platz 9: Johnson & Johnson
7 von 15

Der US-amerikanische Pharma- und Konsumgüterkonzern mit Sitz in New Brunswick, New Jersey, hat einen Börsenwert von 297,0 Milliarden Euro (315,3 Mrd. Dollar).

Absoluter Spitzenreiter beim operativen Gewinn dies- und jenseits des Atlantiks ist den Angaben zufolge Apple. Mit 60 Milliarden Dollar (knapp 57 Milliarden Euro) machte der iPhone-Hersteller EY zufolge im vergangenen Jahr etwa so viel Gewinn wie die fünf gewinnstärksten europäischen Unternehmen zusammen. Auch in den USA steht Apple damit unangefochten an der Spitze. Mit deutlichem Abstand folgt auf Rang zwei Warren Buffetts Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway, die ursprünglich auf ein Textilunternehmen zurückgeht (34 Milliarden Dollar).

Die US-Konzerne profitieren nach Meyers Einschätzung von dem größeren Heimatmarkt und einem günstigeren Branchenmix mit ihrer stärkeren Ausrichtung auf Technologie und Dienstleistungen. In Europa dominierten hingegen Automobil- und Rohstoff- beziehungsweise Energiekonzerne das Ranking. In diesem Jahr könnten sie jedoch aufholen: „Der niedrige Eurokurs wird den Unternehmen im Euroraum einen Wachstumsschub geben“, sagte Meyer voraus. Vor allem Firmen, die einen großen Teil ihres Umsatzes außerhalb Europas erwirtschafteten, würden von positiven Währungseffekten profitieren.

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3 Kommentare zu "Apple, Berkshire und Co.: US-Konzerne hängen Konkurrenz aus Europa ab"

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  • von da drüben wird eben in den tollen Medien alles gut geredet, bei uns eben alles schlechtgemacht.

    Einen dauerhaften Aufschrei 24/7/365 wegen Todesstrafe und Sanktionen gegen die USA wären doch mal was. Ach nein, ich vergaß... bei denen ist ja alles ok. Aber wenn darüber ein Erdogan auch nur spricht, wird er zum Teufel höchstpersönlich erklärt...

    Das bedeutet ja folgendes:
    Ein Vergewaltiger ist ein "besserer Mensch", als ein Mensch, der schonmal darüber nachgedacht/geredet hat, jemand zu vergewaltigen.

    Muss man sich da als Journalist nicht selbst an den Kopf langen? xD

  • Wenn Macron Tempo macht, kann Frankreich vielleicht zu Deutschland ökonomisch aufschließen. Zwei Exportweltmeister mit zwei schwarzen Nullen im Staatshaushalt wäre ein tolle Ziel für Europa.

  • Zumindest haben sich in Deutschland in den letzten Jahren die Medien auch mächtig ins Zeug gelegt für Tesla, apple, facebook und co., während große DAX Konzerne dauernd und jahrelang mit gleichlautender Kritik an den Pranger gestellt wurden.

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